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| | Am Alpenhauptkamm und in den Tälern kann Föhn Windgeschwindigkeiten von mehr 100 km/h erreichen. Derart starker Winddruck kann im Wald und an Gebäuden schwere Schäden auslösen. | | Am Alpenhauptkamm und in den Tälern kann Föhn Windgeschwindigkeiten von mehr 100 km/h erreichen. Derart starker Winddruck kann im Wald und an Gebäuden schwere Schäden auslösen. |
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| − | Ein Föhnsturm knickte Anfang Dezember [[2009]] beim [[Gaferlgut]] in [[Bruck an der Großglocknerstraße]] eine mächtige [[Linde]]. Diese wurde wahrscheinlich schon [[1526]] gepflanzt. | + | Ein [[#Föhnsturm|Föhnsturm]] knickte Anfang Dezember [[2009]] beim [[Gaferlgut]] in [[Bruck an der Großglocknerstraße]] eine mächtige [[Linde]]. Diese wurde wahrscheinlich schon [[1526]] gepflanzt. |
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| | Die Föhnstürme im Winter [[2013]]–[[2014]] haben mehrfach zu Schließungen der Liftanlagen in Salzburger Skigebieten geführt. Die [[Gletscherbahnen Kaprun AG|Gletscherbahnen Kaprun]] mussten ihre Anlagen an drei Tagen komplett sperren. Ein besonders stürmischer Tag mit Windspitzen bis zu 200 km/h auf 3 000 [[m ü. A.]] war der [[26. Dezember]] 2013. Für die [[Schmittenhöhe]] in [[Zell am See]] war ebenfalls der 26. Dezember ein Ausnahmetag. Im unteren Bereich wehte der Wind sehr heftig mit Sturmspitzen bei 120 km/h. Es waren etwas weniger als die Hälfte der 26 Lifte in Betrieb. Im Skigebiet von [[Obertauern]] wurden wie in Kaprun drei heftige Sturmtage registriert, mit Spitzen bis zu 120 km/h auf rund 2 000 m ü. A.. Da aber die Lifte in verschiedene Richtungen angeordnet seien, mussten bei starkem Wind nicht alle Lifte gesperrt werden. An einem stürmischen Tag waren beispielsweise immer noch 14 der 26 Anlagen in Betrieb gewesen. Im [[Gasteinertal]] wurden ebenfalls am 26. Dezember am [[Stubnerkogel]] Windgeschwindigkeiten mit bis zu 204 km/h registriert. | | Die Föhnstürme im Winter [[2013]]–[[2014]] haben mehrfach zu Schließungen der Liftanlagen in Salzburger Skigebieten geführt. Die [[Gletscherbahnen Kaprun AG|Gletscherbahnen Kaprun]] mussten ihre Anlagen an drei Tagen komplett sperren. Ein besonders stürmischer Tag mit Windspitzen bis zu 200 km/h auf 3 000 [[m ü. A.]] war der [[26. Dezember]] 2013. Für die [[Schmittenhöhe]] in [[Zell am See]] war ebenfalls der 26. Dezember ein Ausnahmetag. Im unteren Bereich wehte der Wind sehr heftig mit Sturmspitzen bei 120 km/h. Es waren etwas weniger als die Hälfte der 26 Lifte in Betrieb. Im Skigebiet von [[Obertauern]] wurden wie in Kaprun drei heftige Sturmtage registriert, mit Spitzen bis zu 120 km/h auf rund 2 000 m ü. A.. Da aber die Lifte in verschiedene Richtungen angeordnet seien, mussten bei starkem Wind nicht alle Lifte gesperrt werden. An einem stürmischen Tag waren beispielsweise immer noch 14 der 26 Anlagen in Betrieb gewesen. Im [[Gasteinertal]] wurden ebenfalls am 26. Dezember am [[Stubnerkogel]] Windgeschwindigkeiten mit bis zu 204 km/h registriert. |
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| | Ein Föhnsturm, der am Abend des [[29. Oktober]] [[2018]] einsetzte, brachte am [[30. Oktober]] in der Früh die stärksten Böen im Stadtgebiet von [[Salzburg]] mit 89 km/h an der Messstelle am [[Flughafen Salzburg]], auf der [[Festung Hohensalzburg]] wurden Teile des Daches des [[Großes Zeughaus (Festung Hohensalzburg)|Zeughauses]] abgedeckt; die Festung wurde vorübergehend gesperrt und der Betrieb der [[Festungsbahn]] eingestellt; ebenso waren der [[Kapuzinerberg|Kapuziner]]-, der [[Mönchsberg]] und alle Parks in der [[Stadt Salzburg]] gesperrt worden;<ref>Quelle [https://www.sn.at/salzburg/chronik/foehnsturm-wuetet-ueber-salzburg-rund-100-einsaetze-festung-gesperrt-59558005 www.sn.at/salzburg/chronik/foehnsturm-]</ref> | | Ein Föhnsturm, der am Abend des [[29. Oktober]] [[2018]] einsetzte, brachte am [[30. Oktober]] in der Früh die stärksten Böen im Stadtgebiet von [[Salzburg]] mit 89 km/h an der Messstelle am [[Flughafen Salzburg]], auf der [[Festung Hohensalzburg]] wurden Teile des Daches des [[Großes Zeughaus (Festung Hohensalzburg)|Zeughauses]] abgedeckt; die Festung wurde vorübergehend gesperrt und der Betrieb der [[Festungsbahn]] eingestellt; ebenso waren der [[Kapuzinerberg|Kapuziner]]-, der [[Mönchsberg]] und alle Parks in der [[Stadt Salzburg]] gesperrt worden;<ref>Quelle [https://www.sn.at/salzburg/chronik/foehnsturm-wuetet-ueber-salzburg-rund-100-einsaetze-festung-gesperrt-59558005 www.sn.at/salzburg/chronik/foehnsturm-]</ref> |
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| | + | Der Föhnsturm hatte am Freitag, den [[2. Oktober]] [[2020]] auf einigen Bergen wie erwartet Orkanstärke erreicht. An den ZAMG-Wetterstationen Patscherkofel (Tirol, 2 251 m ü. A.) und [[Rudolfshütte]] (Salzburg, 2 317 m ü. A.) wurden in der Nacht auf Samstag Windspitzen bis 160 km/h gemessen, berichtete die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. In tiefen Lagen wurden in Innsbruck, [[Bad Gastein]] und [[Abtenau]] Spitzen zwischen 90 und 100 km/h festgestellt, in der Stadt Salzburg, in [[Golling an der Salzach]], [[Saalbach-Hinterglemm]] und Schröcken 70 bis 80 km/h. |
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| | === Außergewöhnliche Temperaturen === | | === Außergewöhnliche Temperaturen === |