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[[Datei:Bunte Kacheln an der Innenwand der Kapelle.jpg|thumb|Bunte Kacheln an der Innenwand der Kapelle.]]
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[[Datei:Das Innere der Kuppel der Michaelskapelle.jpg|thumb|Das Innere der Kuppel der Gabrielskapelle.]]
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Die '''Gabrielskapelle''' ist die Grabkapelle (Mausoleum) des [[Fürsterzbischof]]s [[Wolf Dietrich von Raitenau]] in der [[Stadt Salzburg]]. Sie zählt, wie die gesamte Friedhofsanlage, zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten]] in der Stadt.
 
Die '''Gabrielskapelle''' ist die Grabkapelle (Mausoleum) des [[Fürsterzbischof]]s [[Wolf Dietrich von Raitenau]] in der [[Stadt Salzburg]]. Sie zählt, wie die gesamte Friedhofsanlage, zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten]] in der Stadt.
{{googlemapsort|Linzer+Gasse_41B+5020+Salzburg}}
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== Einleitung  ==
 
== Einleitung  ==
 
Die Gabrielskapelle befindet sich auf dem [[Sebastiansfriedhof]] in der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsufrigen]] [[Altstadt]] Salzburgs. Ihre Weihe am [[Michaelitag]], dem [[29. September]] [[1603]], steht wahrscheinlich mit dieser Patroziniumstendenz in Verbindung.  
 
Die Gabrielskapelle befindet sich auf dem [[Sebastiansfriedhof]] in der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsufrigen]] [[Altstadt]] Salzburgs. Ihre Weihe am [[Michaelitag]], dem [[29. September]] [[1603]], steht wahrscheinlich mit dieser Patroziniumstendenz in Verbindung.  
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Um [[1600]] dürfte der Rohbau fertiggestellt gewesen sein und begann die Innenausstattung.
 
Um [[1600]] dürfte der Rohbau fertiggestellt gewesen sein und begann die Innenausstattung.
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Die Gabrielskapelle wurde am [[25. September]] [[1603]] geweiht. Der Erz-Engel Gabriel ist der Engel der Verkündigung, der Auferstehung und der Gnade. Er gilt als Erklärer von Visionen und als Bote Gottes. Nach christlicher und jüdischer Auffassung ist er der Vorsteher der Cherubim und Seraphim. Gabriel wurde in der Kunst mit männlichen, oft mit androgynen und oft mit weiblichen Zügen und Merkmalen dargestellt.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Gabriel_(Erzengel) Wikipedia.de/Gabriel (Erzengel)]</ref>  
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Die Gabrielskapelle wurde am [[25. September]] [[1603]] geweiht. Der Erzengel Gabriel wird auch als Engel der Verkündigung, der Auferstehung und der Gnade gedeutet. Er gilt als Erklärer von Visionen und als Bote Gottes. Nach christlicher und jüdischer Auffassung kann er auch den Cherubim und Seraphim übergeordnet betrachtet werden. Gabriel wurde in der Kunst mit männlichen, mit androgynen oder weiblichen Zügen dargestellt.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Gabriel_(Erzengel) Wikipedia.de/Gabriel (Erzengel)]</ref>  
    
Wolf Dietrich starb am [[16. Jänner]] [[1617]] nach fünfjähriger Haft auf der [[Festung Hohensalzburg]] und wurde er am [[19. Jänner]] 1617 - entgegen den Bestimmungen in seinem Testament - auf Veranlassung seines Nachfolgers Fürsterzbischof [[Markus Sittikus von Hohenems]] in einem großen prunkvollen Begräbnis in der Gabrielskapelle beigesetzt.  
 
Wolf Dietrich starb am [[16. Jänner]] [[1617]] nach fünfjähriger Haft auf der [[Festung Hohensalzburg]] und wurde er am [[19. Jänner]] 1617 - entgegen den Bestimmungen in seinem Testament - auf Veranlassung seines Nachfolgers Fürsterzbischof [[Markus Sittikus von Hohenems]] in einem großen prunkvollen Begräbnis in der Gabrielskapelle beigesetzt.  
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[[1693]] ließ Fürsterzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] anlässlich des 100jährigen Bestehens von Grund auf renovieren. Weitere Restaurierungen gab es neben anderen [[1660]], [[1750]], [[1865]] und [[1887]]–[[1888]].<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=slk&datum=19030003&query=((text:Gabrielskapelle))&ref=anno-search&seite=251 ANNO], [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], 1903, Seite 248</ref> Die Gabrielskapelle wurde um [[2000]] von der Stadtrestauratorin [[Ursula Mair]] und ihren Mitarbeitern in Stand gesetzt.
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[[1693]] ließ Fürsterzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] anlässlich des 100jährigen Bestehens von Grund auf renovieren. Weitere Restaurierungen gab es neben anderen [[1660]], [[1750]], [[1865]] und [[1887]]–[[1888]].<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=slk&datum=19030003&query=((text:Gabrielskapelle))&ref=anno-search&seite=251 ANNO], [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], 1903, Seite 248</ref> Die Gabrielskapelle wurde um [[2000]] von der Stadtrestauratorin [[Ursula Mair]] und ihren Mitarbeitern in Stand gesetzt.
    
