Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 3: Zeile 3:  
Das Gebiet  des Pfleg- und Landgerichts Taxenbach lag im [[Pinzgau]] rund um den Markt und Burgfried [[Taxenbach]].
 
Das Gebiet  des Pfleg- und Landgerichts Taxenbach lag im [[Pinzgau]] rund um den Markt und Burgfried [[Taxenbach]].
   −
==Lage und Einteilung des Gerichtsbezirks==
+
== Lage und Einteilung des Gerichtsbezirks ==
 
Das Pfleg- und Landgericht Taxenbach grenzte im Osten an das [[Pongau]]er [[Pfleggericht Goldegg]], gegen Südosten an die Landgerichte [[Landgericht Gastein|Gastein]] und [[Landgericht Rauris| Rauris]], gegen Westen an die Pinzgauischen Pfleggerichte [[Pfleggericht Zell|Zell]] und [[Gericht Saalfelden|Pfleggericht Saalfelden]] und gegen Norden an das letztere.
 
Das Pfleg- und Landgericht Taxenbach grenzte im Osten an das [[Pongau]]er [[Pfleggericht Goldegg]], gegen Südosten an die Landgerichte [[Landgericht Gastein|Gastein]] und [[Landgericht Rauris| Rauris]], gegen Westen an die Pinzgauischen Pfleggerichte [[Pfleggericht Zell|Zell]] und [[Gericht Saalfelden|Pfleggericht Saalfelden]] und gegen Norden an das letztere.
 
Pfleg- und Landgericht wurde in den Markt und Burgfrieden Taxenbach sowie fünf „Kreuztrachten“ mit insgesamt 32 Rotten wie folgt eingeteilt:
 
Pfleg- und Landgericht wurde in den Markt und Burgfrieden Taxenbach sowie fünf „Kreuztrachten“ mit insgesamt 32 Rotten wie folgt eingeteilt:
* Kreuztracht [[Eschenau]] mit vier Rotten: [[Dienten]], [[Berg Dienten|Berg]], [[Schackendorf]] und [[Hundsdorf]];
+
* Kreuztracht [[Eschenau (Gemeinde)|Eschenau]] mit vier Rotten: [[Dienten]], [[Berg Dienten|Berg]], [[Schackendorf]] und [[Hundsdorf]];
* Kreuztracht Taxenbach mit 12 Rotten: [[Hintergschwandt]], [[Vordergschwandt]], [[Taxberg]], [[Hasenbach]], [[Högmoos]], [[Hopfberg]], [[Kleinsonnberg]], [[Großsonnberg]], [[Gries im Pinzgau|Gries]] und [[Lacken]], [[Thannberg]], [[Hofmark|Vorder- und Hinterhofmark]];
+
* Kreuztracht Taxenbach mit 12 Rotten: [[Hintergschwandt]], [[Vordergschwandt]], [[Taxberg]], [[Hasenbach]], [[Högmoos]], [[Hopfberg]], [[Kleinsonnberg]], [[Großsonnberg]], [[Gries im Pinzgau|Gries]] und [[Lacken (Taxenbach)|Lacken]], [[Thannberg]], [[Hofmark|Vorder- und Hinterhofmark]];
* Kreuztracht [[Embach]] mit sechs Rotten: [[Winkl (Lend)|Winkl]], [[Urbar (Lend)|Urbar]], [[Kirchen]], [[Berg (Lend)|Bergen]], Embach und [[Heuberg (Lend)|Heuberg]], [[Teufenbach]];
+
* Kreuztracht [[Embach (Gemeinde)|Embach]] mit sechs Rotten: [[Winkl (Lend)|Winkl]], [[Urbar (Lend)|Urbar]], [[Kirchen]], [[Berg (Lend)|Bergen]], Embach und [[Heuberg (Lend)|Heuberg]], [[Teufenbach]];
* Kreuztracht [[St. Georgen im Pinzgau|St. Georgen]] mit sechs Rotten, [[Brandenau (Taxenbach)|Branntenau]], [[Höf (Taxenbach)|Hof]], [[Winkl (Bruck)|Winkl]], [[Steinbach (Bruck)|Steinbach]], [[Niederhof]], [[Reit (Bruck)|Reith]];
+
* Kreuztracht [[St. Georgen im Pinzgau (Gemeinde)|St. Georgen]] mit sechs Rotten, [[Brandenau (Taxenbach)|Branntenau]], [[Höf (Taxenbach)|Hof]], [[Winkl (Bruck)|Winkl]], [[Steinbach (Bruck)|Steinbach]], [[Niederhof]], [[Reit (Bruck)|Reith]];
 
