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Rojacher zählte zu den Pionieren im Raurisertal. Neben dem Observatorium installierte er eine Telefonanlage, hatte als Erster im [[Kronland Salzburg]] elektrisches Licht im Raurisertal, eröffnete Gasthäuser (Werkhaus Kolm, das [[Bodenhaus]] in [[Bucheben]], den Gasthof Post in Rauris und das [[Zittelhaus]] am Hohen Sonnblick) mit Unterkünften und wurde ein [[Fremdenverkehrspionier]], erwarb die Postmeisterstelle, richtete eine Postverbindung ein und regte Straßenbauten an.
 
Rojacher zählte zu den Pionieren im Raurisertal. Neben dem Observatorium installierte er eine Telefonanlage, hatte als Erster im [[Kronland Salzburg]] elektrisches Licht im Raurisertal, eröffnete Gasthäuser (Werkhaus Kolm, das [[Bodenhaus]] in [[Bucheben]], den Gasthof Post in Rauris und das [[Zittelhaus]] am Hohen Sonnblick) mit Unterkünften und wurde ein [[Fremdenverkehrspionier]], erwarb die Postmeisterstelle, richtete eine Postverbindung ein und regte Straßenbauten an.
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==Familie==
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== Familie ==
Seine Großeltern Großvater Georg Rojacher (Bauernsohn vom Faistenaulehen in Rauris) und Großmutter Theresia Rojacher, geborene Schattauer (Bauerntochter Orthlehen in Vorstand in Rauris). Es stammen neun Kinder aus dieser Ehe, das jüngste war sein Vater. Seine Eltern waren Ignaz Rojacher senior (* [[1. Februar]] [[1788]]; † [[26. Oktober]] [[1859]]) und Mutter Anna Rojacher, geborene Brindlinger vulgo Kolm Annei (* [[13. Mai]] [[1814]]; † [[27. Jänner]] [[1896]]). Sie heirateten am [[24. November]] [[1840]] in Rauris.
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Großeltern waren sein Großvater Georg Rojacher (ein Bauernsohn vom Faistenaulehen in Rauris) und seine Großmutter Theresia Rojacher, geborene Schattauer (eine Bauerntochter vom Orthlehen in Vorstand in Rauris). Neun Kinder stammten aus dieser Ehe, das jüngste war sein Vater. Seine Eltern waren Ignaz Rojacher senior (* [[1. Februar]] [[1788]]; † [[26. Oktober]] [[1859]]) und Anna Rojacher, geborene Brindlinger vulgo Kolm Annei (* [[13. Mai]] [[1814]]; † [[27. Jänner]] [[1896]]). Sie heirateten am [[24. November]] [[1840]] in Rauris.
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[[1837]] kauften sich Ignaz Rojacher senior und Anna Rojacher das [[Obersaghäusl]] im Geißbachtal. Ignaz Rojacher senior war Zimmermann im [[Goldbergbau]] in [[Kolm-Saigurn]]. Durch einen Erdrutsch wurde das Obersaghäusl arg beschädigt und da die Eltern vom ''Nazerl'' nicht imstande waren es wieder bewohnbar zu machen, mussten sie es verkaufen und eine neue Heimat im Ort erwerben - sie tauschten ihr Häusl mit dem Reisnerhäusl im Ort von Rauris. Sie hatten das Obersäghäusl bis [[1847]] inne. [[1847]] kauften (tauschten) Ignaz Rojacher senior und seine Frau Anna das Reisnerhäusl.  
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[[1837]] kauften sich Ignaz Rojacher senior und Anna Rojacher das [[Obersaghäusl]] im Geißbachtal. Ignaz Rojacher senior war Zimmermann im [[Goldbergbau]] in [[Kolm-Saigurn]]. Durch einen Erdrutsch wurde das Obersaghäusl arg beschädigt und da die Eltern vom ''Nazerl'' nicht im Stande waren, es wieder bewohnbar zu machen, mussten sie es [[1847]] verkaufen und erwarben im Ort Rauris mit dem Reisnerhäusl ein neues Heim.
    
