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[[File:Schloss Seggauberg.IMG 0011.jpg|thumb|Schloss Seggau]]
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'''Schloss Seggau''' ist eine ehemalige Bischofsresidenz in der [[Steiermark|Südsteiermark]].
== Bezug zu Salzburg ==
Das [[Diözese Graz-Seckau|Bistum Seckau]] war und ist ein Salzburger [[Eigenbistum|Eigen]]- und [[Suffraganbistum]] der [[Salzburger Kirchenprovinz]]. Seit der Gründung des Bistums Seckau im Jahr [[1218]] war nicht die [[Benediktinerabtei Seckau]] in der Obersteiermark die Residenz der Seckauer Bischöfe, sondern das Schloss Seggau am Seggauberg oberhalb der Sulm in der Südsteiermark. Auf Schloss Seggau fanden bis ins [[18. Jahrhundert]] meistens die Bischofsweihen statt, nur fallweise in Graz.
=== Geschichte ===
Seggauberg liegt etwa sieben Kilometer westlich von [[Leibnitz]] im Süden der Steiermark.
Der Besitz "''ad sulpum''" (an der Sulm) wird [[860]] erstmals erwähnt, als König Ludwig der Deutsche gegenüber der Kirche von Salzburg zusammen mit anderen, älteren Erwerbungen auch diesen als rechtmäßig bestätigt. Unter [[Konrad I. von Abenberg]], [[1106]] bis [[1146]] [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischof]] in [[Salzburg]], ist auf dem Seggauberg eine Bautätigkeit nachgewiesen. Die Vollendung erfolgt mutmaßlich unter [[Eberhard I. von Biburg]], [[1147]] bis [[1164]]. Um [[1170]] wird das Heiligtum St. Michael "in der Burg" urkundlich erwähnt.
[[1219]] schenkt [[Eberhard II. von Regensberg]], der Gründer des Bistums Seckau, den ''alten Turm''<ref> Der alte Turm war die älteste Wehranlage auf dem Seggauberg und stand etwa dort, wo sich heute das Bildungszentrum befindet.</ref> dem neu gegründeten Bistums Seckau.
[[1479]] wird Seggauberg von den Ungarn im Streit zwischen Kaiser Friedrich III. und König Matthias Corvinius eingenommen (Gedenkstein auf der Kapellenempore).
Ab [[1503]] wird Seggauberg unter [[Fürsterzbischof]] [[Leonhard von Keutschach]], [[1495]] bis [[1519]], und unter dem Seckauer Bischof [[Mathias Scheit]], [[1481]] bis [[1512]], wieder aufgebaut und [[1519]] abgeschlossen. Daran erinnern mehrere Gedenksteine oder Wappen.
Von Bischof [[Petrus Percius]] ([[1553]] bis [[1572]]) ist dessen Bautätigkeit durch Wappensteine <ref> am heutigen Bildungszentrum </ref> bezeugt.
[[1595]] schenkt Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] das Salzburgische Schloss Seggau zusammen mit Schloss Polheim, etwa unterhalb am Südhang gelegen, an das Bistum Seckau.
Im [[17. Jahrhundert|17.]] und 18. Jahrhundert statten die Bischöfe von Seckau das Schloss Seggau weiter aus. Es werden die Arkaden, die Kapelle, die Fürstenzimmer und der bischöfliche Weinkeller errichtet.
[[1786]] wird der Sitz des Bischofs und damit auch die Residenz nach Graz verlegt.
[[1816]] bis [[1830]] wird der alte Turm in zwei Phasen abgetragen. Dabei werden zahlreiche Reliefs und Grabsteine <ref> Das Municipium ''Flavia Solva'' war eine Stadt in der römischen Provinz [[Noricum]] </ref> aus der [[Römer]]<nowiki>zeit</nowiki> aufgefunden und als [[Lapidarium von Schloss Seggau|Lapidarium]] ausgestellt. Dieses ist das größte seiner Art in Österreich. [[1956]] bis [[1967]] wird das Wirtschaftsgebäude von Schloss Seggau unter Bischof Dr. Josef Schoiswohl zu einem Bildungszentrum umgestaltet.
[[1993]] bis [[2009]] wird in mehreren Etappen das Kongress- und Tagungszentrum mit Hotel errichtet unter den Bischöfen Dr. h.c. Johann Weber und Dr. Egon Kapellari.
{{mehr}}
== Bilder ==
{{commonscat}}
== Quellen ==
{{Quelle Schmiedbauer}}
* Informationstafeln Schloss Seggau
* [http://www.seggau.com/de/schloss-hotel/geschichte www.seggau.com]
==== Einzelnachweise ====
<references/>
{{SORTIERUNG: Seggau, Schloss}}
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[[Kategorie:Kunst]]
[[Kategorie:Architektur]]
[[Kategorie:Gebäude]]
[[Kategorie:historisches Gebäude]]
[[Kategorie:Schloss]]
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[[Kategorie:Steiermark]]