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'''Schrempf''' ist ein alter Salzburger [[Familienname]] und der Name eines alten österreichischen wappenführenden [[Salzburger Adel|Adel]]s-, Patrizier-, [[Gewerke]]n-,  Hammerherren und Salzherrengeschlechts.  
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Der Name'''Schrempf''' ist ein alter Salzburger [[Familienname]] und der Name eines alten österreichischen wappenführenden [[Salzburger Adel|Adel]]s-, Patrizier-, [[Gewerke]]n-,  Hammerherren und Salzherrengeschlechts.  
    
== Einleitung ==
 
== Einleitung ==
Die Schrempf gehören bis heute zu den großen und einflussreichen Geschlechtern des [[Ennstal]]es, des [[Salzkammergut]]es und des <span style="color:green">Ausseerlandes</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Ausseerland]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref>.
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Die Schrempfen gehören bis heute zu den großen und einflussreichen Geschlechtern des [[Ennstal]]es, des [[Salzkammergut]]es und des <span style="color:green">Ausseerlandes</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Ausseerland]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref>.
    
==Herleitung des Namens==
 
==Herleitung des Namens==
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[[Datei: Heinrich_Schrempf_Abt.jpg|thumb|Abt Heinrich III. v. Schrempf, Stift Fiecht Georgenberg]]
 
[[Datei: Heinrich_Schrempf_Abt.jpg|thumb|Abt Heinrich III. v. Schrempf, Stift Fiecht Georgenberg]]
 
[[Datei: Franz_Schrempf.jpg|thumb|Prof. Franz v. Schrempf, Selbstportrait]]
 
[[Datei: Franz_Schrempf.jpg|thumb|Prof. Franz v. Schrempf, Selbstportrait]]
Erste Dokumentation des Geschlechtes der Schrempf kann 1312 in [[Tirol]] nachgewiesen werden. Die Schrempf sind ein bedeutendes [[Gewerke]]<nowiki>ngeschlecht</nowiki> in Schwaz und Hall. Konrad v. Schrempf war Salzmeier. Er war verheiratet mit Margreth von Eben.<ref>siehe die Herren von Eben [[http://www.pisch.at/Ernst/wissen/Dorfbuch/node45.html]</ref> Virgil Raber hat deren Wappen in seinem Wappenbuch erfasst. Fortan stellten sie auch Ratsherren in der Stadt Hall. Im [[14. Jahrhundert]] sind die Schrempf in der Bruderschaft St. Christoph am Arlberg erwähnt. Vigil Raber<ref>siehe [[https://heraldik-wiki.de/wiki/Vigil_Raber Vigil Raber]</ref> hatte deren Wappen in seinem Wappenbuch erfasst.<ref>Susanne Siebert [https://web.archive.org/web/20070609084744/ web.archive.org] und [http://www.bautz.de/bbkl/r/raber_v.shtml www.bautz.de], Band 7 S. 1173–1175, Raber, Vigil</ref> Stephan von Mayerhofen<ref>[https://heraldik-wiki.de/wiki/Stephan_von_Mayrhofen Stephan von Mayerhofen] und ''Österreichisches Biographisches Lexikon'': 1815–1950: [http://www.biographien.ac.at/oebl_6/11.pdf www.biographien.ac.at/oebl_6/11.pdf] Mayrhofen zu Koburg und Anger, Stephan von (1751–1848)]. Bd. 6 (Lfg. 26, 1973). S. 11</ref> erwähnt einige Details in seiner "Genealogie des Tiroler Adels".<ref>[http://hw.oeaw.ac.at/oebl/oebl_M/Maierhofen-Koburg-Anger_Stephan_1751_1848.xml Stephan von Mayrhofen]</ref>.  
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Erste Dokumentation des Geschlechtes der Schrempfen kann 1312 in [[Tirol]] nachgewiesen werden. Die Schrempfen sind ein bedeutendes [[Gewerke]]<nowiki>ngeschlecht</nowiki> in Schwaz und Hall. Konrad v. Schrempf war Salzmeier. Er war verheiratet mit Margreth von Eben.<ref>siehe die Herren von Eben [[http://www.pisch.at/Ernst/wissen/Dorfbuch/node45.html]</ref> Virgil Raber hat deren Wappen in seinem Wappenbuch erfasst. Fortan stellten sie auch Ratsherren in der Stadt Hall. Im [[14. Jahrhundert]] sind die Schrempf in der Bruderschaft St. Christoph am Arlberg erwähnt. Vigil Raber<ref>siehe [[https://heraldik-wiki.de/wiki/Vigil_Raber Vigil Raber]</ref> hatte deren Wappen in seinem Wappenbuch erfasst.<ref>Susanne Siebert [https://web.archive.org/web/20070609084744/ web.archive.org] und [http://www.bautz.de/bbkl/r/raber_v.shtml www.bautz.de], Band 7 S. 1173–1175, Raber, Vigil</ref> Stephan von Mayerhofen<ref>[https://heraldik-wiki.de/wiki/Stephan_von_Mayrhofen Stephan von Mayerhofen] und ''Österreichisches Biographisches Lexikon'': 1815–1950: [http://www.biographien.ac.at/oebl_6/11.pdf www.biographien.ac.at/oebl_6/11.pdf] Mayrhofen zu Koburg und Anger, Stephan von (1751–1848)]. Bd. 6 (Lfg. 26, 1973). S. 11</ref> erwähnt einige Details in seiner "Genealogie des Tiroler Adels".<ref>[http://hw.oeaw.ac.at/oebl/oebl_M/Maierhofen-Koburg-Anger_Stephan_1751_1848.xml Stephan von Mayrhofen]</ref>.  
    
