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Es folgte seine Salzburger Periode, die rund elf Jahre dauern sollte.
 
Es folgte seine Salzburger Periode, die rund elf Jahre dauern sollte.
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===Salzburg===
 
Zunächst wirkte er als Kaplan des [[Stift Nonnberg|Frauenstiftes Nonnberg]].<ref name= "Thieme/Becker" > Thieme/Becker/Vollmer aaO.</ref> Daneben vervollkommnete er an der Universität seine Kenntnisse des kanonischen Rechts.<ref name= "Fischer"/> 1733 wurde er zum Professor der Mathematik an der Universität berufen – ein Amt, das er bis 1741 bekleidete.
 
Zunächst wirkte er als Kaplan des [[Stift Nonnberg|Frauenstiftes Nonnberg]].<ref name= "Thieme/Becker" > Thieme/Becker/Vollmer aaO.</ref> Daneben vervollkommnete er an der Universität seine Kenntnisse des kanonischen Rechts.<ref name= "Fischer"/> 1733 wurde er zum Professor der Mathematik an der Universität berufen – ein Amt, das er bis 1741 bekleidete.
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Währenddessen übertrug ihm Fürsterzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] eine Reihe weiterer bedeutender Ämter und Aufgaben. Schon am Bau des – 1732 vollendeten – Schlosses Kleßheim hatte P.&nbsp;Stuart Anteil.<ref name= "Thieme/Becker"/> Der Fürsterzbischof machte ihn zum geistlichen Rat<ref name= "Fischer"/> und 1736 zum Hofbaumeister<ref name= "Thieme/Becker"/>. Dabei oblagen ihm zwischen 1736 und 1740 die Entwässerung eines Moores<ref>Es wird sich wohl um einen Teil des Leopoldskroner Moores, damals noch „Wildmoos“ genannt, gehandelt haben.</ref> und die Planerstellung und Bauleitung für Schloss Leopoldskron<ref>Thieme-Becker (aaO) führen dazu an, der ausführende Baumeister Joh. Kleber habe später in einem Prozess dem „Baudirector“ P.&nbsp;Stuart die Entwurfleistung streitig gemacht.</ref><ref name= "Fischer"/><ref name= "Thieme/Becker"/> sowie ungefähr gleichzeitig Entwurf und Bauleitung der [[Schwarzach#Pfarrkirche|Missionskirche Schwarzach]]<ref name= "Fischer"/>.
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Währenddessen übertrug ihm Fürsterzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] eine Reihe weiterer bedeutender Ämter und Aufgaben. Schon am Bau des – 1732 vollendeten – Schlosses Kleßheim hatte P.&nbsp;Stuart Anteil.<ref name= "Thieme/Becker"/> Der Fürsterzbischof machte ihn zum geistlichen Rat<ref name= "Fischer"/> und 1736 zum Hofbaumeister<ref name= "Thieme/Becker"/>. Dabei oblagen ihm zwischen 1736 und 1740 die Entwässerung eines Moores<ref>Es wird sich wohl um einen Teil des [[Leopoldskroner Moor]]es, damals noch „Wildmoos“ genannt, gehandelt haben.</ref> und die Planerstellung und Bauleitung für Schloss Leopoldskron<ref>Thieme-Becker (aaO) führen dazu an, der ausführende Baumeister Joh. Kleber habe später in einem Prozess dem „Baudirector“ P.&nbsp;Stuart die Entwurfleistung streitig gemacht.</ref><ref name= "Fischer"/><ref name= "Thieme/Becker"/> sowie ungefähr gleichzeitig Entwurf und Bauleitung der [[Schwarzach#Pfarrkirche|Missionskirche Schwarzach]]<ref name= "Fischer"/>.
    
Er entwarf weiters u.a. das Hochaltarprogramm für die Salzburger [[Kollegienkirche]].<ref>Hubert Hosch, [http://www.freieskunstforum.de/hosch_1990_spiegler.pdf ''Zum Phänomen Franz Joseph Spiegler (1691-1757) anläßlich der 300.&nbsp;Wiederkehr seines Geburtstages.'' Typoskript, Tübingen 1990, S.&nbsp;70,] unter Verweisung auf Thieme/Becker (aaO) bzw. Hans Dieter Ingenhoff, ''Die Münsterkirche in Zwiefalten – Beobachtungen am barocken Gesamtkunstwerk'', in: Pantheon&nbsp;40, 1982, S.&nbsp;201-210 (210 Anm.&nbsp;10) [Diese Angabe erscheint insofern als überprüfungswürdig, da sie durch Thieme/Becker (aaO) nicht gestützt wird und Ingenhoffs Artikel ein anderes Thema hat].</ref>
 
Er entwarf weiters u.a. das Hochaltarprogramm für die Salzburger [[Kollegienkirche]].<ref>Hubert Hosch, [http://www.freieskunstforum.de/hosch_1990_spiegler.pdf ''Zum Phänomen Franz Joseph Spiegler (1691-1757) anläßlich der 300.&nbsp;Wiederkehr seines Geburtstages.'' Typoskript, Tübingen 1990, S.&nbsp;70,] unter Verweisung auf Thieme/Becker (aaO) bzw. Hans Dieter Ingenhoff, ''Die Münsterkirche in Zwiefalten – Beobachtungen am barocken Gesamtkunstwerk'', in: Pantheon&nbsp;40, 1982, S.&nbsp;201-210 (210 Anm.&nbsp;10) [Diese Angabe erscheint insofern als überprüfungswürdig, da sie durch Thieme/Becker (aaO) nicht gestützt wird und Ingenhoffs Artikel ein anderes Thema hat].</ref>
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Seine vielseitige Begabung bewies er auch im Jahr 1735, als er das Uhrwerk einer Prunkuhr für den Fürsterzbischof schuf.
 
