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== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
1478 hat die Familie Heihs das Haus als ''Ir frey Ai­gens guet'' vom steirischen Benediktinerstift St. Lambrecht ge­kauft. Es gehörte wohl zu jenem Land­gut zu St. Mör­ten, das bei einen Streit zwischen dem Bischof von Bamberg, dem Stift und den Grafen von Ortenburg verwüstet wurde, und das Ru­dolf von Habsburg 1278 endgültig den Mönchen zugesprochen hat.
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1478 hat die Familie Heihs das Haus als ''Ir frey Ai­gens guet'' vom Benediktinerstift St. Lambrecht ge­kauft. Es gehörte wohl zu jenem Land­gut zu St. Mör­ten, das bei einen Streit zwischen dem Bischof von Bamberg, dem Stift und den Grafen von Ortenburg verwüstet wurde, und das Ru­dolf von Habsburg 1278 endgültig den Mönchen zugesprochen hat.
    
Bei der Kirche repräsentieren drei Grabsteine den mit Wohl­stand und Armut des Gaues verbundenen Aufstieg und Nieder­gang der Familie: Ein großer, aber schlichter Stein für den Er­wer­ber des Hauses, ein gar prächtiger mit dem 1532 von Karl V. verlie­he­nen Wap­pen für dessen Sohn Lienhard und eine kleine Tafel für den letzten Besitzer, den 1839 in Armut verstor­benen Enkel des 1730 von Karl VI. geadelten Andreas v. Heihs.
 
Bei der Kirche repräsentieren drei Grabsteine den mit Wohl­stand und Armut des Gaues verbundenen Aufstieg und Nieder­gang der Familie: Ein großer, aber schlichter Stein für den Er­wer­ber des Hauses, ein gar prächtiger mit dem 1532 von Karl V. verlie­he­nen Wap­pen für dessen Sohn Lienhard und eine kleine Tafel für den letzten Besitzer, den 1839 in Armut verstor­benen Enkel des 1730 von Karl VI. geadelten Andreas v. Heihs.
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Den Rang der Familie im 16. Jahrhundert bezeugen die Zirbenstube von 1545, ein Waf­feleisen mit dem Heihswappen aus dem Jahr 1559 und ein großer Grabstein mit Por­trät und Wappen für den 1544 als Pfar­rer von St. Michael und [[Murau]] und Erzdiakon des Lungau verstorbenen Bruder des Lienhard in der Pfarrkirche.
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Den Rang der Familie im 16. Jahrhundert bezeugen die Zirbenstube von 1545, ein Waf­feleisen mit dem Heihswappen aus dem Jahr 1559 und ein großer Grabstein mit Por­trät und Wappen für den 1544 als Pfar­rer von St. Michael und Murau und Erzdiakon des Lungau verstorbenen Bruder des Lienhard in der Pfarrkirche.
    
Seine Nichte Apollonia, eine Tochter des Lienhard, und ihr Gatte, Hanns Genns­prunner zu Rad­stadt, haben unter Ein­be­ziehung eines gemauerten Getrei­de­kastens das Haus ver­grö­ßert und im ersten Stock die große Zirbenstube errichtet. Das war nach einer verschwundenen Inschrift über dem Türstock im Jahre 1545. Vielleicht hat aber erst die Errichtung des mit 1585 be­zeich­neten großen Ze­hent­kastens die Einbeziehung des alten Ka­stens in den Bau­körper des Hauses möglich gemacht.
 
Seine Nichte Apollonia, eine Tochter des Lienhard, und ihr Gatte, Hanns Genns­prunner zu Rad­stadt, haben unter Ein­be­ziehung eines gemauerten Getrei­de­kastens das Haus ver­grö­ßert und im ersten Stock die große Zirbenstube errichtet. Das war nach einer verschwundenen Inschrift über dem Türstock im Jahre 1545. Vielleicht hat aber erst die Errichtung des mit 1585 be­zeich­neten großen Ze­hent­kastens die Einbeziehung des alten Ka­stens in den Bau­körper des Hauses möglich gemacht.
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