* ca. 1310: Albertus de Schrempf, Bürger, Hall, Innthal: „''(..) item Albertus dictus Schrempf cuius in Hall seruit de curia in Háusrern vrnas viij et sunt dominorum (..)''“<ref>Urbar des Domcapitels zu Freising betreffs seiner Güter in Niederösterreich und in Tirol. (ca. 1310). Zitiert nach: Kaiserl. Akademie der Wissenschaften in Wien. Historische Kommission; Österreichische Akademie der Wissenschaften. Historische Kommission: Fontes rerum Austriacarum: Österreichische Geschichtsquellen. Zweite Abtheilung, Diplomataria et acta. Diplomataria et acta. Zweite Abtheilung. Teil 2. Bände 36-37. S. 43</ref>
 
* ca. 1310: Albertus de Schrempf, Bürger, Hall, Innthal: „''(..) item Albertus dictus Schrempf cuius in Hall seruit de curia in Háusrern vrnas viij et sunt dominorum (..)''“<ref>Urbar des Domcapitels zu Freising betreffs seiner Güter in Niederösterreich und in Tirol. (ca. 1310). Zitiert nach: Kaiserl. Akademie der Wissenschaften in Wien. Historische Kommission; Österreichische Akademie der Wissenschaften. Historische Kommission: Fontes rerum Austriacarum: Österreichische Geschichtsquellen. Zweite Abtheilung, Diplomataria et acta. Diplomataria et acta. Zweite Abtheilung. Teil 2. Bände 36-37. S. 43</ref>
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Nach ihnen ist die Schrempfgasse in Bad Goisern am [[Hallstätter See]] benannt.<ref> Schrempfgasse, Bad Goisern am Hallstättersee, [http://www.bad-goisern.ooe.gv.at/gemeindeamt/download/Dezember_2005.pdf Nr. 4/2005, S.&nbsp;10&nbsp;f.]</ref> Ein Nachkomme war der Kunstmaler Prof. Franz Schrempf<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Schrempf Franz Schrempf]</ref>
 
