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| | == Geografie == | | == Geografie == |
| | + | <!-- === Geografische Lage === --> |
| | + | <!-- z. B. Landschaften, Berge, Flüsse etc --> |
| | Der Ortskern liegt auf einer Seehöhe von 746 [[m ü. A.]] Der niedrigste Punkt ist am Ufer des [[Hintersee (See)|Hintersees]] auf 688 m ü. A., die höchste Erhebung ist das ''Gennerhorn'' mit 1.735 m ü. A.. Hausberg ist der 1.249 m ü. A. hohe ''Feichtenstein'', der mit seiner mächtigen Felswand weithin zu sehen ist. | | Der Ortskern liegt auf einer Seehöhe von 746 [[m ü. A.]] Der niedrigste Punkt ist am Ufer des [[Hintersee (See)|Hintersees]] auf 688 m ü. A., die höchste Erhebung ist das ''Gennerhorn'' mit 1.735 m ü. A.. Hausberg ist der 1.249 m ü. A. hohe ''Feichtenstein'', der mit seiner mächtigen Felswand weithin zu sehen ist. |
| | [[Datei:Hintersee, Westansicht 140.jpg|thumb| Hintersee, Ortsansicht v. West mit Linde]] | | [[Datei:Hintersee, Westansicht 140.jpg|thumb| Hintersee, Ortsansicht v. West mit Linde]] |
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| | Hintersee teilt sich seit [[1920]] in zwei Katastralgemeinden: [[Lämmerbach]] und Hintersee. Weiter Ortsteile sind [[Oberasch]], Leiten, [[Mühlviertel]] und Bärnau. | | Hintersee teilt sich seit [[1920]] in zwei Katastralgemeinden: [[Lämmerbach]] und Hintersee. Weiter Ortsteile sind [[Oberasch]], Leiten, [[Mühlviertel]] und Bärnau. |
| − | | + | <!--=== Ausdehnung des Stadt-Orts-Gemeindegebiets === --> |
| − | == Politik == | + | <!-- === Stadtgliederung === --> |
| − | *Bürgermeister ist seit [[2009]] [[Paul Weissenbacher]] ([[ÖVP]]), der den seit [[1994]] amtierenden Heinrich Oberascher ([[SPÖ]]) bei der [[Bürgermeisterwahlen|Bürgermeisterwahl 2009]] entthronen konnte.
| + | <!-- === Eingemeindungen === --> |
| − | *Die Gemeindevertretung besteht aus 9 Mitgliedern: 4 ÖVP, 3 SPÖ, 2 [[FPÖ]], nachdem sie bei der [[Gemeindevertretungswahlen 2004 und 2009 (Flachgau)#Hintersee|Gemeindevertretungswahl 2009]] wieder den Einzug ins Ortsparlament schaffte.
| + | <!-- === Nachbargemeinden === --> |
| − | *Die bisherigen Bürgermeister:
| + | <!-- === Geologie === --> |
| − | :-Josef Oberascher, Forstarbeiter (SPÖ) bis 1938
| + | <!-- === Klima === --> |
| − | :-Sebastian Helminger, Gastwirt (NSDAP) 1938 bis 1945
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| − | :-Matthäus Walkner, Landwirt (ÖVP) 1945 bis 1950
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| − | :-Sebastian Helminger, Gastwirt und Autobusunternehmer (ÖVP) 1950 bis 1970
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| − | :-Andreas Oberascher,Landwirt (ÖVP) 1970 bis 1980
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| − | :-Eduard Ebner, Sägewerksmeister (ÖVP) 1980 bis 1994
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| − | :-Heinrich Oberascher, Forstfacharbeiter (SPÖ) 1994 bis 2009
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| − | :-Paul Weissenbacher (ÖVP) seit 2009
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| − | *Die bisherigen Vizebürgermeister:
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| − | :-Rudolf Katholnigg, Volksschuldirektor (SPÖ) 1950 bis 1979
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| − | :-Hugo Oberascher, Zimmermann (SPÖ) 1979 bis 1984
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| − | :-Josef Kühleitner, Maurer (SPÖ) 1984 bis 1994
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| − | :-Otto Oberascher, Jäger (ÖVP) 1994 bis 2008
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| − | :-Paul Weissenbacher, Selbstständig (ÖVP) 2008 bis 2009
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| − | :-Wolfgang Reiter, Selbstständig (SPÖ) seit 2009
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| − | == Wappen == | |
| − | [[Bild:wappen.jpg|thumb|Das Wappen von Hintersee]]Im roten Schild auf grünem Schildfußboden nebeneinander drei grüne Fichten, dahinter ein silberner (weißer) See.
