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Die '''Schleienlacke''' oder ''Schleinlacke'' ist ein natürlicher Weiher im [[Landschaftsraum Morzg]] im Süden der [[Stadt Salzburg]].
== Geografie ==
Die Schleienlacke befindet sich auf 430 [[m ü. A.]] zwischen [[Gneis]] und [[Eichethofsiedlung]] südlich des [[Sternhofweg]]es. Das östliche Ufer gehört zum [[Morzger Eichetwald]]. Das westliche Ufer grenzt teilweise an den [[Heinrich-Meder-Weg]].
Die Schleienlacke erstreckt sich in Richtung Nord-Südost, ist etwa 200 Meter lang, maximal etwa 30 Meter breit und umfasst eine Wasserfläche von etwa 4 650 m².
Die Schleienlacke erhält ihr Wasser heute durch zwei Zuläufe aus dem [[Almkanal]]. Hatte die Alm Überwasser oder Eisgang, so ging das Überwasser und Eis durch eine Schleuse in die Schleienlacke ab.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19360125&query=%22schleinlacke%22&seite=5 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], 25. Januar 1936, Seite 5</ref>
== Fauna ==
Der Weiher ist Heimat von verschiedenen [[Libelle]]n-, [[Frosch]]-, [[Ente]]n- und [[Fische|Fischarten]], sowie der Teichmuschel (Gemeine Malermuschel).
== Geschichte ==
Die [[Berchtesgadener Ache - Königsseeache]] nährte bis in die [[Eiszeit]] ein Hoch[[moor]], das vom [[Untersbergstock]] bis zum [[Leopoldskroner Moor]] hinaus reichte. Indem die Ache nach Osten zur [[Salzach]] durchbrach und ihren Verlauf stark verkürzte, trocknete ihr altes Bett aus und es bildeten sich Senken und Mulden, die sich mit Wasser füllten. Die Schleienlacke war eine davon. Daran erinnert heute noch die etwas nördlich gelegene ''[[Schleinlackenstraße]]'' (andere Schreibweise!).<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=slk&datum=1864&page=4&qid=ZRBOSHP4DH9KPMEL0EE0EXGBZKP7LO&size=45 Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 1864, Seite 6]</ref><ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=dna&datum=19170004&query=(((text:Berchtesgadener)+AND+(text:Ache)+AND+(text:Niederalm)))&seite=4 ANNO]. Der Naturfreund, 1917, Seite 4</ref>
Namensgebend für die Schleienlacke<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18631020&query=%22schleienlacke%22&seite=5 ANNO]. [[Salzburger Zeitung]], 20. Oktober 1863, Seite 5</ref> war die (Gold-)Schleie<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Schleie Wikipedia.de/Schleie]</ref>, eine Fischart, die dort früher gezüchtet wurde und die in Salzburg zur bürgerlichen und feinen Küche zählte.<ref>[https://books.google.at/books?id=hZgO5qOp7xkC&pg=PA56 [[Barbara Oberbarleitner]], ''"Die genaue und sparsame Salzburger Köchin: eine Sammlung bewährter Anweisungen zur Bereitung von Speisen und Getränken für den bürgerlichen und feineren Tisch, und der um Salzburg einheimischen Wildpretarten und Fische."'', 1853]</ref>
== Weblink ==
* Lage auf dem [https://maps.stadt-salzburg.at/#zoom=5&lat=47.76914&lon=13.03921&layers=0&marker=1 digitalen Stadtplan von Salzburg]
== Quellen ==
{{Quelle Schmiedbauer}}
* [[Digitaler Stadtplan von Salzburg]]
* [[ANNO]]
==== Einzelnachweise ====
<references/>
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
[[Kategorie:Morzg]]
[[Kategorie:Wissenschaft]]
[[Kategorie:Naturwissenschaft]]
[[Kategorie:Geografie]]
[[Kategorie:Landschaft]]
[[Kategorie:Naturschutz]]
[[Kategorie:Landschaftsschutzgebiet]]
[[Kategorie:Hydrogeografie]]
[[Kategorie:Gewässer]]
[[Kategorie:Stillgewässer]]
[[Kategorie:See]]
[[Kategorie:Weiher]]