Seine vielseitige Begabung bewies er auch im Jahr 1735, als er das Uhrwerk einer Prunkuhr für den Fürsterzbischof schuf.
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==Schwaben==
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===Schwaben===
 
Sein Abschied von Salzburg kündigte sich 1738/39 durch eine Reise nach dem [[Bayern#Schwaben|schwäbischen]] Augsburg an, wo er den Entwurf zu einem Theaterbau des Jesuitenkollegs Augsburg (1739) erstellte.<ref name= "Thieme/Becker"/><ref name= "Fischer"/> 1741 übernahm er die Begutachtung des Neubaus der Benediktinerstiftskirche Zwiefalten<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Zwiefalten ''„Kloster_Zwiefalten“''].</ref> in Oberschwaben. Nach einem Besuch, den er 1742 seinem Bruder – der als General in russischen Diensten stand – in St.&nbsp;Petersburg abstattete, erkor ihn die Stadt Augsburg zu ihrem ''„director aedilitiae“'' (Stadtbaumeister) mit einem Gehalt von 1800&nbsp;[[Gulden]]<ref name= "Fischer"/>. Zu ihrem Schutz ließ er am Lech eine starke Uferbefestigung errichten, was ihm die Stadt mit einem goldenen Pokal dankte.<ref name= "Fischer"/> Der Wiener Kaiserhof beschäftigte ihn als Inspekteur schwäbischer Festungen.<ref name= "Fischer"/>.
 
Sein Abschied von Salzburg kündigte sich 1738/39 durch eine Reise nach dem [[Bayern#Schwaben|schwäbischen]] Augsburg an, wo er den Entwurf zu einem Theaterbau des Jesuitenkollegs Augsburg (1739) erstellte.<ref name= "Thieme/Becker"/><ref name= "Fischer"/> 1741 übernahm er die Begutachtung des Neubaus der Benediktinerstiftskirche Zwiefalten<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Zwiefalten ''„Kloster_Zwiefalten“''].</ref> in Oberschwaben. Nach einem Besuch, den er 1742 seinem Bruder – der als General in russischen Diensten stand – in St.&nbsp;Petersburg abstattete, erkor ihn die Stadt Augsburg zu ihrem ''„director aedilitiae“'' (Stadtbaumeister) mit einem Gehalt von 1800&nbsp;[[Gulden]]<ref name= "Fischer"/>. Zu ihrem Schutz ließ er am Lech eine starke Uferbefestigung errichten, was ihm die Stadt mit einem goldenen Pokal dankte.<ref name= "Fischer"/> Der Wiener Kaiserhof beschäftigte ihn als Inspekteur schwäbischer Festungen.<ref name= "Fischer"/>.
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==Abt in Regensburg==
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===Abt in Regensburg===
 
Im Jahr 1743 wurde Pater Stuart die Würde eines Abtes seines Regensburger Klosters übertragen.
 
Im Jahr 1743 wurde Pater Stuart die Würde eines Abtes seines Regensburger Klosters übertragen.
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Unter seiner Führung beteiligten sich die Schotten von St. Jakob an den Konspirationen zur Wiedereinsetzung der Stuart-Dynastie, unter anderem mit der Idee der Aufstellung eines bayrischen Regiments für eine Invasion. Als die Invasion, die allerdings 1746 in der Schlacht von Culloden<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Culloden''„Schlacht von Culloden“''].</ref> scheiterte, tatsächlich stattfand, war zwar kein bayrisches Regiment, aber ein Beichtvater aus St. Jakob an der Seite des Thronprätendenten Prinz Charles Edward Stuart.
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Unter seiner Führung beteiligten sich die Schotten von St. Jakob an den Konspirationen zur Wiedereinsetzung der Stuart-Dynastie in Schottland, unter anderem mit der Idee der Aufstellung eines bayrischen Regiments für eine Invasion. Als der Rastaurationsversuch, der allerdings 1746 in der Schlacht von Culloden<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Culloden ''„Schlacht von Culloden“''].</ref> scheiterte, tatsächlich stattfand, war zwar kein bayrisches Regiment, aber ein Beichtvater aus St. Jakob an der Seite des Thronprätendenten Prinz Charles Edward Stuart.
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1755, im letzten Jahr seines Lebens, reiste er noch nach Rom.
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1755, im letzten Jahr seines Lebens, reiste Pater Stuart noch nach Rom.
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==Würdigung==
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Der Historiograph charakterisiert Abt Bernard Stuart so:<ref name= "Fischer"/>
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:''„Er war ein Mann von großer naturgegebener Begabung, aber von wenig edlem oder liebenswürdigem Charakter.''
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:''Herausragend auf Wissensgebieten, die weit entfernt waren von den Erfordernissen seines Amtes, entfernte er sich sehr häufig von Regensburg.“''<ref>''„He was a man of great natural gifts, but of a character little noble or loveable. Excelling in provinces of learning far removed from the requirements of his office, he very frequently absented himself from Ratisbon.“''</ref>
    
==Quellen==
 
==Quellen==