* Kreuztracht [[Bruck an der Großglocknerstraße|Bruck]] mit vier Rotten: [[Hundsdorf]], [[Flach]], [[Pichl (Bruck)|Bichl]], [[Taxenbacher Fusch|Fusch]]; somit gehörten zu diesem Pfleggericht insbesondere die [[Bistum Chiemsee|chiemseeische]] [[Hofmark]] [[Schloss Fischhorn|Schloss Fischhorn]] und das halbe, das rechtsseitige [[Fuscher Tal]] (das daher aus der [[Taxenbacher Fusch]] und der [[Zeller Fusch]] besteht).
 
* Kreuztracht [[Bruck an der Großglocknerstraße|Bruck]] mit vier Rotten: [[Hundsdorf]], [[Flach]], [[Pichl (Bruck)|Bichl]], [[Taxenbacher Fusch|Fusch]]; somit gehörten zu diesem Pfleggericht insbesondere die [[Bistum Chiemsee|chiemseeische]] [[Hofmark]] [[Schloss Fischhorn|Schloss Fischhorn]] und das halbe, das rechtsseitige [[Fuscher Tal]] (das daher aus der [[Taxenbacher Fusch]] und der [[Zeller Fusch]] besteht).
   −
==Personalstand==
+
== Personalstand ==
 
Beamte dieses Pfleggerichtes waren im Jahr [[1796]]
 
Beamte dieses Pfleggerichtes waren im Jahr [[1796]]
 
* der hochfürstliche [[Pfleger]] und Landrichter, Bergrichter an der Lend und Urbarspropst in der Fusch ([[Johann Christoph von Rottmayr|Johann Christoph von]] [[Rottmayr]]) nebst einem [[Oberschreiber]] und einem [[Akzessist]]en;  
 
* der hochfürstliche [[Pfleger]] und Landrichter, Bergrichter an der Lend und Urbarspropst in der Fusch ([[Johann Christoph von Rottmayr|Johann Christoph von]] [[Rottmayr]]) nebst einem [[Oberschreiber]] und einem [[Akzessist]]en;  
 
* ein Gerichtsschreiber und [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#U|Ungelder]] ([[Sigmund von Lospichl|Sigmund von]] [[Lospichl|Losbichl]])<ref>[[Salzburger Staatskalender|Salzburger Hof- und Staatskalender]] für 1796, [http://books.google.at/books?id=4m4AAAAAcAAJ&pg=PA52 S.&nbsp;52.]</ref>.
 
* ein Gerichtsschreiber und [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#U|Ungelder]] ([[Sigmund von Lospichl|Sigmund von]] [[Lospichl|Losbichl]])<ref>[[Salzburger Staatskalender|Salzburger Hof- und Staatskalender]] für 1796, [http://books.google.at/books?id=4m4AAAAAcAAJ&pg=PA52 S.&nbsp;52.]</ref>.
   −
==Geschichte==
+
== Geschichte ==
 
Im Jahr [[1228]] erwarb der Salzburger [[Erzbischof]] [[Eberhard II. von Regensberg]] vom [[Bayern|bayerischen]] Herzog Ludwig den Pinzgau. Die Erzbischöfe verliehen nachher die Feste und das Gericht zu Taxenbach [[Herren von Goldegg|denen von Goldeck]] zu Lehen. Im Jahre [[1314]] verkaufte [[Wulfing von Goldegg]] mit Einwilligung seiner Brüder dem Erzstift die Feste und das Gericht gegen Wiedereinlösung, auf die im Jahr 1323 ebenfalls verzichtet wurde, und seit jener Zeit blieb der ganze Gerichtsbezirk in der Hand des Fürsterzbischofs.
 