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| − | Verleihung: [[2. Oktober]] [[1981]]
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| − | Der Legende nach standen früher im Ortszentrum, welches ''Feichten'' genannt wurde, drei mächtige Fichten (im Volksmund "Feichten"). Auf diesem Platz, so heißt es weiter, wurde später die Pfarrkirche errichtet. Der heutige Name Hintersee entstand erst im frühen [[19. Jahrhundert]], wobei der See im Namen auf das Dorf hinter dem See hinweisen soll.
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| | == Geschichte ==</noinclude> | | == Geschichte ==</noinclude> |
| | === Erste urkundliche Erwähnung === | | === Erste urkundliche Erwähnung === |
| − | Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr [[700]]. Damals gehörte das Gebiet um Hintersee zu Bayern als Herzog Theodebert von [[Bayern]] die Gegend zwischen [[Gaisberg]] und [[Abersee (Ort)|Abersee]] mit [[Thalgau]] und [[Elsenwang]] dem Salzburger Kirchenbesitz als Jagdrevier schenkte. | + | Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr [[700]]. Damals gehörte das Gebiet um Hintersee zu Bayern als Herzog Theodebert von [[Bayern]] die Gegend zwischen [[Gaisberg]] und [[Abersee (Ort)|Abersee]] mit [[Thalgau]] und [[Elsenwang]] dem Salzburger Kirchenbesitz als Jagdrevier schenkte. |
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| | Die Landschaft glich einem riesigen Urwald in der alle europäischen Raubtiere wie z. B. Bären und Wölfe vorkamen. | | Die Landschaft glich einem riesigen Urwald in der alle europäischen Raubtiere wie z. B. Bären und Wölfe vorkamen. |
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| − | Es bedurfte langer Zeit bis dieses große Waldgebiet erschlossen wurde. Laut Überlieferung begann die Rohdung von [[Thalgau]] aus, die Besiedelung erfolgte nicht nur von Thalgau sondern auch von Abtenau aus. Erst im [[12. Jahrhundert]] stieß die Besiedelung nach Hintersee vor, bis dahin hatten ausschließlich Jäger das Gebiet durchstreift. | + | Es bedurfte langer Zeit bis dieses große Waldgebiet erschlossen wurde. Laut Überlieferung begann die Rohdung von [[Thalgau]] aus, die Besiedelung erfolgte nicht nur von Thalgau sondern auch von Abtenau aus. Erst im [[12. Jahrhundert]] stieß die Besiedelung nach Hintersee vor, bis dahin hatten ausschließlich Jäger das Gebiet durchstreift. |
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| − | Warum es aber plötzlich zu so einer raschen Besiedelung kam ist nicht genau geklärt. Die wahrscheinlichste Ursache dafür ist der [[Salzbergbau]] in [[Hallein]] für den sehr viel Sudholz gebraucht wurde. Dadurch musste die Rohdung vorangetrieben werden und immer mehr Menschen kamen aus verschiedensten Gegenden nach Hintersee. | + | Warum es aber plötzlich zu so einer raschen Besiedelung kam ist nicht genau geklärt. Die wahrscheinlichste Ursache dafür ist der [[Salzbergbau]] in [[Hallein]] für den sehr viel Sudholz gebraucht wurde. Dadurch musste die Rohdung vorangetrieben werden und immer mehr Menschen kamen aus verschiedensten Gegenden nach Hintersee. |
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| | === Pflegegericht Wartenfels === | | === Pflegegericht Wartenfels === |
| − | Die [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischöfe]] von [[Salzburg]] schufen damals zur besseren Verwaltung die Land- und [[Pflegegericht]]e. Alle Menschen und Güter waren nicht nur dem obersten Herrn, dem Erzbischof, sondern weiters ihrem regionalen Grundherrn unterstellt. Für die Gegend von [[Faistenau]] und Hintersee waren das die Herren von Kalham und Wartenfels und die Ritter von Thurn. | + | Die [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischöfe]] von [[Salzburg]] schufen damals zur besseren Verwaltung die Land- und [[Pflegegericht]]e. Alle Menschen und Güter waren nicht nur dem obersten Herrn, dem Erzbischof, sondern weiters ihrem regionalen Grundherrn unterstellt. Für die Gegend von [[Faistenau]] und Hintersee waren das die Herren von Kalham und Wartenfels und die Ritter von Thurn. |