Um [[1735]] wurde die ''"S. Gabriels Capellen in dem Gottsacker zu S. Sebastian in Saltzburg"'' auf einem kolorierter Kupferstich von Wehrlin in dem Sammelwerk von [[Anton Danreiter]], "Die Saltzburgische Kirchen-Prospect", gedruckt in Augsburg bei Pfeffel um 1735, 20,5 x 33,5 cm, dargestellt.<ref>[https://www.zvab.com/servlet/BookDetailsPL?bi=17460659082&searchurl=hl%3Don%26kn%3Ddanreiter%26sortby%3D20&cm_sp=snippet-_-srp1-_-title25 www.zvab.com]</ref>
 
Um [[1735]] wurde die ''"S. Gabriels Capellen in dem Gottsacker zu S. Sebastian in Saltzburg"'' auf einem kolorierter Kupferstich von Wehrlin in dem Sammelwerk von [[Anton Danreiter]], "Die Saltzburgische Kirchen-Prospect", gedruckt in Augsburg bei Pfeffel um 1735, 20,5 x 33,5 cm, dargestellt.<ref>[https://www.zvab.com/servlet/BookDetailsPL?bi=17460659082&searchurl=hl%3Don%26kn%3Ddanreiter%26sortby%3D20&cm_sp=snippet-_-srp1-_-title25 www.zvab.com]</ref>
    
Den großen [[Stadtbrand Salzburg 1818|Stadtbrand]] [[1818]] überstand die Gabrielskapelle unversehrt.
 
Den großen [[Stadtbrand Salzburg 1818|Stadtbrand]] [[1818]] überstand die Gabrielskapelle unversehrt.
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Die letzte Sanierung des Daches wird [[2022]] erfolgen. Dafür sind 122.000 Euro veranschlagt.<ref>[https://www.stadt-salzburg.at/index.php?id=59826 www.stadt-salzburg.at], Bauvorhaben 2021</ref>
    
== Beschreibung ==
 
== Beschreibung ==
 
[[Datei:Sarkophag Wolf Dietrichs.jpg|thumb|Der Sarkophag Wolf Dietrichs]]
 
[[Datei:Sarkophag Wolf Dietrichs.jpg|thumb|Der Sarkophag Wolf Dietrichs]]
[[Datei:Wappen von Wolf Dietrich von Raitenau Gabrielskapelle Sebastiansfriedhof 01.jpg|thumb|Wappen von Wolf Dietrich von Raitenau]]
   
[[Datei:Apsis Altarraum.JPG|thumb|Die Apsis des Altarraumes]]
 
[[Datei:Apsis Altarraum.JPG|thumb|Die Apsis des Altarraumes]]
==== Eine Beschreibung von Mag. [[Thomas Schmiedbauer]] ====
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==== Beschreibung (Autoren siehe Versionsgeschichte) ====
    
Die Gabrielskapelle wurde im Stil der späten [[Renaissance]] bzw. des Manierismus in der Mitte des fast quadratischen St. Sebastiansfriedhofes errichtet. Der im Grundriss kreisrunder Bau besitzt angebaut eine rechteckige Apsis. Außen ist der Bau durch toskanische Pilaster gegliedert.<ref>[https://austria-forum.org/af/AustriaWiki/Sebastiansfriedhof austria-forum.org]</ref> Das kuppelförmige Kupferdach mit seinen vier kleinen Gauben ist nach außen hin leicht geschweift. Im Giebel über dem Eingang findet sich das Wappen des Fürsterzbischofs und die Inschrift: ''"Wolf·Teodo·Archie"''. Das schmiedeeiserne Eingangsgitter stammt ebenfalls noch aus der Zeit der Erbauung und Fertigstellung  1603.
 
Die Gabrielskapelle wurde im Stil der späten [[Renaissance]] bzw. des Manierismus in der Mitte des fast quadratischen St. Sebastiansfriedhofes errichtet. Der im Grundriss kreisrunder Bau besitzt angebaut eine rechteckige Apsis. Außen ist der Bau durch toskanische Pilaster gegliedert.<ref>[https://austria-forum.org/af/AustriaWiki/Sebastiansfriedhof austria-forum.org]</ref> Das kuppelförmige Kupferdach mit seinen vier kleinen Gauben ist nach außen hin leicht geschweift. Im Giebel über dem Eingang findet sich das Wappen des Fürsterzbischofs und die Inschrift: ''"Wolf·Teodo·Archie"''. Das schmiedeeiserne Eingangsgitter stammt ebenfalls noch aus der Zeit der Erbauung und Fertigstellung  1603.
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Umgeben werden diese Skulpturen von Halbreliefs weiblicher Karyatiden mit geflochtenen Fischschwänzen.  
 
Umgeben werden diese Skulpturen von Halbreliefs weiblicher Karyatiden mit geflochtenen Fischschwänzen.  
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Das Altarblatt der Kapelle mit Jesus, seinen Jüngern die Füße waschend, malte [[Jakob Zanussi]] [[1749]] auf Kupfer.<ref>[https://books.google.at/books?id=wppmAAAAcAAJ&pg=PA52 Touristen-Handbuch für Salzburg, 1845]</ref> Der ursprüngliche Altar mit dem gleichen Motiv war eine Reliefarbeit von [[Hans Waldburger]].<ref>Hildegard Kretschmer, Reclams Städteführer Salzburg: Architektur und Kunst, 2016</ref> Die seitlichen Figuren des heiligen Christophorus und des heiligen Georg aus der Mitte des 17. Jahrhunderts werden [[Anton Pfaffinger]] zugeschrieben. Zuoberst auf dem Altar findet sich im gesprengten Giebel erneut das Wappen des Fürsterzbischofs.
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Das Altarblatt der Kapelle mit Jesus, seinen Jüngern die Füße waschend, malte [[Jakob Zanusi]] [[1749]] auf Kupfer.<ref>[https://books.google.at/books?id=wppmAAAAcAAJ&pg=PA52 Touristen-Handbuch für Salzburg, 1845]</ref> Der ursprüngliche Altar mit dem gleichen Motiv war eine Reliefarbeit von [[Hans Waldburger]].<ref>Hildegard Kretschmer, Reclams Städteführer Salzburg: Architektur und Kunst, 2016</ref> Die seitlichen Figuren des heiligen Christophorus und des heiligen Georg aus der Mitte des [[17. Jahrhundert]]s werden [[Josef Anton Pfaffinger]] zugeschrieben. Zuoberst auf dem Altar findet sich im gesprengten Giebel erneut das Wappen des Fürsterzbischofs.
    
