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[[1912]] übersiedelte das Erzbischöfliche Privatgymnasium Borromäum nach Salzburg-[[Parsch]]. In der Folge diente das Gebäude vorübergehend als Wohnhaus, im alten Turnsaal des Borromäums war zudem ab [[1913]] das neu gegründete [[Salzburger Marionettentheater|Marionettentheater]] untergebracht.  
 
[[1912]] übersiedelte das Erzbischöfliche Privatgymnasium Borromäum nach Salzburg-[[Parsch]]. In der Folge diente das Gebäude vorübergehend als Wohnhaus, im alten Turnsaal des Borromäums war zudem ab [[1913]] das neu gegründete [[Salzburger Marionettentheater|Marionettentheater]] untergebracht.  
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In den Jahren nach [[1960]] war die Unterbringung der [[Hochschule Mozarteum]] im Gespräch, wobei zuerst auch ein größerer Teil des [[Mirabellgarten]]s mit verbaut werden sollte. Architekten, die einen Neubau durchsetzen wollten, und Denkmalschützer prallten in der Folge samt ihren jeweiligen Anhängern aufeinander. Auf behördliche Anordnung wurden darauf zuerst alte Gebäudeteile um den Innenhof abgerissen, angeblich zur Besserung der „Ratten- und Sandlerplage“. Der alte Palast (Altes Boromäum) wurde damals wiederholt als Schandfleck (!) bezeichnet. [[1974]] wurde dann bekannt, dass im Zuge des Umbaus zur Musikhochschule nur die Fassade zur Dreifaltigkeitsgasse erhalten bleiben sollte. Eine Bürgerinitiative konnte nur noch eine geringfügige Reduktion der Baumasse erreichen. Der alte geschlossene Innenhof des Palastes ging dabei vollständig verloren. Nur die Außenwände blieben beim Umbau erhalten, an der Fassade zur Dreifaltigkeitsgasse vor allem auch die beiden [[Renaissance]]-Portale mit den [[Wappen der Grafen Lodron|Lodronschen Wappen]], eines davon mit aufgesetztem [[Marmor]]<nowiki>balkon</nowiki>. Gegen heftigen Widerstand abgerissen wurde überdies die sehenswerte byzantinische [[Borromäuskirche]] von [[Georg Pezolt]], die die Professoren der Mozarteums gerne als Konzertraum genutzt sehen wollten.
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In den Jahren nach [[1960]] war die Unterbringung der [[Hochschule Mozarteum]] im Gespräch, wobei zuerst auch ein größerer Teil des [[Mirabellgarten]]s mit verbaut werden sollte. Architekten, die einen Neubau durchsetzen wollten, und Denkmalschützer prallten in der Folge samt ihren jeweiligen Anhängern aufeinander. Auf behördliche Anordnung wurden darauf zuerst alte Gebäudeteile um den Innenhof abgerissen, angeblich zur Besserung der „Ratten- und Sandlerplage“. Der alte Palast (Altes Boromäum) wurde damals wiederholt als Schandfleck (!) bezeichnet.  
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Am [[4. November]] [[1972]] begann der Abriss der Borromäuskirche und des Lodron'schen Primogeniturpalast, von dem nur die Fassade erhalten bleibt.
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[[1974]] wurde dann bekannt, dass im Zuge des Umbaus zur Musikhochschule nur die Fassade zur Dreifaltigkeitsgasse erhalten bleiben sollte. Eine Bürgerinitiative konnte nur noch eine geringfügige Reduktion der Baumasse erreichen. Der alte geschlossene Innenhof des Palastes ging dabei vollständig verloren. Nur die Außenwände blieben beim Umbau erhalten, an der Fassade zur Dreifaltigkeitsgasse vor allem auch die beiden [[Renaissance]]-Portale mit den [[Wappen der Grafen Lodron|Lodronschen Wappen]], eines davon mit aufgesetztem [[Marmor]]<nowiki>balkon</nowiki>. Gegen heftigen Widerstand abgerissen wurde überdies die sehenswerte byzantinische [[Borromäuskirche]] von [[Georg Pezolt]], die die Professoren der Mozarteums gerne als Konzertraum genutzt sehen wollten.
    
Dann stand es zunächst wegen Baumängel, die die Gesundheit gefährdeten (Asbeststaub in der Raumluft), jahrelang leer, bevor es 2004 abgebrochen und neu erbaut wurde. Das Gebäude beherbergt heute die [[Universität Mozarteum Salzburg]].  
 
Dann stand es zunächst wegen Baumängel, die die Gesundheit gefährdeten (Asbeststaub in der Raumluft), jahrelang leer, bevor es 2004 abgebrochen und neu erbaut wurde. Das Gebäude beherbergt heute die [[Universität Mozarteum Salzburg]].  
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* [[Hans Tietze]]: ''[[Die profanen Denkmale der Stadt Salzburg]]'', im Internet abrufbar [http://diglib.tugraz.at/download.php?id=53f1d2ca0d698&location=browse Ehemaliges Borromäum]
 
* [[Hans Tietze]]: ''[[Die profanen Denkmale der Stadt Salzburg]]'', im Internet abrufbar [http://diglib.tugraz.at/download.php?id=53f1d2ca0d698&location=browse Ehemaliges Borromäum]
 
* {{wikipedia-de|Makartplatz und Dreifaltigkeitsgasse|Makartplatz und Dreifaltigkeitsgasse}}
 
* {{wikipedia-de|Makartplatz und Dreifaltigkeitsgasse|Makartplatz und Dreifaltigkeitsgasse}}
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{{Quelle Chronik Stadt Salzburg 1970–1979}}
    
[[Kategorie:Geschichte]]
 
[[Kategorie:Geschichte]]

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