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| − | Konrad von Kalham errichtete [[1259]] die [[Burg Wartenfels]] am Fuße des Schobers in Thalgau, welche das gleichnamige Pflegegericht beheimaten sollte. | + | Konrad von Kalham errichtete [[1259]] die [[Burg Wartenfels]] am Fuße des Schobers in Thalgau, welche das gleichnamige Pflegegericht beheimaten sollte. |
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| | === Steuerbuch von 1336 === | | === Steuerbuch von 1336 === |
| − | Wichtige Informationen kann man aus dem Steuerbuch von [[1336]] beziehen. Zu dieser Zeit waren die Grundherren die Herren von Thurn. Zu ihrem Rügat (Unterteilung des Pflegebezirks, soviel wie heute eine Gemeinde) zählten Lemperbach (Lämmerbach), Oberasch, Feuchten (später Feichten und noch später Hintersee) und die Gugelanalm am Schmittenstein. Letztere bestand schon zur Römerzeit und gehört heute zur südlichen Nachbargemeinde [[St. Koloman]]. | + | Wichtige Informationen kann man aus dem Steuerbuch von [[1336]] beziehen. Zu dieser Zeit waren die Grundherren die Herren von Thurn. Zu ihrem Rügat (Unterteilung des Pflegebezirks, soviel wie heute eine Gemeinde) zählten Lemperbach (Lämmerbach), Oberasch, Feuchten (später Feichten und noch später Hintersee) und die Gugelanalm am Schmittenstein. Letztere bestand schon zur Römerzeit und gehört heute zur südlichen Nachbargemeinde [[St. Koloman]]. |
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| − | Das Kirchenzehentbuch von Thalgau aus dem Jahr [[1584]] zeigt auf, dass die Hinterseer Bauern Futter, Käse und [[Flachs]] an die Kirche in Thalgau liefern mussten. Damals teilten sich die neuen Grundherren das Gebiet. Das Leben der Bauern war sehr hart, denn neben den Steuern-, Zehent-, und Naturlaienabgaben wurden sie zusätzlichen zu Kriegsdiensten, als Jagdgehilfe oder andren Arbeiten eingeteilt. | + | Das Kirchenzehentbuch von Thalgau aus dem Jahr [[1584]] zeigt auf, dass die Hinterseer Bauern Futter, Käse und [[Flachs]] an die Kirche in Thalgau liefern mussten. Damals teilten sich die neuen Grundherren das Gebiet. Das Leben der Bauern war sehr hart, denn neben den Steuern-, Zehent-, und Naturlaienabgaben wurden sie zusätzlichen zu Kriegsdiensten, als Jagdgehilfe oder andren Arbeiten eingeteilt. |
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| − | Ab [[1612]] waren die Hinterseer dem [[Domkapitel]] höchst persönlich unterstellt bis das [[Erzbistum (Überblick)|Salzburger Fürsterzbistum]] [[1803]] ein Ende fand. Die Folge waren Kriege und wechselnde Regierungen. Erst [[1848]] wurden die Bauern endgültig frei. Zwei Jahre später wurden dann auch die Bezirke der Pflegegerichte in politische Bezirke umgewandelt. | + | Ab [[1612]] waren die Hinterseer dem [[Domkapitel]] höchst persönlich unterstellt bis das [[Erzbistum (Überblick)|Salzburger Fürsterzbistum]] [[1803]] ein Ende fand. Die Folge waren Kriege und wechselnde Regierungen. Erst [[1848]] wurden die Bauern endgültig frei. Zwei Jahre später wurden dann auch die Bezirke der Pflegegerichte in politische Bezirke umgewandelt. |
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| | === Bauernkriege, Pestepidemien und Hungersnöte === | | === Bauernkriege, Pestepidemien und Hungersnöte === |
| − | Nicht belegbar ist, ob Hintersee in Bauernkriege verwickelt war. Es gibt Aufzeichnung wonach zwar die Pflegschaft Wartenfels in den [[Bauernkriege (Überblick)|Bauernkrieg]] [[1526]] involviert war, es kommen aber keine Namen von Hinterseern vor. | + | Nicht belegbar ist, ob Hintersee in Bauernkriege verwickelt war. Es gibt Aufzeichnung wonach zwar die Pflegschaft Wartenfels in den [[Bauernkriege (Überblick)|Bauernkrieg]] [[1526]] involviert war, es kommen aber keine Namen von Hinterseern vor. |