Die Altarnische überspannt ein hoher Triumphbogen (kanellierte Pilaster mit Kapitel), der mittig in bunten Farben erneut das Prunkwappen von Wolf Dietrich zeigt. Das folgende Rundbogengewölbe wurde mit buntem [[Stuck]] (wohl von Elia Castello) — ähnlich wie in der [[Neue Residenz|Neuen Residenz]] — ausgestattet. Das Gewölbe ist in neun Felder aufgeteilt. Mittig befindet sich das [[Wappen der Fürsterzbischöfe|Prunkwappen]] von Wolf Dietrich von Raitenau (Hut mit zwei Federn, roter Löwe mit Blau in goldenem Schrägbalken, mittig schwarze Kugel auf silbernem Feld).   
 
Die Altarnische überspannt ein hoher Triumphbogen (kanellierte Pilaster mit Kapitel), der mittig in bunten Farben erneut das Prunkwappen von Wolf Dietrich zeigt. Das folgende Rundbogengewölbe wurde mit buntem [[Stuck]] (wohl von Elia Castello) — ähnlich wie in der [[Neue Residenz|Neuen Residenz]] — ausgestattet. Das Gewölbe ist in neun Felder aufgeteilt. Mittig befindet sich das [[Wappen der Fürsterzbischöfe|Prunkwappen]] von Wolf Dietrich von Raitenau (Hut mit zwei Federn, roter Löwe mit Blau in goldenem Schrägbalken, mittig schwarze Kugel auf silbernem Feld).   
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== Bronzetafeln ==
 
== Bronzetafeln ==
[[Franz Martin]] schreibt<ref>Quelle ''Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst'', [[Verlag "Das Bergland-Buch"]], Salzburg, 1952 (2. Auflage), Seite 203</ref>, dass nur die beiden Bronzetafeln Bezug auf den Tod von Wolf Dietrich nehmen, die links und rechts der Altarnische auf Bronzetafeln angebracht sind. Sie wurden [[1605]] und [[1607]] von Christof Herold, Ratschmied in Nürnberg, gegossen. Die in Befehlston gehaltene erste Inschrift ist eine Verfügung über die Stiftungsverpflichtungen für die beiden Kapellenpriester und bezeichnet deren Einkünfte. Die zweite Inschrift, die ebenfalls nach Wolf Dietrichs eigenem Konzept geschrieben wurde, ordnet an, wie es bei sein Leichenbegräbnis ablaufen soll. Darin verbietet er sich jeden Prunk.
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[[Datei:Tafel mit lateinischer Inschrift in der Gabrielskapelle über das Vermächtnis Wolf Dietrichs.jpg|thumb|Tafel mit lateinischer Inschrift in der Gabrielskapelle über das Vermächtnis Wolf Dietrichs.]]
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[[Franz Martin]] schreibt<ref>Quelle ''[[Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst#Die Ausgaben im Überblick|Salzburg, Geschichte und Kunst dieser Stadt]]'', [[Verlag "Das Bergland-Buch"]], Salzburg, 1952 (2. Auflage), Seite 203</ref>, dass nur die beiden Bronzetafeln Bezug auf den Tod von Wolf Dietrich nehmen, die links und rechts der Altarnische auf Bronzetafeln angebracht sind. Sie wurden [[1605]] und [[1607]] von Christof Herold, Ratschmied in Nürnberg, gegossen. Die in Befehlston gehaltene erste Inschrift ist eine Verfügung über die Stiftungsverpflichtungen für die beiden Kapellenpriester und bezeichnet deren Einkünfte. Die zweite Inschrift, die ebenfalls nach Wolf Dietrichs eigenem Konzept geschrieben wurde, ordnet an, wie es bei sein Leichenbegräbnis ablaufen soll. Darin verbietet er sich jeden Prunk.
    
Aber keine der beiden Tafeln überliefern sein Sterbedatum. Nachstehend die Inschriften von Wolf Dietrichs.  
 
