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Textersetzung - „Stefanitag“ durch „Stephanitag
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==Älteste schriftliche Erwähnung des Aperschnalzens==
 
==Älteste schriftliche Erwähnung des Aperschnalzens==
Die älteste schriftliche Erwähnung des „Apachschnalzens“ geht auf das Jahr [[1796]] zurück. Allerdings wird hier von einem Schnalzen „der Hirten“ im [[Lungau]] berichtet, das „den ganzen Sommer durch auf den Alpen“ dauerte und im Spätherbst mit dem Almabtrieb endete. Also zeitlich genau das Gegenteil vom Aperschnalzen im bayrischen [[Rupertiwinkel]] sowie im angrenzenden Salzburg, das im Winter ausgeübt wird und auf die Zeit vom Stefanitag bis Faschingsdienstag begrenzt ist. Umso „dramatischer“ wird uns das Aperschnalzen der Hirten auf den Almen geschildert: Es sei „mit der äußersten Anstrengung der Leibeskräfte“ verbunden gewesen, wobei die Ausübenden „nicht selten darunter Schaden“ gelitten hätten.
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Die älteste schriftliche Erwähnung des „Apachschnalzens“ geht auf das Jahr [[1796]] zurück. Allerdings wird hier von einem Schnalzen „der Hirten“ im [[Lungau]] berichtet, das „den ganzen Sommer durch auf den Alpen“ dauerte und im Spätherbst mit dem Almabtrieb endete. Also zeitlich genau das Gegenteil vom Aperschnalzen im bayrischen [[Rupertiwinkel]] sowie im angrenzenden Salzburg, das im Winter ausgeübt wird und auf die Zeit vom [[Stephanitag]] bis Faschingsdienstag begrenzt ist. Umso „dramatischer“ wird uns das Aperschnalzen der Hirten auf den Almen geschildert: Es sei „mit der äußersten Anstrengung der Leibeskräfte“ verbunden gewesen, wobei die Ausübenden „nicht selten darunter Schaden“ gelitten hätten.
    
==Aperschnalzen im bayrischen Rupertiwinkel und in Salzburg==
 
==Aperschnalzen im bayrischen Rupertiwinkel und in Salzburg==
Das Aperschnalzen, von dem hier die Rede ist, wird ausschließlich zwischen dem Stefanitag und dem Faschingsdienstag im[[ Rupertiwinkel]], also zwischen [[Tittmoning]] und [[Piding]] und in dem angrenzenden Salzburger [[Flachgau]] sowie in Teilen der Stadt [[Salzburg]] ausgeübt. Historisch war dieses Gebiet einst zur Gänze im Besitz des [[Erzbistum Salzburg|Erzbistum]]s Salzburg. Der Rupertiwinkel kam erst [[1816]] durch die aufgrund der Napoleonischen Kriege ausgelöste Neuordnung Europas endgültig zu Bayern.
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Das Aperschnalzen, von dem hier die Rede ist, wird ausschließlich zwischen dem [[Stephanitag]] und dem Faschingsdienstag im[[ Rupertiwinkel]], also zwischen [[Tittmoning]] und [[Piding]] und in dem angrenzenden Salzburger [[Flachgau]] sowie in Teilen der Stadt [[Salzburg]] ausgeübt. Historisch war dieses Gebiet einst zur Gänze im Besitz des [[Erzbistum Salzburg|Erzbistum]]s Salzburg. Der Rupertiwinkel kam erst [[1816]] durch die aufgrund der Napoleonischen Kriege ausgelöste Neuordnung Europas endgültig zu Bayern.
    
[[bild:Rupertiwinkel-1803.jpg|thumb|Der [[Rupertiwinkl]]: die Karte zeigt einen Teil Salzburgs im Jahr 1803. Der Rupertiwinkel hat hier noch zu Salzburg gehört. (Quelle: [[Heinz Dopsch]], [[Hans Spatzenegger (Publizist)|Hans Spatzenegger]]: ''Geschichte Salzburgs'', Band II, 1. Teil, Seite 355.)]]
 
[[bild:Rupertiwinkel-1803.jpg|thumb|Der [[Rupertiwinkl]]: die Karte zeigt einen Teil Salzburgs im Jahr 1803. Der Rupertiwinkel hat hier noch zu Salzburg gehört. (Quelle: [[Heinz Dopsch]], [[Hans Spatzenegger (Publizist)|Hans Spatzenegger]]: ''Geschichte Salzburgs'', Band II, 1. Teil, Seite 355.)]]

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