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| | + | [[Datei:Grabmal von 1809 in Oberalm.JPG|thumb|Grabmal von 9 im Befreiungskrieg 1809 gegen Frankreich gefallenen Tirolern in [[Oberalm]]]] |
| | Nach den Kämpfen [[1805]] am [[Pass Strub]] kam es im Herbst [[1809]] abermals zu einem Versuch, sich von den Franzosen und [[Bayern]] zu befreien. | | Nach den Kämpfen [[1805]] am [[Pass Strub]] kam es im Herbst [[1809]] abermals zu einem Versuch, sich von den Franzosen und [[Bayern]] zu befreien. |
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| | == Kampf um Reichenhall == | | == Kampf um Reichenhall == |
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| − | Da [[Bad Reichenhall|Reichenhall]] zu einer starken bayerischen Festung ausgebaut wurde, blieb den Schützenverbänden zunächst nichts anderes übrig, als Reichenhall zu belagern, um später zur Stadt Salzburg vorstoßen zu können. Als einige Sturmangriffe auf Reichenhall scheiterten und es nicht mehr möglich war, die enorme Schützenstreitmacht zu verpflegen und zu entlohnen, sank die Moral der Männer. Viele gingen auch auf Anraten der [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Kirchenfürsten]] wieder nach Hause. | + | Da [[Bad Reichenhall|Reichenhall]] zu einer starken bayerischen Festung ausgebaut wurde, blieb den Schützenverbänden zunächst nichts anderes übrig, als Reichenhall zu belagern, um später zur Stadt Salzburg vorstoßen zu können. Als einige Sturmangriffe auf Reichenhall scheiterten und es nicht mehr möglich war, die enorme Schützenstreitmacht zu verpflegen und zu entlohnen, sank die Moral der Männer. Viele gingen auch auf Anraten der [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Kirchenfürsten]] wieder nach Hause. |
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| − | Die abnehmende Zahl der Freiheitskämpfer blieb den Bayern nicht verborgen, die ihrerseits Truppenverstärkung erhielten. Die Bayern gingen zum Gegenangriff über und die Tiroler und Salzburger Schützen mussten sich hinter [[Schneitzlreuth]] zurückziehen. | + | Die abnehmende Zahl der Freiheitskämpfer blieb den Bayern nicht verborgen, die ihrerseits Truppenverstärkung erhielten. Die Bayern gingen zum Gegenangriff über und die Tiroler und Salzburger Schützen mussten sich hinter [[Schneitzlreuth]] zurückziehen. |
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| | Die Versorgungslage der Tiroler und Salzburger wurde immer verzweifelter. Denn die Bayern hatten im Hinterland alles Vieh geschlachtet, das Getreide vernichtet und die Unterkünfte verbrannt. | | Die Versorgungslage der Tiroler und Salzburger wurde immer verzweifelter. Denn die Bayern hatten im Hinterland alles Vieh geschlachtet, das Getreide vernichtet und die Unterkünfte verbrannt. |
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| | == Kampf um den Steinpass == | | == Kampf um den Steinpass == |
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| − | Nach heftigen Gefechten zog sich der Oberkommandierende der Tiroler Freiheitskämpfer, [[Josef Speckbacher]], in Meleck ([[Steinpass]]) zurück, wo er sich sicher glaubte. Doch am [[17. Oktober]] [[1809]] gelang es den Bayern, die Vorposten der Schützen über die Berge her zu umgehen und Meleck zu umstellen. Durch Verrat wurde Speckbachers Aufenthalt bekannt, die Angreifer umzingelten ihn. Es kam zu einem wilden Gefecht. Zwar wehrten sich Speckbacher und seine Getreuen, doch die Bayern waren in der Überzahl. Die im Schlaf überraschten, oft nur mit ihrer Leibwäsche bekleideten Schützen kämpften verwegen, mussten sich dann jedoch über das Gföll Richtung Kammerköhr und später über die Steingasse nach Waidring zurückziehen. | + | Nach heftigen Gefechten zog sich der Oberkommandierende der Tiroler Freiheitskämpfer, [[Josef Speckbacher]], in Meleck ([[Steinpass]]) zurück, wo er sich sicher glaubte. Doch am [[17. Oktober]] [[1809]] gelang es den Bayern, die Vorposten der Schützen über die Berge her zu umgehen und Meleck zu umstellen. Durch Verrat wurde Speckbachers Aufenthalt bekannt, die Angreifer umzingelten ihn. Es kam zu einem wilden Gefecht. Zwar wehrten sich Speckbacher und seine Getreuen, doch die Bayern waren in der Überzahl. Die im Schlaf überraschten, oft nur mit ihrer Leibwäsche bekleideten Schützen kämpften verwegen, mussten sich dann jedoch über das Gföll Richtung Kammerköhr und später über die Steingasse nach Waidring zurückziehen. |
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| | Der schwer durch Bajonettstiche verletzte Speckbacher scharte im Gebiet der Steinplatte noch Hundert verstreute und teilweise entwaffnete Getreue um sich. Aber der Tag endete mit einer verlustreichen Niederlage für die Tiroler und Salzburger. Zehn Kompanien aufgerieben - 300 Tote und 400 Landesverteidiger in bayerischer Gefangenschaft. Die [[Pinzgauer Schützen]] unter Wallner, die am [[Luftenstein]] und am [[Hirschbichl]] den Eingang in den [[Pinzgau]] verteidigten, konnten den Widerstand noch einige Zeit aufrecht erhalten. Doch nach dem Aufruf des Kaisers, die Waffen abzugeben und weiteres Blutvergießen zu vermeiden, weigerten sich viele Schützen, weiter zu kämpfen und rückten ab. So mussten die Pinzgauer Schützen am [[19. Oktober]] [[1809]] bei [[Dießbach]] kapitulieren. | | Der schwer durch Bajonettstiche verletzte Speckbacher scharte im Gebiet der Steinplatte noch Hundert verstreute und teilweise entwaffnete Getreue um sich. Aber der Tag endete mit einer verlustreichen Niederlage für die Tiroler und Salzburger. Zehn Kompanien aufgerieben - 300 Tote und 400 Landesverteidiger in bayerischer Gefangenschaft. Die [[Pinzgauer Schützen]] unter Wallner, die am [[Luftenstein]] und am [[Hirschbichl]] den Eingang in den [[Pinzgau]] verteidigten, konnten den Widerstand noch einige Zeit aufrecht erhalten. Doch nach dem Aufruf des Kaisers, die Waffen abzugeben und weiteres Blutvergießen zu vermeiden, weigerten sich viele Schützen, weiter zu kämpfen und rückten ab. So mussten die Pinzgauer Schützen am [[19. Oktober]] [[1809]] bei [[Dießbach]] kapitulieren. |