Aber keine der beiden Tafeln überliefern sein Sterbedatum. Nachstehend die Inschriften von Wolf Dietrichs.  
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=== linkes Epitaph ===
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Das linke Epitaph wurde im Jahr [[1605]], das rechte 1607 von Christof Herold in Nürnberg in Bronze gegossen.<ref>[[Franz Martin]], "Kunst in Salzburg", Seite 206</ref>
[[Datei:Gabrielskapelle linkes Epitaph Wolf Dietrich von Raitenau 01.jpg|thumb|linkes Epitaph (lateinischer Text)]]
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: ''D:(eo) O:(ptimus) M:(aximus) </br>'' 
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: ''Illustr(um) etr(um) Priceps acd d(e) Wolphgangus Theodoricus Archiep(i)s(copus) Salisb(urgensium) hanc Sub divo tutelari Gabriele Archangelo sacram aedem circumsepto porticibus caemiterio in augmentum pietatis a fundamentis abs se exstructam et omni moda dote exornatam hisce LL.s ad notitiam piae posteritatis constituit Bini sacerdotes per vices singulis diebus sacrum dictunto pro fidelibus vives et defunctis exoranto: Fundatoris in primis et sanquine iunctorum memoriam devote agunto: salarium uterq(ue) menstruum decem Aedituus quinq(ue) Florenorum accipitio: nosocomii praefectus redituum administrationem habeto: accepti expensi q(ue) rationes ad hoc singulariter deputatis quot annis prae stato q(ue) iura praemissorum cum collatione sucessores princeps Archiepos(copus) sequuntur: quis quis hanc mentem violare attentaverii, in deum om(nium) iudicem vindicem expectato.<ref>Quelle: Foto 16.05.2020 </ref>
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==== Übersetzung von [[Thomas Schmiedbauer]]====
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: Gott, dem besten und größten
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: Der weitum berühmte Fürst Wolf Dietrich Erzbischof von Salzburg hat dieses unter göttlichem Schutz des Erzengels Gabriel stehende Gebäude umgeben von den Säulenhallen des Friedhofs zur Förderung der Frömmigkeit von Grund auf aus eigenen Mitteln errichtet und in jeder Weise ausgeschmückt. Dieses hier wie folgt zur Kenntnis den frommen Nachfahren hat er festgesetzt: zwei Priester sollen im Wechsel an jedem einzelnen Tag die heilige Messe sprechen, für die lebenden und verstorbenen Gläubigen beten, dem frommen Gedenken des Gründer als erstes und den Blutsverwandten. Als Entgelt sollen beide monatlich zehn, der Pförtner fünf [[Gulden|Florentiner]] erhalten. Der Vorsteher des Krankenhauses soll die Verwaltung der Erträgnisse besitzen. Die zu erwartenden Ausgaben und Einnahmen sollen durch dazu im einzelnen bestimmte Personen jeweils jährlich vorher festgestellt und dieser zustehende Anspruch zur Sammlung durch die nachfolgenden Fürsterzbischöfe befolgt werden. Wer auch immer diesen Willen vorsätzlich verletzt, der hat in Gott den alles rächenden Richter zu erwarten.
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Das linke Epitaph wurde im Jahr [[1605]] von Christof Herold in Nürnberg in Bronze gegossen.<ref>[[Franz Martin]], "Kunst in Salzburg", Seite 206</ref>
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=== rechtes Epitaph ===
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[[Datei:Gabrielskapelle rechtes Epitaph Wolf Dietrich von Raitenau 01.jpg|thumb|rechtes Epitaph (lateinischer Text)]]
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: ''Wolphgangus Theodoricus Raittenauius Salis:burgensium Archiep(i)s(copus) et Princeps Sacelli q(ue) huius et caemiterii fundator, plebem suam, dum viveret, enixè favens, amans q(ue) inter eandem pariter in hac aedicula mortuus sepeliri Deo sic permittente statuit, ideo q(ue) et eos, penes quos post ipsius obitum suprema rerum huius Provinciae erit, vivus hoc Epitaphio hortatur et in D(omi)no rogat, uti defuncti cadaver ne exenterent, neve ultra viginti qua(r)dutor horas spectandum publice proponant, sed statim conditionib(us) hisce sepulturae mandent. Nimirum non aliis quam quotidianis viventis vestib(us) induunto. Famuli a cubiculo obscurioris sortis quod vivu(m) curabant corpus terrae inferunto; feretrum unius signu(m) crucis cum qua(r)dutor tantum cereis praecedunt q(ue): illud ipsum sex omnino religiosi ordinis d(e) Francisci de observantia nec ulii alii comitantor, id q(ue) non interdiu, sed noctu absq(ue) Campanarum pulsu, excepta ea, quae prope sacellum defuncti apud S. Sebastianum est exequuntur. nemo vestem lucubrem funeris huius causa sumito, sed potius D. O. M. pro defuncti anima peccatis que exoranto et deprecator. Singula haec ita integra et illae sa sunto et a posteris custodiuntor, atque conservator, sicut D. O. M. et ipsi post eata sibi propitium orant exoptantq(ue).'' <ref>Quelle: Foto 16.05.2020, vergleiche mit [[Lorenz Hübner]], Beschreibung der hochfürstlich-erzbischöflichen Haupt- und Residenzstadt Salzburg und ihrer Gegenden verbunden mit ihrer ältesten Geschichte, [http://books.google.at/books?id=e2YAAAAAcAAJ&pg=PA357#v=onepage&q=&f=false Erster Band (Topographie), S. 357] (Salzburg [[1792]])</ref>
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==== Übersetzung von Thomas Schmiedbauer====
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: Wolf Dietrich von Raitenau, von Salzburg Erzbischof und Fürst, der Kapelle und des Friedhofes Gründer, bestimmt, dass er inmitten seines Volkes, das er solange er lebte eifrig gefördert und geliebt hat, unter ihnen auf gleiche Weise in diesem Gebäude, wenn er gestorben ist, bestattet werden soll, wenn Gott es so gestattet. Dazu fordert der noch Lebende alle jene auf, die nach seinem Tod in den obersten Angelegenheiten über dieses Land die Gewalt ausüben werden, eingefordert durch diese erlassene Epitaph (Grabinschrift) und im Namen Gottes. Wenn er gestorben ist, möge sein Leichnam nicht ausgeweidet werden, dieser auch nicht länger als vierundzwanzig Stunden dem Volk zur Betrachtung ausgestellt werden, sondern sofort nach den hier geforderten Bedingungen zu Grabe getragen werden. Natürlich sollen ihn keine anderen als  jene begleiten, mit denen er alltäglich auf der Festung lebte. Die Diener sollen dafür sorgen, dass der Sarg auf möglichst unerkannte Weise für die Lebenden dem Leib der Erde zugeführt werde. Der Leichentragbare soll ein Einziger mit einem Kreuz als Zeichen und vier mit großen Wachskerzen voranschreiten. Des weiteren: jene sollen von sechs besonders Gottesfürchtigen aus dem Orden der [[Franziskaner]] zur Beobachtung begleitet werden, damit nichts anderes geschehe. Solches geschehe nicht während des Tages, sondern in der Nacht und es soll auch keine Glocke geläutet werden, ausgenommen jene, welche nahe bei dem Grabmal des Verstorbenen bei St. Sebastian ist, soll ihn ins Grab begleiten. Niemand soll dazu bestimmt werden, ein über Nacht herzustellendes Trauergewand aus diesem Grund anlegen zu müssen, sondern vielmehr soll zu Gott, dem besten und größten, für den Verstorbenen und seine sündige Seele gebetet und er als dessen Fürsprecher angerufen werden. Die Einzelheiten mögen wie hier vollständig und wie jene sind durch die Nachfolgenden eingehalten werden, und bewahrt werden, gleichwie vor Gott, dem besten und größten, denn sie selbst, nachdem sie vergangen sind, hoffen auf seine Gnade und wünschen sie herbei.
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Das rechte Epitaph wurde im Jahr 1607 von Christof Herold in Nürnberg in Bronze gegossen.<ref>[[Franz Martin]], "Kunst in Salzburg", Seite 206; Anmerkung: die Festungshaft begann erst [[1612]], daher muss die Tafel nachher gegossen worden sein.</ref>
      