== Leben ==
 
== Leben ==
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[[1857]] begann ''Nazl'' eine Lehre beim Tischlermeister Michl Lanser vulgo Streanfärbermichl. Diese beendete er als er 17 Jahre alt war. Danach verblieb er noch zwei Jahre (bis [[1863]]) als Geselle – auch dies hatte der Bergwerksverwalter für Rojacher organisiert.
 
[[1857]] begann ''Nazl'' eine Lehre beim Tischlermeister Michl Lanser vulgo Streanfärbermichl. Diese beendete er als er 17 Jahre alt war. Danach verblieb er noch zwei Jahre (bis [[1863]]) als Geselle – auch dies hatte der Bergwerksverwalter für Rojacher organisiert.
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Am 26. Oktober 1859 starb Ignaz Rojacher senior. Der kleine ''Nazl'' verlor also mit 15½ Jahren seinen Vater und die Armut im Reisnerhäusl wurde groß. Der Junge musste nun wieder Geld verdienen und seine Mutter erhalten.
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Am 26. Oktober 1859 starb Ignaz Rojacher senior. Der kleine ''Nazl'' verlor also mit 15½ Jahren seinen Vater und die Armut im Reisnerhäusl wurde groß. Der Junge musste nun wieder Geld verdienen und seine Mutter erhalten. Das Reisnerhäusl erbte Ignaz Rojacher [[1860]].
 
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[[1860]] erbte Ignaz Rojacher dann das Reisnerhaus von seinem Vater.
      
In Kolm fing Maria Seidel (* [[2. Juni]] [[1848]]; † [[27. Februar]] [[1894]]), Waldbauerntochter vom Unterland in Rauris, als Kellnerin an. Bei ihr und Ignaz bahnte sich eine Liebschaft an. Maria Seidl hatte allerdings schon einen ledigen Sohn namens Georg Seidl (* [[7. August]] [[1873]]; † [[25. November]] [[1928]]).
 
In Kolm fing Maria Seidel (* [[2. Juni]] [[1848]]; † [[27. Februar]] [[1894]]), Waldbauerntochter vom Unterland in Rauris, als Kellnerin an. Bei ihr und Ignaz bahnte sich eine Liebschaft an. Maria Seidl hatte allerdings schon einen ledigen Sohn namens Georg Seidl (* [[7. August]] [[1873]]; † [[25. November]] [[1928]]).
Am [[26. November]] [[1883]] standen Ignaz Rojacher vulgo „Kolm Naz“ und Maria Seidel, Wirtschafterin in Kolm, vor dem Altar in [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain|Maria Plain]], um mit ihrem „Ja“ den Ehebund zu besiegeln. Am [[27. November]] 1883 wurde dann vermutlich die Eheschließung in Bucheben eingetragen. Ignaz Rojacher und Maria hatten nie eigene Kinder bekommen.
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Am [[26. November]] [[1883]] standen Ignaz Rojacher vulgo „Kolm Naz“ und Maria Seidel, Wirtschafterin in Kolm, vor dem Traualtar in [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain|Maria Plain]], um mit ihrem „Ja“ den Ehebund zu besiegeln. Ignaz Rojacher und Maria hatten nie eigene Kinder bekommen.
 