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| − | Auch ob die Pestepidemie von [[1628]], die sich in ganz Faistenau ausbreitete, nach Hintersee überschwappte ist nicht belegbar. Durch die hart und fleißig arbeitenden Bauern waren auch Hungersnöte eine Seltenheit. In den Jahren [[1740]] - [[1744|44]] gab es aber witterungsbedingt Missernten, das Brot wurde damals aus Kleie und Sägespänen gebacken. | + | Auch ob die Pestepidemie von [[1628]], die sich in ganz Faistenau ausbreitete, nach Hintersee überschwappte ist nicht belegbar. Durch die hart und fleißig arbeitenden Bauern waren auch Hungersnöte eine Seltenheit. In den Jahren [[1740]] - [[1744|44]] gab es aber witterungsbedingt Missernten, das Brot wurde damals aus Kleie und Sägespänen gebacken. |
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| | === Kriegs- und Notzeiten === | | === Kriegs- und Notzeiten === |
| − | Als [[1914]] der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]] ausbrach mussten auch viele Hinterseer Männer einrücken. Die Meisten wurden in Oberitalien eingesetzt. Von den insgesamt 49.000 aus Salzburg mobilisierten Soldaten fielen 6.000, davon waren 11 aus Hintersee. | + | Als [[1914]] der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]] ausbrach mussten auch viele Hinterseer Männer einrücken. Die Meisten wurden in Oberitalien eingesetzt. Von den insgesamt 49.000 aus Salzburg mobilisierten Soldaten fielen 6.000, davon waren 11 aus Hintersee. |
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| − | In den letzten beiden Kriegsjahren kam es durch die verspätete Einführung von Lebensmittelkarten zu einer Hungersnot, die aber am Land durch die Bauern nicht so groß war wie in der Stadt. | + | In den letzten beiden Kriegsjahren kam es durch die verspätete Einführung von Lebensmittelkarten zu einer Hungersnot, die aber am Land durch die Bauern nicht so groß war wie in der Stadt. |
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| − | Auch in der Zwischenkriegszeit herrschte große Not, vor allem in den Jahren [[1934]] bis [[1938]]. Zu spüren bekam man besondern die hohe Arbeitslosigkeit, die immer wieder viele Menschen nach Hintersee schwemmte um Arbeit zu suchen oder zu betteln. Eine Möglichkeit Geld zu verdienen war die Tätigkeit als Holzknecht, denn Holz gab es genug. Im Februar [[1919]] riss ein Sturm 40.000 Festmeter am Boden im Bereich des Anzerbergs und Grobriedel. Zum Abtransport dieser Menge wurde eine Waldbahn gebaut, die noch einige Jahrzehnte existieren sollte. | + | Auch in der Zwischenkriegszeit herrschte große Not, vor allem in den Jahren [[1934]] bis [[1938]]. Zu spüren bekam man besondern die hohe Arbeitslosigkeit, die immer wieder viele Menschen nach Hintersee schwemmte um Arbeit zu suchen oder zu betteln. Eine Möglichkeit Geld zu verdienen war die Tätigkeit als Holzknecht, denn Holz gab es genug. Im Februar [[1919]] riss ein Sturm 40.000 Festmeter am Boden im Bereich des Anzerbergs und Grobriedel. Zum Abtransport dieser Menge wurde eine Waldbahn gebaut, die noch einige Jahrzehnte existieren sollte. |
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| | Trotz der kargen wirtschaftlichen Lage und der hohen Preise z. B. für Lebensmittel gab es damals in Hintersee drei Krämereien. | | Trotz der kargen wirtschaftlichen Lage und der hohen Preise z. B. für Lebensmittel gab es damals in Hintersee drei Krämereien. |