=== Begräbnis von Wolf Dietrich ===
 
=== Begräbnis von Wolf Dietrich ===
 
Der fünf Jahre lang in strengster Einzelhaft lebende ehemalige Erzbischofs, der zuvor einen umtriebigen Lebenslauf hatte, beschließt mit dem Testament und dem folgenden Tod seinen Lebenslauf. Sein Nachfolger als Fürsterzbischof, [[Markus Sittikus]], dachte dann aber nicht daran, diesem letzten Willen seines Vorgängers vollinhaltlich zu folgen.
 
Der fünf Jahre lang in strengster Einzelhaft lebende ehemalige Erzbischofs, der zuvor einen umtriebigen Lebenslauf hatte, beschließt mit dem Testament und dem folgenden Tod seinen Lebenslauf. Sein Nachfolger als Fürsterzbischof, [[Markus Sittikus]], dachte dann aber nicht daran, diesem letzten Willen seines Vorgängers vollinhaltlich zu folgen.
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[[Johann Stainhauser]] (* [[1570]]; † [[1625]]), Zeitzeuge und Chronist, schilderte das Begräbnis von Wolf Dietrich im Jahr [[1617]] wie folgt: <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=slk&datum=1873&size=45&page=141 ANNO], ''"Das Leben, Regierung und Wandel des hochwürdigsten in Gott Fürsten und Herrn Wolff Dietrichen, gewesten Erzbischoven zu Salzburg"'', No. 213. / Seite 214, Fußnote 113., Begräbnis von Fürsterzbischof Wolf Dietrich</ref>
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[[Johann Stainhauser]] (* [[1570]]; † [[1625]]), Zeitzeuge und Chronist, schilderte das Begräbnis von Wolf Dietrich im Jahr [[1617]] wie folgt: <ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=slk&datum=1873&size=45&page=141 ANNO], ''"Das Leben, Regierung und Wandel des hochwürdigsten in Gott Fürsten und Herrn Wolff Dietrichen, gewesten Erzbischoven zu Salzburg"'', No. 213. / Seite 214, Fußnote 113., Begräbnis von Fürsterzbischof Wolf Dietrich</ref>
    
<blockquote>''Ist also besagter Wolf Dietrich 5 Jahr, 1 Monat und 25 Tag im hochfürstlichen Haubtschloss ein Gefangener gewest bis er entlich am Montag vor St. Vincenzen-Tag, den 16. January Anno 1617, Mittagzeit mit schöner christlicher Vorberaitung und Nüssung der hochheiligen Sacramenten Gott dem Allerhöchsten seinen Geist aufgeopfert hat. Als dan hat man ihn Erchstags, spatens Abents, aus dem Schloss herab gen St. Peter in St. Veiths Capellen getragen, daselbst in bischofflichen Habit mit einem weissen Infel und Creüz angethan aufpärt, kein Bischoff-Stab aber, dieweil er resigniert und die Regierung nit mehr haben kunt, ist ihme nit zuegeaignet worden. Aida hat ihn folgenden Tags, den 18. dito, menniglich, Jung und Alt, mit Augen sechen mögen. Darnach Abentszeit nach der Vesper ist er frei offen in gar schöner christlicher Ordnung mit der ganzen Cleresei und Prüesterschaft, auch Nachfolgung der dreien Orden, nemblich der Herrn Franviscaner-, Capucciner- und Augustiner-Mönch, auch deren Bruederschaften unser lieben Frauen und St. Monicä, so wol auch aller christglaubigen Seelen, in der Confraternität Corporis Christi, deme auch der Abbt von St. Peter, der Abbt von Peurn, alle Thumbherrn, so wol der ganze Adl sambt dem hochfürstlichen Cammer- und Hofrath mit sambt dem Stattrath beigewohnt, auch ein grosse Menig Volks baiderlai Man- und Weibsgeschlecht, sonderlich die Armen ihne mit Verguessung viller Zächer herzlich beklagt haben, gehn St. Sebastian in sein selbst erbaute und gestüfte Capellen, bei St. Gabriel genant, getragen und darein gestölt; folgents seiner selbst Verordnung nach zwischen 8 und 9 Uhren nachts in Beisein weniger Persohnen in sein ihme in Lebzeit seiner Regierung selbst geordnete Begräbnis bestattet. Es ist auch durch seinen Nachkömbling Marxen Sittich alle weltliche Freid wiewol es Fastnacht ward derohalben ab- und eingestött worden. Gott der allmächtig verleihe ihme und allen in Christo Abgeleibten an jenem Tag ein froliche Urständ zue dem ewigen Leben. Amen.''</blockquote>
 