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[[3. April]] [[1871]] wurde Richard Ignaz Pfarrmai(y)er (auch ''Pfarrmayer'') in Sagritz in Döllach in [[Kärnten]] als Sohn der Magd Elisabeth Pfarrmai(y)er geboren. Es gibt streng wissenschaftlich keinen Nachweis dafür, dass Richard Ignaz Pfarrmaier tatsächlich der Sohn von Ignaz Rojacher war. Im Taufbuch ist kein Eintrag über den Vater angegeben. Allerdings reiste Ignaz Rojacher ein Jahr bevor er verstarb nach Döllach, um Richard Ignaz Pfarrmaier eine Arbeit als Aufsichtsjäger im Raurisertal zu vermitteln. Dieser wurde dann der „''Jaga Naz''“ im Raurisertal. Weiters anzumerken ist, dass der ''Kolm Naz'' und sein [wahrscheinlicher] Sohn ''Jaga Naz'' am selben Tag, den 3. April, Geburtstag haben. Die Mutter Elisabeth Pfarrmaier ist am [[20. Dezember]]  [[1830]] in Stall-Döllach geboren.  
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Die feierliche Übergabe des ''Goldenen Verdienstkreuzes mit der Krone'' fand am [[24. Oktober]] [[1886]] im Rahmen des Hauptgottesdienstes in Rauris statt.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18861023&query=%22Rojacher%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 23. Oktober 1886, Seite 2</ref>
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[[3. April]] [[1871]] wurde Richard Ignaz Pfarrmai(y)er (auch ''Pfarrmayer'') in Sagritz in Döllach in [[Kärnten]] als Sohn der Magd Elisabeth Pfarrmai(y)er geboren. Es gibt streng wissenschaftlich keinen Nachweis dafür, dass Richard Ignaz Pfarrmaier tatsächlich der Sohn von Ignaz Rojacher war. Im Taufbuch ist kein Eintrag über den Vater angegeben. Allerdings reiste Ignaz Rojacher ein Jahr bevor er verstarb nach Döllach, um Richard Ignaz Pfarrmaier eine Arbeit als Aufsichtsjäger im Raurisertal zu vermitteln. Dieser wurde dann der „''Jaga Naz''“ im Raurisertal. Weiters anzumerken ist, dass der ''Kolm Naz'' und sein [wahrscheinlicher] Sohn ''Jaga Naz'' am selben Tag, den 3. April, Geburtstag haben. Die Mutter Elisabeth Pfarrmaier ist am [[20. Dezember]] [[1830]] in Stall-Döllach geboren.  
    
=== Der Anfang im Goldbergbau ===
 
=== Der Anfang im Goldbergbau ===
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Ignaz Rojacher starb am 4. Jänner 1891 im Alter von 47 Jahren. Sein Grab ist am Rauriser Friedhof zu finden. Im Totenbuch der Pfarre steht: ''gestorben an Tuberkulose'' (bakterielle Infektion). Seine Frau Maria starb mit 46 Jahren am [[27. Februar]] [[1894]] an einer Bruchoperation im [[St. Johanns-Spital]] in der [[Stadt Salzburg]].<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=gre&datum=18940306&query=%22Rojacher%22+%22Arlt%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], Grazer Tagblatt, Ausgabe vom 6. März 1894 Seite 5</ref>
 
Ignaz Rojacher starb am 4. Jänner 1891 im Alter von 47 Jahren. Sein Grab ist am Rauriser Friedhof zu finden. Im Totenbuch der Pfarre steht: ''gestorben an Tuberkulose'' (bakterielle Infektion). Seine Frau Maria starb mit 46 Jahren am [[27. Februar]] [[1894]] an einer Bruchoperation im [[St. Johanns-Spital]] in der [[Stadt Salzburg]].<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=gre&datum=18940306&query=%22Rojacher%22+%22Arlt%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], Grazer Tagblatt, Ausgabe vom 6. März 1894 Seite 5</ref>
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==Quellen==
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== Ehrung ==
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Am [[24. Oktober]] [[1886]] erhielt Ignaz Rojacher im Rahmen des Hauptgottesdienstes in Rauris das ''Goldenen Verdienstkreuzes mit der Krone'' feierlich überreicht.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18861023&query=%22Rojacher%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 23. Oktober 1886, Seite 2</ref>
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== Quellen ==
 
* [[Benutzer:Margot Daum]], Ur-Ur-Enkelin des Ignaz Rojacher (margot30@gmx.at), am 27.3.2020 überarbeitet ''[[Chronik der Familie Rojacher]]'', Eigenverlag, 2020
 
* [[Benutzer:Margot Daum]], Ur-Ur-Enkelin des Ignaz Rojacher (margot30@gmx.at), am 27.3.2020 überarbeitet ''[[Chronik der Familie Rojacher]]'', Eigenverlag, 2020
 
* [https://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_R/Rojacher_Ignaz_1844_1891.xml www.biographien.ac.at]
 
* [https://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_R/Rojacher_Ignaz_1844_1891.xml www.biographien.ac.at]
 
* Salzburgwiki Beitrag [[Hoher Sonnblick]]
 
* Salzburgwiki Beitrag [[Hoher Sonnblick]]
   
==== Fußnote und Einzelnachweise ====
 
==== Fußnote und Einzelnachweise ====
 
<references/>
 
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