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| − | Am [[1. September]] [[1939]] begann der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] in dem 21 Hinterseer ihr Leben lassen musste, acht wurden als vermisst gemeldet. Im letzten Jahr des Krieges kamen Gefangene aus verschiedenen Ländern in das kleine Dorf. Sie wurde zur Holzarbeit eingesetzt. Die ab [[1944]] geflogenen Angriffe der Alliierten auf Salzburg brachten auch einen Luftkampf über dem Gebiet von Hintersee und Tiefbrunnau bei dem ein deutscher Jäger abstürzte. Er konnte allerdings gerettet werden. | + | Am [[1. September]] [[1939]] begann der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] in dem 21 Hinterseer ihr Leben lassen musste, acht wurden als vermisst gemeldet. Im letzten Jahr des Krieges kamen Gefangene aus verschiedenen Ländern in das kleine Dorf. Sie wurde zur Holzarbeit eingesetzt. Die ab [[1944]] geflogenen Angriffe der Alliierten auf Salzburg brachten auch einen Luftkampf über dem Gebiet von Hintersee und Tiefbrunnau bei dem ein deutscher Jäger abstürzte. Er konnte allerdings gerettet werden. |
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| | Am [[7. Mai]] [[1945]] erfolgte die bedingungslose Kapitulation des Deutschen Reiches. | | Am [[7. Mai]] [[1945]] erfolgte die bedingungslose Kapitulation des Deutschen Reiches. |
| | <noinclude> | | <noinclude> |
| − | | + | === Religionen === |
| − | == Die Pfarrkirche Hintersee == | + | ==== Die Pfarrkirche Hintersee ==== |
| | [[Bild:Pfarrkirche.jpg|thumb|Die Pfarrkirche von Hintersee]] | | [[Bild:Pfarrkirche.jpg|thumb|Die Pfarrkirche von Hintersee]] |
| | [[Datei:Hintersee in der Weihnachtszeit.jpg|thumb|Hintersee in der Weihnachtszeit]] | | [[Datei:Hintersee in der Weihnachtszeit.jpg|thumb|Hintersee in der Weihnachtszeit]] |
| | [[Datei:2005-06-11, Geburtstagsfeier von Loisi in Hintersee 143.jpg|thumb|Kirche innen]] | | [[Datei:2005-06-11, Geburtstagsfeier von Loisi in Hintersee 143.jpg|thumb|Kirche innen]] |
| − | Erzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] ließ [[1785]] die sehr schlicht gehaltene und mit einem kleinen Kirchhof ausgestattete Pfarrkirche von Hintersee erbauen. Sie wurde den heiligen Leonhard und Georg geweiht. Zuvor gingen die Hinterseer 150 Jahre lang jeden Sonntag nach [[Faistenau]] zum Gottesdienst, wo ab [[1632]] ein im Ort lebender Pfarrer weilte. Der wohl bekannteste Pfarrer von Hintersee war der Schöpfer des weltbekannten Weihnachtsliedes "Stille Nacht, Heilige Nacht" Joseph Mohr. Er betreute die Pfarre Hintersee 9 Jahre und war als sehr sozial eingestellter Mensch bekannt. | + | Erzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] ließ [[1785]] die sehr schlicht gehaltene und mit einem kleinen Kirchhof ausgestattete Pfarrkirche von Hintersee erbauen. Sie wurde den heiligen Leonhard und Georg geweiht. Zuvor gingen die Hinterseer 150 Jahre lang jeden Sonntag nach [[Faistenau]] zum Gottesdienst, wo ab [[1632]] ein im Ort lebender Pfarrer weilte. Der wohl bekannteste Pfarrer von Hintersee war der Schöpfer des weltbekannten Weihnachtsliedes "Stille Nacht, Heilige Nacht" Joseph Mohr. Er betreute die Pfarre Hintersee 9 Jahre und war als sehr sozial eingestellter Mensch bekannt. |
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| − | Aktueller Seelsorger ist der Dechant von Thalgau und Pfarrer von Faistenau Roman Roither. Aushilfsweise betreut Pfarrer i.R. Günther Benes die Gemeinde. | + | Aktueller Seelsorger ist der Dechant von Thalgau und Pfarrer von Faistenau Roman Roither. Aushilfsweise betreut Pfarrer i.R. Günther Benes die Gemeinde. |
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| − | Seit [[14. September]] [[2008]] gibt es in Hintersee und Faistenau einen neuen Pfarrer: Manfred Neulinger. Dechant Roither ist seit Anfang September im Ruhestand. | + | Seit [[14. September]] [[2008]] gibt es in Hintersee und Faistenau einen neuen Pfarrer: Manfred Neulinger. Dechant Roither ist seit Anfang September im Ruhestand. |
| | + | == Kultur und Sehenswürdigkeiten == |
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| − | == Joseph Mohr in Hintersee == | + | === Joseph-Mohr-Haus === |
| − | Der weltberühmte Textdichter des Weihnachtsliedes "[[Stille Nacht, Heilige Nacht]]", [[Joseph Mohr]], war über neun Jahre vom [[19. Dezember]] [[1827]] bis [[14. Februar]] [[1837]] in Hintersee als Pfarrvikar tätig.