<blockquote>''Ist also besagter Wolf Dietrich 5 Jahr, 1 Monat und 25 Tag im hochfürstlichen Haubtschloss ein Gefangener gewest bis er entlich am Montag vor St. Vincenzen-Tag, den 16. January Anno 1617, Mittagzeit mit schöner christlicher Vorberaitung und Nüssung der hochheiligen Sacramenten Gott dem Allerhöchsten seinen Geist aufgeopfert hat. Als dan hat man ihn Erchstags, spatens Abents, aus dem Schloss herab gen St. Peter in St. Veiths Capellen getragen, daselbst in bischofflichen Habit mit einem weissen Infel und Creüz angethan aufpärt, kein Bischoff-Stab aber, dieweil er resigniert und die Regierung nit mehr haben kunt, ist ihme nit zuegeaignet worden. Aida hat ihn folgenden Tags, den 18. dito, menniglich, Jung und Alt, mit Augen sechen mögen. Darnach Abentszeit nach der Vesper ist er frei offen in gar schöner christlicher Ordnung mit der ganzen Cleresei und Prüesterschaft, auch Nachfolgung der dreien Orden, nemblich der Herrn Franviscaner-, Capucciner- und Augustiner-Mönch, auch deren Bruederschaften unser lieben Frauen und St. Monicä, so wol auch aller christglaubigen Seelen, in der Confraternität Corporis Christi, deme auch der Abbt von St. Peter, der Abbt von Peurn, alle Thumbherrn, so wol der ganze Adl sambt dem hochfürstlichen Cammer- und Hofrath mit sambt dem Stattrath beigewohnt, auch ein grosse Menig Volks baiderlai Man- und Weibsgeschlecht, sonderlich die Armen ihne mit Verguessung viller Zächer herzlich beklagt haben, gehn St. Sebastian in sein selbst erbaute und gestüfte Capellen, bei St. Gabriel genant, getragen und darein gestölt; folgents seiner selbst Verordnung nach zwischen 8 und 9 Uhren nachts in Beisein weniger Persohnen in sein ihme in Lebzeit seiner Regierung selbst geordnete Begräbnis bestattet. Es ist auch durch seinen Nachkömbling Marxen Sittich alle weltliche Freid wiewol es Fastnacht ward derohalben ab- und eingestött worden. Gott der allmächtig verleihe ihme und allen in Christo Abgeleibten an jenem Tag ein froliche Urständ zue dem ewigen Leben. Amen.''</blockquote>
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== Grabsteine an der Außenwand ==
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== Außenwände ==
Links und rechts von der Tür befinden sich je eine graue Steinplatte mit Inschrift auf die [[Bischöfe von Chiemsee]] [[Sigmund Christoph von Zeil und Trauchburg]] († [[1814]]) und [[Ferdinand Christoph von Waldburg-Zeil]] († [[1786]]). Rechts davon graue Steinplatte, dreigeteilt. Oben ein Relief, zwei Wappen zwischen Draperie und Cherubsköpfchen, im unteren Teile Relief: Totenkopf, Grabscheite und andere Todesembleme ; in der Mitte Inschrift auf Johann Göppinger † [[1655]] und seine Gattin Johanna † [[1654]]. Weitere Grabsteine sind von Matthäus Janschitz † [[1605]]; renoviert [[1694]]; Carl Georg Hagenpuech † [[1643]] und seine Gattin Agathe, geb. Traberin, † [[1649]]; Andreas Uraster † [[1685]] und seine Frauen Agnes Mayrin † [[1669]] und Ursula Heelin (Datum nicht ausgefüllt); Andreas Gschwandtner † [[1714]] nachgetragen, Franziskus Joachim Antonius Weckherlin † [[1701]]; Thomas Perger, gesetzt von Fürsterzbischof [[Paris Graf von Lodron]] [[1641]] aus der [[Nikolaikirche|St. Niklaskirche]] im [[Kai]] stammend; Anna de Block, Gattin des Thomas Perger † [[1608]]; Johann Martin [[Weckherlin von Adelstetten|Weckerlin]] † [[1731]] und Gattin Clara Theresia † [[1719]]; Stadtkaplan Franz Gotthard Etty † [[1787]]; Christoph Hafenstainer, Kaplan † [[1693]] sowie Andrä Übelacker † [[1790]];
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=== Grabsteine an der Außenwand ===
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Links und rechts von der Tür befinden sich je eine graue Steinplatte mit Inschrift auf die [[Bischöfe von Chiemsee]] [[Sigmund Christoph von Zeil und Trauchburg]] († [[1814]]) und [[Ferdinand Christoph von Waldburg-Zeil]] († [[1786]]). Rechts davon graue Steinplatte, dreigeteilt. Oben ein Relief, zwei Wappen zwischen Draperie und Cherubsköpfchen, im unteren Teile Relief: Totenkopf, Grabscheite und andere Todesembleme ; in der Mitte Inschrift auf Johann Göppinger † [[1655]] und seine Gattin Johanna † [[1654]]. Weitere Grabsteine sind von Matthäus Janschitz † [[1605]]; renoviert [[1694]]; Carl Georg Hagenpuech † [[1643]] und seine Gattin Agathe, geborene Traberin, † [[1649]]; Andreas Uraster † [[1685]] und seine Frauen Agnes Mayrin † [[1669]] und Ursula Heelin (Datum nicht ausgefüllt); Andreas Gschwandtner † [[1714]] nachgetragen, Franziskus Joachim Antonius Weckherlin † [[1701]]; Thomas Perger, gesetzt von Fürsterzbischof [[Paris Graf von Lodron]] [[1641]] aus der [[Nikolaikirche|St. Niklaskirche]] im [[Kai]] stammend; Anna de Block, Gattin des Thomas Perger † [[1608]]; Johann Martin [[Weckherlin von Adelstetten|Weckerlin]] † [[1731]] und Gattin Clara Theresia † [[1719]]; Stadtkaplan Franz Gotthard Etty † [[1787]]; Christoph Hafenstainer, Kaplan † [[1693]] sowie Andrä Übelacker † [[1790]];
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=== Freigelegte Fresken ===
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Bei Restuarierungsarbeiten wurde [[2019]] an der Südostfassade der Grabkapelle, versteckt unter fünf Putz- und Farbschichten ein Fresko entdeckt worden. Es war im Lauf der Jahrhunderte aus dem Bewusstsein verschwunden und in Vergessenheit geraten. Sie zeigt einen Baldachin aus Brokatstoff als höfisches Motiv. Die detailreichen Ornamente und der Faltenwurf seien gut zu erkennen. Die Malerei ist nur in Fragmenten erhalten, das Hauptwerk unterhalb des Baldachins ist verloren. 250 Stunden lang hat die auf Wandmalereien spezialisierte Restauratorin Elisa Jäger die Fragmente mit dem Skalpell freigelegt. Die Malerei war über und über mit Hackspitzlöchern übersät. Drei Monate lang war die 28-Jährige beschäftigt. Für ihre Masterarbeit hat sie ein Restaurierungskonzept für die Wandmalerei erstellt. 
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Sehenswert ist nach der Restaurierung die gesamte Fassade. Sie war zuletzt seit den 1980er-Jahren ockergelb und durch Feuchtigkeit arg in Mitleidenschaft gezogen. Wie zur Erbauungszeit ist sie nun weiß. Restauriert wurde außerdem das Portal. Insgesamt ist nun die Ästhetik dieses Kulturdenkmals aus der Hochrenaissance wieder sichtbar und erlebbar. Das geschwungene Kuppeldach aus Kupfer aus 1693 - es ist eines der ältesten in Österreich - wird 2022 restauriert.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/kultur/wandmalerei-schlummerte-300-jahre-im-verborgenen-109747153 www.sn.at], 20. September 2021</ref>
    