Im Jahr [[1228]] erwarb der Salzburger [[Erzbischof]] [[Eberhard II. von Regensberg]] vom [[Bayern|bayerischen]] Herzog Ludwig den Pinzgau. Die Erzbischöfe verliehen nachher die Feste und das Gericht zu Taxenbach [[Herren von Goldegg|denen von Goldeck]] zu Lehen. Im Jahre [[1314]] verkaufte [[Wulfing von Goldegg]] mit Einwilligung seiner Brüder dem Erzstift die Feste und das Gericht gegen Wiedereinlösung, auf die im Jahr 1323 ebenfalls verzichtet wurde, und seit jener Zeit blieb der ganze Gerichtsbezirk in der Hand des Fürsterzbischofs.
   Zeile 26: Zeile 26:  
Das {{PAGENAME}} bestand bis [[1850]] und wurde dann in ein Bezirksamt und weiter – unter Wegfall der verwaltungsbehördlichen Aufgaben – in das [[Bezirksgericht Taxenbach]] übergeleitet, das bis [[2002]] bestand.
 
Das {{PAGENAME}} bestand bis [[1850]] und wurde dann in ein Bezirksamt und weiter – unter Wegfall der verwaltungsbehördlichen Aufgaben – in das [[Bezirksgericht Taxenbach]] übergeleitet, das bis [[2002]] bestand.
   −
==Pfleger==
+
== Pfleger ==
 
Pfleger von Taxenbach waren u.a.:
 
Pfleger von Taxenbach waren u.a.:
 
* um 1596? [[Christoff von Hirschau]]<ref name="Lahnsteiner">[[Josef Lahnsteiner|Lahnsteiner, Josef]], Unterpinzgau, S. 226 bis 227, Eigenverlag, Hollersbach 1960 (wie ursprünglich im Artikel [[Burg auf dem Taxenbacher Schlossberg]] aufgelistet]] und noch in dessen Text ausgeführt)</ref>
 
* um 1596? [[Christoff von Hirschau]]<ref name="Lahnsteiner">[[Josef Lahnsteiner|Lahnsteiner, Josef]], Unterpinzgau, S. 226 bis 227, Eigenverlag, Hollersbach 1960 (wie ursprünglich im Artikel [[Burg auf dem Taxenbacher Schlossberg]] aufgelistet]] und noch in dessen Text ausgeführt)</ref>
Zeile 45: Zeile 45:  
* &nbsp; um &nbsp; [[1831]]: &nbsp; &nbsp;[[Johann Zehetner]]
 
* &nbsp; um &nbsp; [[1831]]: &nbsp; &nbsp;[[Johann Zehetner]]
   −
==Quellen==
+
== Quellen ==
 
* [[Lorenz Hübner|Hübner, Lorenz]]: ''Beschreibung des Erzstiftes und Reichsfürstenthums Salzburg in Hinsicht auf Topographie und Statistik'', Bd.&nbsp;2: ''Das Salzburgische Gebirgland. Pangau, Pinzgau und Lungau''. Salzburg 1796. [http://books.google.at/books?id=UGYAAAAAcAAJ&pg=PA548 S.&nbsp;548.]
 
* [[Lorenz Hübner|Hübner, Lorenz]]: ''Beschreibung des Erzstiftes und Reichsfürstenthums Salzburg in Hinsicht auf Topographie und Statistik'', Bd.&nbsp;2: ''Das Salzburgische Gebirgland. Pangau, Pinzgau und Lungau''. Salzburg 1796. [http://books.google.at/books?id=UGYAAAAAcAAJ&pg=PA548 S.&nbsp;548.]
 
<references/>
 
<references/>
63.246

Bearbeitungen

Navigationsmenü