| + | Die wichtigste kulturelle Einrichtung ist das Joseph-Mohr-Haus, das nach dem berühmten Textdichter des Liedes "Stille Nacht, heilige Nacht" benannt ist. Das 1999 eröffnete Haus entstand aus den ehemaligen Wirtschaftsgebäude des Gasthof Hintersee und beheimatet seitdem eine Dauerausstellung für Joseph Mohr und ein Puppenstubenmuseum. Zusätzlich wird es für Seminare und andere Veranstaltungen genutzt. |
| | + | |
| | + | === Bildstöcke, Wegkreuze und Kapellen === |
| | + | Über das ganze Gemeindegebiet verteilt befinden sich in Hintersee Kapellen, Bildstöcke, Wegkreuze und Materl, die entweder aus Dankbarkeit, zur Lobpreisung oder als Erinnerung an einen Toten platziert wurden. Solche Materl stehen ganz verstreut am Wegesrand, mitten im Wald oder sind auf Bäumen befestigt. Auch auf den Almen findet man des Öfteren Bildstöcke, so z. B. auch auf der Ladenbergalm, der Genneralm und der Gruberalm. |
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| − | Mohr kam damals in eine ärmliche, nur 272 Einwohner zählende Gemeinde, deren Bevölkerung von der Land-, Forst- und Jagdwirtschaft lebte. Der sehr sozial eingestellte Priester bemühte sich in erster Linie um die Schulkinder, was ihm oft Auseinandersetzungen mit dem Messnerknecht und Lehrer einbrachte. Ebenfalls engagierte er sich für kinderreiche arme Familie indem er ihnen Fleisch, das er bei Wilderern kaufte, schenkte. Mohr wurde angezeigt und kam mit dem Gesetz in Schwierigkeiten.
| + | Der bekannteste Bildstock befindet sich allerdings im Dorf beim Jodlbauer. Er wurde von der Pfarre Wien-Essling gestiftet als deren Seelsorger Günter Benes nach Hintersee ging, um dort seinen Ruhestand zu zubringen. |
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| − | Am [[15. Februar]] [[1837]] übersiedelte er nach [[Wagrain]] im [[Pongau]].
| + | Das größte und am leichtesten zugänglichste Wegkreuz befindet sich an der Südseite des Dorf auf dem Grund des Hauserbauern, von dem es auch errichtet wurde. |
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| − | === Joseph-Mohr-Haus === | + | Kapellen gibt es in Hintersee zwei. Zum einen ist dies die Weberkapelle beim Weberbauern in Lämmerbach. Sie befindet sich allerdings auf Privatgrund und ist daher nicht öffentlich zugänglich. Zum anderen gibt es die Hubertuskapelle nahe dem Satzstein im Mühlviertel. Sie wurde [[1984]] von der Jägerschaft zum Ehren des hl. Hubertus (Schutzheiliger der Jäger) erbaut und betreut. Hier findet jedes Jahr um den [[1. Oktober]] eine Hubertusmesse, das Erntedankfest der Jäger, statt. Extra zu diesen Anlass wird stets ein prachtvoller Hirsch erlegt. |
| − | Die wichtigste kulturelle Einrichtung ist das Joseph-Mohr-Haus, das nach dem berühmten Textdichter des Liedes "Stille Nacht, heilige Nacht" benannt ist. Das 1999 eröffnete Haus entstand aus den ehemaligen Wirtschaftsgebäude des Gasthof Hintersee und beheimatet seitdem eine Dauerausstellung für Joseph Mohr und ein Puppenstubenmuseum. Zusätzlich wird es für Seminare und andere Veranstaltungen genutzt.
| + | <!-- === Theater === --> |
| | + | <!-- === Museen === --> |
| | + | <!-- === Musik === --> |
| | + | <!-- z. B. Orchester, Chöre, Vereine etc. --> |
| | + | <!-- === Bauwerke === --> |
| | + | <!-- === Parks === --> |
| | + | <!-- === Naturdenkmäler === --> |
| | + | <!-- === Sport === --> |
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| | == Brauchtum == | | == Brauchtum == |
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| | Die Hinterseer Palmbuschen bestehen aus Palmzweigen, Buchs, Eibe, Kranewett, Zeder, Stechpalme und Segenbaum, die mittels einer Weidengerste zu einem Buschen gebunden und dann auf einem Haselstecken befestigt werden. Zur Verzierung verwendet man bunte Kienspäne. Die geweihten Palmbuschen werden dann am Morgen des Karfreitag noch vor Sonnenaufgang auf die Felder gesteckt, um ein fruchtbares Jahr zu erbitten. | | Die Hinterseer Palmbuschen bestehen aus Palmzweigen, Buchs, Eibe, Kranewett, Zeder, Stechpalme und Segenbaum, die mittels einer Weidengerste zu einem Buschen gebunden und dann auf einem Haselstecken befestigt werden. Zur Verzierung verwendet man bunte Kienspäne. Die geweihten Palmbuschen werden dann am Morgen des Karfreitag noch vor Sonnenaufgang auf die Felder gesteckt, um ein fruchtbares Jahr zu erbitten. |
