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| | Kocher läuft nicht nur gern Marathon, er hat in seiner beruflichen Laufbahn auch einen weiten Weg zurückgelegt. Ausgangspunkt war [[Altenmarkt im Pongau]]. Das ist die Heimat seines Vaters und dort verbrachte Martin Kocher seine Kindheit und Jugend. Er besuchte "''wie die meisten damals''" die [[Volksschule Altenmarkt im Pongau|Volks]]- und [[Hauptschule Altenmarkt|Hauptschule]] im Ort, und später das [[Pierre de Coubertin Bundes-Oberstufenrealgymnasium Radstadt|Oberstufenrealgymnasium]] in [[Radstadt]]. | | Kocher läuft nicht nur gern Marathon, er hat in seiner beruflichen Laufbahn auch einen weiten Weg zurückgelegt. Ausgangspunkt war [[Altenmarkt im Pongau]]. Das ist die Heimat seines Vaters und dort verbrachte Martin Kocher seine Kindheit und Jugend. Er besuchte "''wie die meisten damals''" die [[Volksschule Altenmarkt im Pongau|Volks]]- und [[Hauptschule Altenmarkt|Hauptschule]] im Ort, und später das [[Pierre de Coubertin Bundes-Oberstufenrealgymnasium Radstadt|Oberstufenrealgymnasium]] in [[Radstadt]]. |
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| − | Die Eltern hatten sich in den [[USA]] kennengelernt, wo beide als Skilehrer arbeiteten. Das Skifahren war Sohn Martin also in die Wiege gelegt, mit drei Jahren stand er erstmals auf Ski, später auch im örtlichen Skikader. Es habe sich jedoch bald gezeigt, dass es für eine Karriere als Skifahrer nicht reichte. Zudem gab es harte Konkurrenz, "''[[Hermann Maier]] war in der Schule eine Klasse über mir, [[Michael Walchhofer]] zwei Klassen unter mir''". | + | Die Eltern hatten sich in den [[USA]] kennengelernt, wo beide als Skilehrer arbeiteten. Das Skifahren war Sohn Martin also in die Wiege gelegt. Mit drei Jahren stand er erstmals auf Ski, später auch im örtlichen Skikader. Es habe sich jedoch bald gezeigt, dass es für eine Karriere als Skifahrer nicht reichen würde. Zudem gab es harte Konkurrenz, "''[[Hermann Maier]] war in der Schule eine Klasse über mir, [[Michael Walchhofer]] zwei Klassen unter mir''". |
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| − | Im Gymnasium habe er sich für Chemie, Biologie, Physik und Mathematik interessiert und ein Physikstudium erwogen. Das Interesse dafür habe sein Klassenvorstand geweckt, der Geografie und Wirtschaftskunde unterrichtete. Im Rahmen eines Schulversuchs schrieb er eine vorwissenschaftliche Arbeit über Adam Smith, womit sein Weg zur Ökonomie begann. Nach journalistischen Versuchen bei den "[[Pongauer Nachrichten]]" studierte Martin Kocher in Innsbruck zum Studium Volkswirtschaftslehre. Innsbruck wurde es auch deshalb, weil der Cousin dort bereits Biologie studierte. | + | Im Gymnasium habe er sich für Chemie, Biologie, Physik und Mathematik interessiert und ein Physikstudium erwogen. Das Interesse dafür habe sein Klassenvorstand geweckt, der Geografie und Wirtschaftskunde unterrichtete. Im Rahmen eines Schulversuchs schrieb er eine vorwissenschaftliche Arbeit über Adam Smith, womit sein Weg zur Ökonomie begann. Nach journalistischen Versuchen bei den "[[Pongauer Nachrichten]]" studierte Martin Kocher in Innsbruck Volkswirtschaftslehre. Innsbruck wurde es auch deshalb, weil der Cousin dort bereits Biologie studierte. |
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| − | In Innsbruck lernte Kocher lernte dort seine Frau kennen, mit der er seit [[2003]] verheiratet ist. Die [[Oberösterreich]]erin ging nach dem Studium nach [[München]], wo sie seit vielen Jahren für den Lastwagen- und Busbauer MAN tätig ist. | + | In Innsbruck lernte Kocher lernte seine Frau kennen, mit der er seit [[2003]] verheiratet ist. Die [[Oberösterreich]]erin ging nach dem Studium nach [[München]], wo sie seit vielen Jahren für den Lastwagen- und Busbauer MAN tätig ist. |
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| | Seine Karriere führte Kocher über die Universität Innsbruck für zwei Jahre nach Amsterdam in die [[Niederlande]] und [[2010]] ins [[England|englische]] Norwich an die ''University of East Anglia'', bevor er dem Ruf der renommierten Ludwig-Maximilians-Universität in München folgte. Dort lehrte er als Professor für Verhaltensökonomik und experimentelle Wirtschaftsforschung, daneben war er Gastprofessor in Göteborg in [[Schweden]] und an der ''University of Queensland'' im [[Australien|australischen]] Brisbane. [[2016]] kehrte Kocher nach Wien zurück und arbeitete seither am IHS. Seit [[2017]] unterrichtet er zudem an der Universität Wien. Wegen der häufigen Ortswechsel, die eine akademische Karriere mit sich bringe, leben Kocher und seine Frau "''eine sehr gut funktionierende Fernbeziehung, das ist aber kein Lebensmodell für eine Familie''". Daher habe sich die Frage nach Kindern nicht gestellt. | | Seine Karriere führte Kocher über die Universität Innsbruck für zwei Jahre nach Amsterdam in die [[Niederlande]] und [[2010]] ins [[England|englische]] Norwich an die ''University of East Anglia'', bevor er dem Ruf der renommierten Ludwig-Maximilians-Universität in München folgte. Dort lehrte er als Professor für Verhaltensökonomik und experimentelle Wirtschaftsforschung, daneben war er Gastprofessor in Göteborg in [[Schweden]] und an der ''University of Queensland'' im [[Australien|australischen]] Brisbane. [[2016]] kehrte Kocher nach Wien zurück und arbeitete seither am IHS. Seit [[2017]] unterrichtet er zudem an der Universität Wien. Wegen der häufigen Ortswechsel, die eine akademische Karriere mit sich bringe, leben Kocher und seine Frau "''eine sehr gut funktionierende Fernbeziehung, das ist aber kein Lebensmodell für eine Familie''". Daher habe sich die Frage nach Kindern nicht gestellt. |