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| | Hermann Göring wuchs auf den Burgen Vestenstein (Bayern) und auf [[Burg Mauterndorf]] auf, die dem Arzt Dr. [[Hermann von Epenstein]], einem engen Freund der Familie und Patenonkel der Kinder, gehörten. Nach dem Tod Dr. von Epensteins (1934) setzte Frau Epenstein Hermann Göring als Erben der Burg ein.<ref>Artikel [[Burg Mauterndorf]]</ref> | | Hermann Göring wuchs auf den Burgen Vestenstein (Bayern) und auf [[Burg Mauterndorf]] auf, die dem Arzt Dr. [[Hermann von Epenstein]], einem engen Freund der Familie und Patenonkel der Kinder, gehörten. Nach dem Tod Dr. von Epensteins (1934) setzte Frau Epenstein Hermann Göring als Erben der Burg ein.<ref>Artikel [[Burg Mauterndorf]]</ref> |
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| − | === Laufbahn=== | + | === Laufbahn === |
| − | Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] ein gefeierter Kampfflieger, begann er 1921 in München ein Studium der Geschichte, Volkswirtschaft und Staatswissenschaften. Hier machte er 1922 die Bekanntschaft des [[NSDAP]]-Führers [[Adolf Hitler]], an dessen Seite er zu einem der wichtigsten Funktionäre der Partei und in der Folge des zum zweiten Mann des „Dritten Reiches“ aufstieg (1928 Reichstagsabgeordneter, 1932 Reichstagspräsident, 1933 Reichsminister, 1940 Stellvertreter des Führers u. a.). Er spielte er bei der Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur (1933) und der Herbeiführung des [[Anschluss|Anschlusses Österreichs an das Deutsche Reich]] ([[1938]]) eine wichtige Rolle. | + | Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] ein gefeierter Kampfflieger, begann er 1921 in München ein Studium der Geschichte, Volkswirtschaft und Staatswissenschaften. Hier machte er 1922 die Bekanntschaft des [[NSDAP]]-Führers [[Adolf Hitler]], an dessen Seite er zu einem der wichtigsten Funktionäre der Partei und in der Folge des zum zweiten Mann des „Dritten Reiches“ aufstieg (1928 Reichstagsabgeordneter, 1932 Reichstagspräsident, 1933 Reichsminister, 1940 Stellvertreter des Führers u. a.). Er spielte bei der Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur (1933) und der Herbeiführung des [[Anschluss|Anschlusses Österreichs an das Deutsche Reich]] ([[1938]]) eine wichtige Rolle. |
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| | Die Aufgaben Görings, der auch ''Beauftragter für den Vierjahresplan'' war, brachten es mit sich, dass er am [[16. Mai]] [[1938]] den erste Spatenstich für die Errichtung der [[Tauernkraftwerke Kaprun]] ausführte.<ref>Artikel [[Tauernkraftwerke Kaprun]]</ref> | | Die Aufgaben Görings, der auch ''Beauftragter für den Vierjahresplan'' war, brachten es mit sich, dass er am [[16. Mai]] [[1938]] den erste Spatenstich für die Errichtung der [[Tauernkraftwerke Kaprun]] ausführte.<ref>Artikel [[Tauernkraftwerke Kaprun]]</ref> |
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| | Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]s enttäuschte Göring als Oberkommandierender der Luftwaffe und verlor an Einfluss, sodass er sich mehr seinen privaten Interessen (z. B. Sammlung von Raubkunst, [[Jagd]]) und einem luxuriösen Leben widmete. | | Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]s enttäuschte Göring als Oberkommandierender der Luftwaffe und verlor an Einfluss, sodass er sich mehr seinen privaten Interessen (z. B. Sammlung von Raubkunst, [[Jagd]]) und einem luxuriösen Leben widmete. |
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| − | Als in den letzten Tagen des Dritten Reiches die Reichshauptstadt Berlin und damit auch Hitler von der sowjetischen Armee eingekesselt war, versuchte Göring, der sich rechtzeitig nach [[Berchtesgaden]] abgesetzt hatte, gemäß der im Jahr 1941 getroffenen Verfügung Hitlers dessen Nachfolge zu übernehmen; er wurde jedoch auf Hitlers Befehl verhaftet und erst nach Hitlers Selbstmord wieder freigelassen. So machte er sich am 7. Mai 1945 auf den Weg zur Burg Mauterndorf, der „Burg seiner Jugend“; aus Sorge vor den nahenden sowjetischen Streitkräften entschied er sich jedoch schließlich für [[Schloss Fischhorn]] im [[Pinzgau]], um sich hier in die Hände der [[Rainbow Division|7. US-Armee]] zu begeben. Am [[9. Mai]] gab Göring im Hauptquartier der 7. US-Armee in Kitzbühel eine Pressekonferenz für die internationale Presse.[77] Dabei sprach er u. a. über Hitler, die Luftangriffe auf England und äußerte die Ansicht, dass er den Krieg als Fußballspiel betrachte, an dessen Ende sich die Gegner die Hände geben würden | + | Als in den letzten Tagen des Dritten Reiches die Reichshauptstadt Berlin und damit auch Hitler von der sowjetischen Armee eingekesselt war, versuchte Göring, der sich rechtzeitig nach [[Berchtesgaden]] abgesetzt hatte, gemäß der im Jahr 1941 getroffenen Verfügung Hitlers dessen Nachfolge zu übernehmen; er wurde jedoch auf Hitlers Befehl verhaftet und erst nach Hitlers Selbstmord wieder freigelassen. So machte er sich am 7. Mai 1945 auf den Weg zur Burg Mauterndorf, der „Burg seiner Jugend“; aus Sorge vor den nahenden sowjetischen Streitkräften entschied er sich jedoch schließlich für [[Schloss Fischhorn]] im [[Pinzgau]], um sich hier in die Hände der [[Rainbow Division|7. US-Armee]] zu begeben. Am [[9. Mai]] gab Göring im Hauptquartier der 7. US-Armee in Kitzbühel eine Pressekonferenz für die internationale Presse. Dabei sprach er u. a. über Hitler, die Luftangriffe auf England und äußerte die Ansicht, dass er den Krieg als Fußballspiel betrachte, an dessen Ende sich die Gegner die Hände geben würden |
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| | In der Folge wurde er im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher zum Tode verurteilt und nahm sich vor der Hinrichtung das Leben. | | In der Folge wurde er im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher zum Tode verurteilt und nahm sich vor der Hinrichtung das Leben. |