| | | | |
| − | == Vereinsleben == | + | === Vereine === |
| | + | |
| | Das kleine Dorf zeichnet sich durch ein reges Vereinsleben aus. Die Hinterseer erweisen sich dadurch als große Bewahrer des regionalen Brauchtums, da fast jeder zweiter in zumindest einem Verein Mitglied ist. | | Das kleine Dorf zeichnet sich durch ein reges Vereinsleben aus. Die Hinterseer erweisen sich dadurch als große Bewahrer des regionalen Brauchtums, da fast jeder zweiter in zumindest einem Verein Mitglied ist. |
| | * Freiwillige Feuerwehr Hintersee | | * Freiwillige Feuerwehr Hintersee |
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| | :- Kulturverein Hintersee | | :- Kulturverein Hintersee |
| | :- Imkerverin Hintersee | | :- Imkerverin Hintersee |
| | + | <!-- === Regelmäßige Veranstaltungen === --> |
| | + | <!-- === Kulinarische Spezialitäten === --> |
| | + | == Wirtschaft und Infrastruktur == |
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| − | == Bildstöcke, Wegkreuze und Kapellen ==
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| − | Über das ganze Gemeindegebiet verteilt befinden sich in Hintersee Kapellen, Bildstöcke, Wegkreuze und Materl, die entweder aus Dankbarkeit, zur Lobpreisung oder als Erinnerung an einen Toten platziert wurden. Solche Materl stehen ganz verstreut am Wegesrand, mitten im Wald oder sind auf Bäumen befestigt. Auch auf den Almen findet man des Öfteren Bildstöcke, so z. B. auch auf der Ladenbergalm, der Genneralm und der Gruberalm.
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| − | Der bekannteste Bildstock befindet sich allerdings im Dorf beim Jodlbauer. Er wurde von der Pfarre Wien-Essling gestiftet als deren Seelsorger Günter Benes nach Hintersee ging, um dort seinen Ruhestand zu zubringen.
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| − | Das größte und am leichtesten zugänglichste Wegkreuz befindet sich an der Südseite des Dorf auf dem Grund des Hauserbauern, von dem es auch errichtet wurde.
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| − | Kapellen gibt es in Hintersee zwei. Zum einen ist dies die Weberkapelle beim Weberbauern in Lämmerbach. Sie befindet sich allerdings auf Privatgrund und ist daher nicht öffentlich zugänglich. Zum anderen gibt es die Hubertuskapelle nahe dem Satzstein im Mühlviertel. Sie wurde [[1984]] von der Jägerschaft zum Ehren des hl. Hubertus (Schutzheiliger der Jäger) erbaut und betreut. Hier findet jedes Jahr um den [[1. Oktober]] eine Hubertusmesse, das Erntedankfest der Jäger, statt. Extra zu diesen Anlass wird stets ein prachtvoller Hirsch erlegt.
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| − | == Tourismus und Wirtschaft ==
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| | Bereits in den [[1950er]] Jahren machte sich Hintersee als Sommerfrischeort einen Namen. Seit [[1977]] wird in der Region auch der Wintersport groß geschrieben, als man die Schischaukel [[Gaißau]]-Hintersee errichtet. Hintersee hatte damals den ersten Dreiersessellift von ganz Salzburg. Das kleine Schigebiet mit seinen rund 40 km Pisten erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit. | | Bereits in den [[1950er]] Jahren machte sich Hintersee als Sommerfrischeort einen Namen. Seit [[1977]] wird in der Region auch der Wintersport groß geschrieben, als man die Schischaukel [[Gaißau]]-Hintersee errichtet. Hintersee hatte damals den ersten Dreiersessellift von ganz Salzburg. Das kleine Schigebiet mit seinen rund 40 km Pisten erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit. |