Nach ihnen ist die Schrempfgasse in Bad Goisern am [[Hallstätter See]] benannt.<ref> Schrempfgasse, Bad Goisern am Hallstättersee, [http://www.bad-goisern.ooe.gv.at/gemeindeamt/download/Dezember_2005.pdf Nr. 4/2005, S.&nbsp;10&nbsp;f.]</ref> Ein Nachkomme war der Kunstmaler Prof. Franz Schrempf<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Schrempf Franz Schrempf]</ref>
 
   
 
   
==Die Schrempf in Salzburg==
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==Die Schrempfen in Salzburg==
 
Während [[Karl Finsterwalder]] in dem Standardwerk ''Tiroler Familiennamenkunde'' den Familiennamen ''Schrempf'' gar nicht anführt, ist der Name beispielsweise im [[Pinzgau]] bis in die Gegenwart lebendig und gut bekannt und wird auch von [[Leopold Ziller (St. Gilgen)|Leopold Ziller]] in seiner Abhandlung ''Die Salzburger Familiennamen'' ausführlich behandelt.
 
Während [[Karl Finsterwalder]] in dem Standardwerk ''Tiroler Familiennamenkunde'' den Familiennamen ''Schrempf'' gar nicht anführt, ist der Name beispielsweise im [[Pinzgau]] bis in die Gegenwart lebendig und gut bekannt und wird auch von [[Leopold Ziller (St. Gilgen)|Leopold Ziller]] in seiner Abhandlung ''Die Salzburger Familiennamen'' ausführlich behandelt.
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Laut Ziller ist Schrempf ein alter [[Salzburger Familiennamen|Salzburger Familienname]], der bereits gegen Ende des [[15. Jahrhundert]]s in den [[Inner Gebirg|Gebirgsgauen]] vorkommt. [[1496]] ''Balthasar Schrempf'' in [[Kaprun]], Gutsnamen in [[Unken]] und [[Niedernsill]], wo ca. [[1550]] ein  Schrempf einheiratet. [[1606]] kommt ebenfalls in Niedernsill ein ''Paulus Schrempf'' vor, [[1606]] ein ''Christoph Schrempf'', Bader in [[Uttendorf]]. [[1496]] wird ein Schrempfgut zu Unken genannt, [[1608]] ist ein Hanns Schrempf Bergrichter und [[Bürger der Stadt Salzburg]].  
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Laut Ziller ist der Name Schrempf ein alter [[Salzburger Familiennamen|Salzburger Familienname]], der bereits gegen Ende des [[15. Jahrhundert]]s in den [[Inner Gebirg|Gebirgsgauen]] vorkommt. [[1496]] ''Balthasar Schrempf'' in [[Kaprun]], Gutsnamen in [[Unken]] und [[Niedernsill]], wo ca. [[1550]] ein  Schrempf einheiratet. [[1606]] kommt ebenfalls in Niedernsill ein ''Paulus Schrempf'' vor, [[1606]] ein ''Christoph Schrempf'', Bader in [[Uttendorf]]. [[1496]] wird ein Schrempfgut zu Unken genannt, [[1608]] ist ein Hanns Schrempf Bergrichter und [[Bürger der Stadt Salzburg]].  
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==Die Schrempf gen. Friedberg im Salzkammergut ==
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==Die Schrempfen gen. Friedberg im Salzkammergut ==
 
