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| | Nach der Europameisterschaft in Portugal begann Kurt Neumayr professionell zu trainieren. Er trainierte an fünf oder sechs Tagen in der Woche nach folgenden Methoden: | | Nach der Europameisterschaft in Portugal begann Kurt Neumayr professionell zu trainieren. Er trainierte an fünf oder sechs Tagen in der Woche nach folgenden Methoden: |
| | =====Schusstraining===== | | =====Schusstraining===== |
| − | blind Schießen, | + | * blind Schießen, |
| − | Schießen auf Trainingsanlage bei m eigenen Haus, wo er „alles erarbeitet“, | + | * Schießen auf Trainingsanlage bei m eigenen Haus, wo er „alles erarbeitet“, |
| − | auf dem Parcours – Erarbeitetes überprüfen und verfeinern, | + | * auf dem Parcours – Erarbeitetes überprüfen und verfeinern, |
| − | im Winter Hallentraining. | + | * im Winter Hallentraining. |
| | =====Konditionstraining===== | | =====Konditionstraining===== |
| − | Auf körperliche Grundausdauer hinarbeiten, d.h. neben den Parcoursgängen mindestens vier bis fünf Mal die Woche eine halbe bis eine dreiviertel Stunde flottes Gehen, auch bergauf, was im Alltag fitter macht und bei den Turnieren, wo sich viele Bewerbe auf den letzten fünf Scheiben entscheiden, die Konzentration erhöht. Schusstechnik, Fitness, Konzentration und gute Nerven sieht Kurt Neumayr als erfolgsentscheidend an. In Stuhlfelden gelang ihm dann der entscheidende Erfolg: am ersten von vier Bewerbstagen wurde er Gesamtzweiter, ab dem zweiten Tag stellte sich eine neue Erfahrung ein, nämlich die des Gejagten. An allen vier Tagen erreicht Kurt Neumayr nicht den Tageshöchstscore, gewinnt aber am Ende souverän den Bewerb und wird in der extrem zahlreich und qualitativ gut besetzten Herren-Langbogen-Klasse Europameister 2010. | + | Auf körperliche Grundausdauer hinarbeiten, d.h. neben den Parcoursgängen mindestens vier bis fünf Mal die Woche eine halbe bis eine dreiviertel Stunde flottes Gehen, auch bergauf, was im Alltag fitter macht und bei den Turnieren, wo sich viele Bewerbe auf den letzten fünf Scheiben entscheiden, die Konzentration erhöht. Schusstechnik, Fitness, Konzentration und gute Nerven sieht Kurt Neumayr als erfolgsentscheidend an. In Stuhlfelden gelang ihm dann der entscheidende Erfolg: am ersten von vier Bewerbstagen wurde er Gesamtzweiter, ab dem zweiten Tag stellte sich eine neue Erfahrung ein, nämlich die des Gejagten. An allen vier Tagen erreicht Kurt Neumayr nicht den Tageshöchstscore, gewinnt aber am Ende souverän den Bewerb und wird in der extrem zahlreich und qualitativ gut besetzten Herren-Langbogen-Klasse Europameister 2010. |
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| | ==“Bogenvirus“== | | ==“Bogenvirus“== |
| | Kurt Neumayr ist dem Bogenvirus erlegen, wie er selbst sagt. Er leistet zeitaufwendige Vereinsarbeit, leitet seit 2002 den mit ca. 280 Mitgliedern mittlerweile größten traditionellen Bogensportverein Österreichs, trainiert regelmäßig Technik und Kondition, nimmt an Wettkämpfen teil und seit einiger Zeit beschäftigt er sich gemeinsam mit einem Vereinskollegen auch mit dem Bogenbau. Er ist stolz darauf, dass er mit einem Bogen, an dessen Entstehung er maßgeblich mitgearbeitet hat, Spitzenleistungen erreichen kann. Er meint, dass der Bogensport eine gewisse Demut erfordert. „Es gibt keinen einfachen Schuss. Wenn man glaubt das Ziel treffen zu müssen, ist es schon vorbei! Es gibt Tage, an denen es nicht richtig läuft. Die Kunst ist, Motivation und Spaß zu erhalten.“ | | Kurt Neumayr ist dem Bogenvirus erlegen, wie er selbst sagt. Er leistet zeitaufwendige Vereinsarbeit, leitet seit 2002 den mit ca. 280 Mitgliedern mittlerweile größten traditionellen Bogensportverein Österreichs, trainiert regelmäßig Technik und Kondition, nimmt an Wettkämpfen teil und seit einiger Zeit beschäftigt er sich gemeinsam mit einem Vereinskollegen auch mit dem Bogenbau. Er ist stolz darauf, dass er mit einem Bogen, an dessen Entstehung er maßgeblich mitgearbeitet hat, Spitzenleistungen erreichen kann. Er meint, dass der Bogensport eine gewisse Demut erfordert. „Es gibt keinen einfachen Schuss. Wenn man glaubt das Ziel treffen zu müssen, ist es schon vorbei! Es gibt Tage, an denen es nicht richtig läuft. Die Kunst ist, Motivation und Spaß zu erhalten.“ |