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| | Einen großen Anteil an der Infrastruktur der Gemeinde hat die [[1948]] gegründete Firma Erdbewegungen Weikl. Sie baute viele Straße in Hintersee und auch in Faistenau und ist zusätzlich mit der Schneeräumung sämtlicher Haupt-, Nebenstraßen und Parkplätzen betraut. | | Einen großen Anteil an der Infrastruktur der Gemeinde hat die [[1948]] gegründete Firma Erdbewegungen Weikl. Sie baute viele Straße in Hintersee und auch in Faistenau und ist zusätzlich mit der Schneeräumung sämtlicher Haupt-, Nebenstraßen und Parkplätzen betraut. |
| | + | <!-- === Verkehr === --> |
| | + | <!-- === Ansässige Unternehmen === --> |
| | + | <!-- === Medien === --> |
| | + | <!-- === Öffentliche Einrichtungen === --> |
| | + | <!-- z. B. Behörden, Institutionen, Körperschaften etc. -- |
| | + | <!-- === Bildung === --> |
| | + | <!-- z. B. Universitäten, Fachhochschulen, Schulen etc. --> |
| | + | == Politik == |
| | + | *Bürgermeister ist seit [[2009]] [[Paul Weissenbacher]] ([[ÖVP]]), der den seit [[1994]] amtierenden Heinrich Oberascher ([[SPÖ]]) bei der [[Bürgermeisterwahlen|Bürgermeisterwahl 2009]] entthronen konnte. |
| | + | *Die Gemeindevertretung besteht aus 9 Mitgliedern: 4 ÖVP, 3 SPÖ, 2 [[FPÖ]], nachdem sie bei der [[Gemeindevertretungswahlen 2004 und 2009 (Flachgau)#Hintersee|Gemeindevertretungswahl 2009]] wieder den Einzug ins Ortsparlament schaffte. |
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| | + | ===Bürgermeister=== |
| | + | :Josef Oberascher, Forstarbeiter (SPÖ) bis 1938 |
| | + | :Sebastian Helminger, Gastwirt (NSDAP) 1938 bis 1945 |
| | + | :Matthäus Walkner, Landwirt (ÖVP) 1945 bis 1950 |
| | + | :Sebastian Helminger, Gastwirt und Autobusunternehmer (ÖVP) 1950 bis 1970 |
| | + | :Andreas Oberascher,Landwirt (ÖVP) 1970 bis 1980 |
| | + | :Eduard Ebner, Sägewerksmeister (ÖVP) 1980 bis 1994 |
| | + | :Heinrich Oberascher, Forstfacharbeiter (SPÖ) 1994 bis 2009 |
| | + | :Paul Weissenbacher (ÖVP) seit 2009 |
| | + | |
| | + | ===Vizebürgermeister=== |
| | + | :Rudolf Katholnigg, Volksschuldirektor (SPÖ) 1950 bis 1979 |
| | + | :Hugo Oberascher, Zimmermann (SPÖ) 1979 bis 1984 |
| | + | :Josef Kühleitner, Maurer (SPÖ) 1984 bis 1994 |
| | + | :Otto Oberascher, Jäger (ÖVP) 1994 bis 2008 |
| | + | :Paul Weissenbacher, Selbstständig (ÖVP) 2008 bis 2009 |
| | + | :Wolfgang Reiter, Selbstständig (SPÖ) seit 2009 |
| | + | |
| | + | == Wappen == |
| | + | [[Bild:wappen.jpg|thumb|Das Wappen von Hintersee]]Im roten Schild auf grünem Schildfußboden nebeneinander drei grüne Fichten, dahinter ein silberner (weißer) See. |
| | + | |
| | + | Verleihung: [[2. Oktober]] [[1981]] |
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| | + | Der Legende nach standen früher im Ortszentrum, welches ''Feichten'' genannt wurde, drei mächtige Fichten (im Volksmund "Feichten"). Auf diesem Platz, so heißt es weiter, wurde später die Pfarrkirche errichtet. Der heutige Name Hintersee entstand erst im frühen [[19. Jahrhundert]], wobei der See im Namen auf das Dorf hinter dem See hinweisen soll. |
| | + | <!-- === Städtepartnerschaften === --> |
| | + | == Persönlichkeiten == |
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| | + | === Joseph Mohr in Hintersee === |
| | + | Der weltberühmte Textdichter des Weihnachtsliedes "[[Stille Nacht, Heilige Nacht]]", [[Joseph Mohr]], war über neun Jahre vom [[19. Dezember]] [[1827]] bis [[14. Februar]] [[1837]] in Hintersee als Pfarrvikar tätig. |
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| | + | Mohr kam damals in eine ärmliche, nur 272 Einwohner zählende Gemeinde, deren Bevölkerung von der Land-, Forst- und Jagdwirtschaft lebte. Der sehr sozial eingestellte Priester bemühte sich in erster Linie um die Schulkinder, was ihm oft Auseinandersetzungen mit dem Messnerknecht und Lehrer einbrachte. Ebenfalls engagierte er sich für kinderreiche arme Familie indem er ihnen Fleisch, das er bei Wilderern kaufte, schenkte. Mohr wurde angezeigt und kam mit dem Gesetz in Schwierigkeiten. |
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| | + | Am [[15. Februar]] [[1837]] übersiedelte er nach [[Wagrain]] im [[Pongau]]. |
| | + | <!-- === Ehrenbürger === --> |
| | + | <!-- === Söhne und Töchter der Stadt === --> |
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