Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
K
typo
Zeile 2: Zeile 2:     
==Leben==
 
==Leben==
Franz Braumann war das Zweite von sechs Kindern einer Bauernfamilie und arbeitete zuerst auf dem elterlichen Bauernhof, bevor er sich im Alter von 20 Jahren zu einem Studium entschloss. Braumann besuchte ab [[1932]] die [[Salzburger Lehrerbildungsanstalt]]. Erste Gedichte waren schon [[1929]] entstanden, [[1931]] hatte er seine erste Lesung in Wien. Ebenfalls [[1932]] erscheint Braumanns erster Roman ''Friedl und Vroni''. [[1935]] schließt er die Lehrerausbildung ab und erhält im darauffolgenden Jahr eine Stelle in [[Oberndorf]]. [[1936]] heiratet er Rosa Goldberger, mit der er fünf Kinder haben wird.
+
Franz Braumann war das zweite von sechs Kindern einer Bauernfamilie und arbeitete zuerst auf dem elterlichen Bauernhof, bevor er sich im Alter von 20 Jahren zu einem Studium entschloss. Braumann besuchte ab [[1932]] die [[Salzburger Lehrerbildungsanstalt]]. Erste Gedichte waren schon [[1929]] entstanden, [[1931]] hatte er seine erste Lesung in Wien. Ebenfalls [[1932]] erscheint Braumanns erster Roman ''Friedl und Vroni''. [[1935]] schließt er die Lehrerausbildung ab und erhält im darauffolgenden Jahr eine Stelle in [[Oberndorf]]. [[1936]] heiratet er Rosa Goldberger, mit der er fünf Kinder haben wird.
    
Braumann wird von Georg Oberkofler und [[Alois Grasmayr]] gefördert, er zählt [[Johannes Freumbichler]], [[Richard Billinger]] und [[Georg Rendl]] zu seinen Freunden.
 
Braumann wird von Georg Oberkofler und [[Alois Grasmayr]] gefördert, er zählt [[Johannes Freumbichler]], [[Richard Billinger]] und [[Georg Rendl]] zu seinen Freunden.
Zeile 33: Zeile 33:  
*''Alpenländische Sagenreise : spannende Geschichten aus Österreich, Bayern, Schweiz, Südtirol und Krain''
 
*''Alpenländische Sagenreise : spannende Geschichten aus Österreich, Bayern, Schweiz, Südtirol und Krain''
 
*''Die Abenteuer des Ritters Ruodlieb : für die Jugend erzählt ''
 
*''Die Abenteuer des Ritters Ruodlieb : für die Jugend erzählt ''
*''Das Tal der Geheimnisse : ein Bediuinenjunge findet die 2000jährigen Schriftrollen von Kumran.''
+
*''Das Tal der Geheimnisse : ein Beduinenjunge findet die 2000jährigen Schriftrollen von Kumran.''
 
*''Ritt nach Barantola'' (Staatspreis für Jugendliteratur)
 
*''Ritt nach Barantola'' (Staatspreis für Jugendliteratur)
   Zeile 55: Zeile 55:  
Wer in Köstendorf wohnt, kennt ihn vom [[Tannberg]]. Allerdings: Wenn man ihn trifft, ist er meist schon wieder weg. Denn das Tempo, mit dem Franz Braumann den Tannberg besteigt, fällt nicht unter die Kategorie "spazierengehen". Einmal täglich steht der Hausberg der Köstendorfer auf dem Programm des 90-Jährigen. "Seit kurzem geh ich aber nur noch bis zum Güterweg auf halber Höhe." So wie er in manchem zuletzt auf halbe Kraft zurückschrauben musste. "Meine Frau ist da recht streng." Deshalb entgehen ihm auch die halben Birnen des Spalierbaums vor dem Haus. "Ich darf nur mehr auf halbe Höhe klettern."
 