== Besichtigungen ==
 
== Besichtigungen ==
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== Bildergalerie ==
 
== Bildergalerie ==
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Datei:Portal zur Gabrielskapelle - Mausoleum Wolf Dietrichs.jpg|Portal zur Gabrielskapelle - Mausoleum Wolf Dietrichs
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Datei:Portal zur Gabrielskapelle - Mausoleum Wolf Dietrichs.jpg|Portal zur Gabrielskapelle 2019 vor seiner Restaurierung 2021.
 
Datei:Die vier Evangelisten in der Gabriels-Kapelle mit ihren Attributen. Von links Matthäus (Mensch), Johannes (Adler), Lukas (Stier), Markus (Löwe).jpg |Die vier Evangelisten in der Gabrielskapelle mit ihren Attributen. Von links: Matthäus (Mensch), Johannes (Adler), Lukas (Stier), Markus (Löwe) Collage.  
 
Datei:Die vier Evangelisten in der Gabriels-Kapelle mit ihren Attributen. Von links Matthäus (Mensch), Johannes (Adler), Lukas (Stier), Markus (Löwe).jpg |Die vier Evangelisten in der Gabrielskapelle mit ihren Attributen. Von links: Matthäus (Mensch), Johannes (Adler), Lukas (Stier), Markus (Löwe) Collage.  
 
Datei:Ornamente und Wappen Wolf Dietrichs am Giebel des Altarraums in der Gabrielskapelle.jpg|Ornamente und Wappen Wolf Dietrichs am geschwungenen Giebel des Altarraums in der Gabrielskapelle
 
Datei:Ornamente und Wappen Wolf Dietrichs am Giebel des Altarraums in der Gabrielskapelle.jpg|Ornamente und Wappen Wolf Dietrichs am geschwungenen Giebel des Altarraums in der Gabrielskapelle
 
Datei:Altar in der Gabrielskapelle.jpg|Altar in der Gabrielskapelle
 
Datei:Altar in der Gabrielskapelle.jpg|Altar in der Gabrielskapelle
Datei:Bunte Kacheln an der Innenwand der Kapelle.jpg|Bunte Kacheln an der Innenwand der Kapelle
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Datei:Das Innere der Kuppel der Michaelskapelle.jpg|Das Innere der Kuppel der Gabrielskapelle
   