Die Schrempf gen. Friedberg sind Ende des 15. Jahrhunderts ("Ischler- Linie gen. Friedberg") der Schrempf in [[Bad Ischl]] und [[Hallstatt]] als Gewerken, Salzherren, Hammerherren und [[Salzfertiger]] tätig. Die Schrempf sind mit denen in Hall und mit den Schrampf in Steyr verwandt. Die Schrempfgasse in Bad Goisern am Hallstätter See wurde nach ihnen benannt, sie besaßen hier drei Häuser. ''S. röm. Kais. Majestät Salzfertiger und Ratsherr Martin I. Schrempf'' wurde vermutlich um 1542 Bürger von Ischl. Er konnte seinen Stand und sein Vermögen entsprechend erweitern. Ihm und seiner Familie, sowie deren Nachkommen wurde am [[14. Dezember]] [[1567]] Wappen samt Lehenartikel verliehen und [[1574]] die Adelsfreiheit samt Nobilitierung und Wappenbesserung erteilt.<ref>AT-OeStA/FHKA SUS Fam.A. S-279: Internet: [http://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=1980276 Schrempf, Martin. Akt. 12.04.1568–1574], abgerufen: 11. Jänner 2014, S-279</ref>  Frank<ref>Frank, Karl Friedrich von: ''Standeserhebungen und Gnadenakte für das Deutsche Reich und die Österreichischen Erblande bis 1806 sowie kaiserlich österreichische bis 1823 mit einigen Nachträgen zum "Alt-Österreichischen Adels-Lexikon" 1823–1918.'' 1.–5. Band. [Sowie]: ''Alt-Österreichisches Adels-Lexikon''. Verfasst und herausgegeben von Karl Friedrich von Frank zu Döfering. I. Band (1823–1918).</ref> schreibt im Zusammenhang: Schrempf[f], Martin, Schreiber zu Hallstatt, Lienhard, Georg, Wolfgang, Mathias, Hans, Brüder, Christoph, Thomas, Colman, Wilhelm, Vettern, Wappen m. Lehenart., Wien 14. XII. 1567.
 
Die Schrempf gen. Friedberg sind Ende des 15. Jahrhunderts ("Ischler- Linie gen. Friedberg") der Schrempf in [[Bad Ischl]] und [[Hallstatt]] als Gewerken, Salzherren, Hammerherren und [[Salzfertiger]] tätig. Die Schrempf sind mit denen in Hall und mit den Schrampf in Steyr verwandt. Die Schrempfgasse in Bad Goisern am Hallstätter See wurde nach ihnen benannt, sie besaßen hier drei Häuser. ''S. röm. Kais. Majestät Salzfertiger und Ratsherr Martin I. Schrempf'' wurde vermutlich um 1542 Bürger von Ischl. Er konnte seinen Stand und sein Vermögen entsprechend erweitern. Ihm und seiner Familie, sowie deren Nachkommen wurde am [[14. Dezember]] [[1567]] Wappen samt Lehenartikel verliehen und [[1574]] die Adelsfreiheit samt Nobilitierung und Wappenbesserung erteilt.<ref>AT-OeStA/FHKA SUS Fam.A. S-279: Internet: [http://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=1980276 Schrempf, Martin. Akt. 12.04.1568–1574], abgerufen: 11. Jänner 2014, S-279</ref>  Frank<ref>Frank, Karl Friedrich von: ''Standeserhebungen und Gnadenakte für das Deutsche Reich und die Österreichischen Erblande bis 1806 sowie kaiserlich österreichische bis 1823 mit einigen Nachträgen zum "Alt-Österreichischen Adels-Lexikon" 1823–1918.'' 1.–5. Band. [Sowie]: ''Alt-Österreichisches Adels-Lexikon''. Verfasst und herausgegeben von Karl Friedrich von Frank zu Döfering. I. Band (1823–1918).</ref> schreibt im Zusammenhang: Schrempf[f], Martin, Schreiber zu Hallstatt, Lienhard, Georg, Wolfgang, Mathias, Hans, Brüder, Christoph, Thomas, Colman, Wilhelm, Vettern, Wappen m. Lehenart., Wien 14. XII. 1567.
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1588 besitzen die Schrempfen das Schrempfische BLechhammerwerk zu Goisern.
    
Um 1599 war Martin II. v. Schrempf Verweser des kaiserlichen Salzamtes in Ischl. Die wenigen Nachkommen dieser Linie leben heute in [[Wien]].
 
Um 1599 war Martin II. v. Schrempf Verweser des kaiserlichen Salzamtes in Ischl. Die wenigen Nachkommen dieser Linie leben heute in [[Wien]].
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