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{{Salzburgbezug}}[[Datei:Chiemgau v. Apian !cid image003 jpg@01CFDE3B.jpg|thumb|Chiemgau v. Philipp Apian, historische Landkarte von 1563]]
 
{{Salzburgbezug}}[[Datei:Chiemgau v. Apian !cid image003 jpg@01CFDE3B.jpg|thumb|Chiemgau v. Philipp Apian, historische Landkarte von 1563]]
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[[Datei:Chiemgau_8._Jh.jpg|thumb|Größtmöglicher Umfang des Chiemgaus Ende des [[8. Jahrhundert|8.]] bis [[10. Jahrhundert]]s nach [[Notitia Arnonis]] und [[Breves Notitiae]] sowie weiteren Quellen.]]
 
Der '''Chiemgau''' ist eine historisch-kulturelle Landschaft in Südost-Oberbayern und umfasst Gebiete des [[Landkreis Traunstein|Landkreises Traunstein]] und des Landkreises Rosenheim. Zum Chiemgau gehört auch der [[Chiemsee]].
 
Der '''Chiemgau''' ist eine historisch-kulturelle Landschaft in Südost-Oberbayern und umfasst Gebiete des [[Landkreis Traunstein|Landkreises Traunstein]] und des Landkreises Rosenheim. Zum Chiemgau gehört auch der [[Chiemsee]].
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Innerhalb der Erzdiözese Salzburg existierte von 1215 bis 1817 das Salzburger Eigenbistum Chiemsee. Der Sitz der Bischöfe von Chiemsee war das [[Kloster Herrenchiemsee|Augustiner-Chorherrenstift Herrenwörth]] auf der [[Herreninsel]] im Chiemsee. Sie waren die Weihbischöfe der Salzburger Erzbischöfe und hatten deshalb in Salzburg eine ständige Residenz, den [[Chiemseehof]]. Das Bistum Chiemsee umfasste nur zehn  Pfarreien westlich und südlich des Chiemsees: [[Herrenchiemsee]], Prien, Eggstätt, Söllhuben und Grassau im Chiemgau. Sowie Söll, Kirchdorf, St. Johann in Tirol, Brixen im Thal und St. Ulrich am Pillersee in Tirol.
 
Innerhalb der Erzdiözese Salzburg existierte von 1215 bis 1817 das Salzburger Eigenbistum Chiemsee. Der Sitz der Bischöfe von Chiemsee war das [[Kloster Herrenchiemsee|Augustiner-Chorherrenstift Herrenwörth]] auf der [[Herreninsel]] im Chiemsee. Sie waren die Weihbischöfe der Salzburger Erzbischöfe und hatten deshalb in Salzburg eine ständige Residenz, den [[Chiemseehof]]. Das Bistum Chiemsee umfasste nur zehn  Pfarreien westlich und südlich des Chiemsees: [[Herrenchiemsee]], Prien, Eggstätt, Söllhuben und Grassau im Chiemgau. Sowie Söll, Kirchdorf, St. Johann in Tirol, Brixen im Thal und St. Ulrich am Pillersee in Tirol.
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== Größtmöglicher Umfang des Chiemgaus ==
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Zur Karte rechts''größtmöglicher Umfang des Chiemgaus Ende'' des [[8. Jahrhundert|8.]] bis [[10. Jahrhundert]]s nach [[Notitia Arnonis]] und [[Breves Notitiae]] sowie weiteren Quellen.  Die Karte ist ein Versuch, den Umfang des Chiemgaus durch die urkundlichen Nennungen der benachbarten Gaue in den Quellen einzugrenzen. Auf der Karte sind Teile der benachbarten Gaue zu sehen:
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* Sundergau, westlich des [[Inn]]a (Audorf).
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* Gau ''Inter valles'' („zwischen den Tälern"), das Inntal und das östliche Innufer bis zum Simssee ([[Brixlegg]], Radfeld, [[Kundl]], [[Brixen im Thale|Brixen in Thale]], Bichlwang, [[Kufstein]], [[Ebbs]], [[Erl]], Nußdorf, Roßholzen, Altenbeuern, Rohrdorf, Höhenmoos, Lauterbach, Riedering, Sims)
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* Isengau, ([[Gars am Inn]], Au am Inn, Aschau am Inn, Ampfing, Mettenheim, Flossing, Erharting, Tüßling, Teising, Burgkirchen, Stammham)
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* [[Salzburggau]], nördlicher Teil. Ein kleines Gebiet des [[Rupertiwinkel]]s, westlich des [[Waginger See]]s, gehörte ursprünglich zum Chiemgau. In den Güterverzeichnissen des 8. Jahrhunderts erscheinen die Orte [[Waging am See|Waging]] und [[Otting]] als im Chiemgau gelegen, während das benachbarte [[Tettelham]] zum Salzburggau zählte. Auch das Dorf Moosham bei Lindach (heute Stadt [[Trostberg]]) und Gumpertsham bei Heiligkreuz (Trostberg) gehörten nach schriftlichen Quellen des [[10. Jahrhundert]]s zum Chiemgau. Seit dem Zweiten Erhartinger Vertrag (1275) lagen diese Orte im Herrschaftsgebiet des [[Salzburger Erzbischof]]s und zählen deshalb heute zum Rupertiwinkel.
 
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== Literatur ==
 
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* Salzburgwiki-Artikel Rupertiwinkel
 
* Salzburgwiki-Artikel Rupertiwinkel
 
* [[Andreas Hirsch]], Bad Reichenhall: Textgesaltung von "Geschichte mit Salzburgbezug"
 
* [[Andreas Hirsch]], Bad Reichenhall: Textgesaltung von "Geschichte mit Salzburgbezug"
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* Quellen der Beschreibung der Karte ''Größtmöglicher Umfang des Chiemgaus''
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: Diepolder, van Dülmen, Sandberger, Historischer Atlas von Bayern, I, 38, Rosenheim, 1978
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: Heinz Dopsch, Hans Spatzenegger, Geschichte Salzburgs, Band I/1, S. 342
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: Richard van Dülmen: Historischer Atlas von Bayern, I, 26, Traunstein, 1970
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: Fritz Losek: Notitia Arnonis und Breves Notitiae, die Salzburger Güterverzeichnisse aus der Zeit um 800, MGSLK 130/1990
    
[[Kategorie:Tourismus]]
 
[[Kategorie:Tourismus]]

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