Datei:Kunstvolles Mosaik im Altarraum.jpg|Kunstvolles Mosaik im Altarraum.jpg
 
Datei:Kunstvolles Mosaik im Altarraum.jpg|Kunstvolles Mosaik im Altarraum.jpg
 
Datei:Gitter zum Sarkophag im Mausoleum Wolf Dietrichs.jpg|Gitter zum Sarkophag im Mausoleum Wolf Dietrichs
 
Datei:Gitter zum Sarkophag im Mausoleum Wolf Dietrichs.jpg|Gitter zum Sarkophag im Mausoleum Wolf Dietrichs
Datei:Portalschloss und Schlüssel zur Micheliskapelle.jpg|Schmiedeeisernes Portalschloss und Schlüssel zur Gabrielskapelle (Collage)
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Datei:Salzburg Kupferstich 1750 Detail Nr 31 Gabrielskapelle.jpg|[[Salzburg (Kupferstich) Johann Friedrich Probst|Probst, Johann Friedrich; Stadtansicht von 1710, Detail Nr 31]]
   
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<!-- === weitere Bilder ===
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== Literatur und Quellen ==
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== Weblink ==
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* [https://www.traunsteiner-tagblatt.de/das-traunsteiner-tagblatt/chiemgau-blaetter/chiemgau-blaetter-2019_ausgabe,-ein-imposantes-mausoleum-in-salzburg-_chid,1064.html www.traunsteiner-tagblatt.de] Julius Bittmann: ''Ein imposantes Mausoleum in Salzburg'', April 2012
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== Quellen ==
 
* [[Österreichische Kunsttopographie]], Band 9, 1912, Sebastiansfriedhof mit der Gabrielskapelle, Seite 134 ff, → [https://diglib.tugraz.at/download.php?id=53b54cc339beb&location=browse Direktlink] bzw. im Internet [https://diglib.tugraz.at/die-kirchlichen-denkmale-der-stadt-salzburg-1912-9 diglib.tugraz.at] (pdf)
 
* [[Österreichische Kunsttopographie]], Band 9, 1912, Sebastiansfriedhof mit der Gabrielskapelle, Seite 134 ff, → [https://diglib.tugraz.at/download.php?id=53b54cc339beb&location=browse Direktlink] bzw. im Internet [https://diglib.tugraz.at/die-kirchlichen-denkmale-der-stadt-salzburg-1912-9 diglib.tugraz.at] (pdf)
* Dr. Dagobert Frey, ''"Die kirchlichen Denkmale der Stadt Salzburg"'', Monatsschrift "Wiener Bauhütte", 1912, Ausgabe 10, Seite 172 <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=mwb&datum=1912&page=196&size=45 ANNO], Teil 2</ref>  
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* Dr. Dagobert Frey, "''Die Gabrielskapelle am St. Sebastiansfriedhof''", Monatsschrift "Wiener Bauhütte", 1912, Ausgabe 9, Seite 162 <ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=mwb&datum=1912&page=186&size=26 ANNO], Teil 2</ref>  
* k. k. Baurat Rudolf Pichler, ''"Die Gabrielskapelle am St. Sebastiansfriedhof zu Salzburg"''<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=ofb&datum=1916&page=471&size=45&qid=QSX0AONF2YBTP3M93G7T7BSU0EYVH5 ANNO], Österreichische Wochenschrift für den öffentlichen Baudienst, 1916, Heft 16, Seite 1-6 (= Seite 249-254)</ref>
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* k. k. Baurat Rudolf Pichler, "''Die Gabrielskapelle am St. Sebastiansfriedhof zu Salzburg''"<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=ofb&datum=1916&page=471&size=45&qid=QSX0AONF2YBTP3M93G7T7BSU0EYVH5 ANNO], Österreichische Wochenschrift für den öffentlichen Baudienst, 1916, Heft 16, Seite 1-6 (= Seite 249-254)</ref>
 
* [[Franz Fuhrmann]]: "''Der Kapellenbau in Salzburg zur Zeit des Erzbischofs Wolf Dietrich von Raitenau''", Dissertation, [[1943]], Seite 35 ff <ref>[https://www.zobodat.at/pdf/MGSL_147_1_0009-0136.pdf www.zobodat.at, Dissertation von Franz Fuhrmann]</ref>,
 
* [[Franz Fuhrmann]]: "''Der Kapellenbau in Salzburg zur Zeit des Erzbischofs Wolf Dietrich von Raitenau''", Dissertation, [[1943]], Seite 35 ff <ref>[https://www.zobodat.at/pdf/MGSL_147_1_0009-0136.pdf www.zobodat.at, Dissertation von Franz Fuhrmann]</ref>,
* [[Franz Martin]]: ''Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst'', [[Verlag "Das Bergland-Buch"]], [[1952]] (Neuauflage)
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* [[Franz Martin]]: ''[[Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst#Die Ausgaben im Überblick|Salzburg, Geschichte und Kunst dieser Stadt]]'', [[Verlag "Das Bergland-Buch"]], [[1952]] (Neuauflage)
 
* [[Lieselotte Eltz-Hoffmann]]: Die Kirchen Salzburgs, edition schön und gut, [[Verlag Anton Pustet]], Salzburg, 1993
 
* [[Lieselotte Eltz-Hoffmann]]: Die Kirchen Salzburgs, edition schön und gut, [[Verlag Anton Pustet]], Salzburg, 1993
 
* Dehio Salzburg- Salzburg Stadt und Land, Vlg Schroll, Wien, 1986
 
* Dehio Salzburg- Salzburg Stadt und Land, Vlg Schroll, Wien, 1986
 
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== Einzelnachweise ==  
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[[Kategorie:Denkmalschutz]]
 
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