Wer in Köstendorf wohnt, kennt ihn vom [[Tannberg]]. Allerdings: Wenn man ihn trifft, ist er meist schon wieder weg. Denn das Tempo, mit dem Franz Braumann den Tannberg besteigt, fällt nicht unter die Kategorie "spazierengehen". Einmal täglich steht der Hausberg der Köstendorfer auf dem Programm des 90-Jährigen. "Seit kurzem geh ich aber nur noch bis zum Güterweg auf halber Höhe." So wie er in manchem zuletzt auf halbe Kraft zurückschrauben musste. "Meine Frau ist da recht streng." Deshalb entgehen ihm auch die halben Birnen des Spalierbaums vor dem Haus. "Ich darf nur mehr auf halbe Höhe klettern."
   −
Obstbäume waren schon immer die Leidenschaft des Bauernsohns aus Seekirchen. Da ein älterer Bruder als Hoferbe aber feststand, sei für ihn bald klar gewesen: Er werde entweder als Bauernbub nach Südamerika auswandern - "Mein Ziel war es schon immer, die ganze Welt zu sehen" - oder zu Schreiben beginnen. Schließlich wurde er Lehrer und dann Schriftsteller - oder umgekehrt? Denn als er mit 21 Jahren an die Lehrerbildungsanstalt nach Salzburg kam, war sein erster Roman "Friedl und Vroni" schon gedruckt. "Ich hab' Texte an den Bauernkalender geschickt. Und die haben sie erstaunlicherweise auch gleich veröffentlicht."
+
Obstbäume waren schon immer die Leidenschaft des Bauernsohns aus Seekirchen. Da ein älterer Bruder als Hoferbe aber feststand, sei für ihn bald klar gewesen: Er werde entweder als Bauernbub nach Südamerika auswandern - "Mein Ziel war es schon immer, die ganze Welt zu sehen" - oder zu schreiben beginnen. Schließlich wurde er Lehrer und dann Schriftsteller - oder umgekehrt? Denn als er mit 21 Jahren an die Lehrerbildungsanstalt nach Salzburg kam, war sein erster Roman "Friedl und Vroni" schon gedruckt. "Ich hab' Texte an den Bauernkalender geschickt. Und die haben sie erstaunlicherweise auch gleich veröffentlicht."
    
Die Liebe zur Sprache habe er von seiner Mutter geerbt, sagt Braumann. "Mein Vater war kein guter Leser, so hat ihm meine Mutter jeden Abend vorgelesen." Er selbst habe sich schon bald die Bücher aus der gesamten Umgebung ausgeborgt. "Ich würd ihm die Büchln schon mal ummahaun, damit er mehr arbeitet", habe zwar eine Nachbarin gemeint. Doch das habe ihn nicht abgehalten, sich über Fernstudium - "Die haben mir die Heftln zugeschickt, und ich hab gelernt" - selbst auszubilden. Die Schulbank hat der "Professor" nämlich nur in der Volksschule gedrückt.
 
Die Liebe zur Sprache habe er von seiner Mutter geerbt, sagt Braumann. "Mein Vater war kein guter Leser, so hat ihm meine Mutter jeden Abend vorgelesen." Er selbst habe sich schon bald die Bücher aus der gesamten Umgebung ausgeborgt. "Ich würd ihm die Büchln schon mal ummahaun, damit er mehr arbeitet", habe zwar eine Nachbarin gemeint. Doch das habe ihn nicht abgehalten, sich über Fernstudium - "Die haben mir die Heftln zugeschickt, und ich hab gelernt" - selbst auszubilden. Die Schulbank hat der "Professor" nämlich nur in der Volksschule gedrückt.
Zeile 63: Zeile 63:  
Auch sein Ziel, die Welt zu sehen, hat Braumann nicht nur schreiberisch verwirklicht. Zwar spielen viele seiner Jugendbücher in Südamerika. Und ein Leser und ehemaliger Kriegsgefangene habe ihn einmal gefragt, wo denn er in Sibirien in Gefangenschaft gewesen sei. "Dabei habe ich all die Länder erst besucht, nachdem die Bücher lang geschrieben waren." Zuvor habe er in Bibliotheken recherchiert.
 
Auch sein Ziel, die Welt zu sehen, hat Braumann nicht nur schreiberisch verwirklicht. Zwar spielen viele seiner Jugendbücher in Südamerika. Und ein Leser und ehemaliger Kriegsgefangene habe ihn einmal gefragt, wo denn er in Sibirien in Gefangenschaft gewesen sei. "Dabei habe ich all die Länder erst besucht, nachdem die Bücher lang geschrieben waren." Zuvor habe er in Bibliotheken recherchiert.
   −
1960 hängte er den Lehrer-Job an den Nagel, um nur noch zu Schreiben und zu Reisen - gemeinsam mit seiner Frau Rosa. Kennengelernt hat er sie 1935 am Salzburger Bahnhof. "Gesehen hab' ich sie auf der Stiege", erzählt er. Es seien damals aber zwei Züge angekommen: einer aus [[Hallein]], einer aus Braunau. "Also hab' ich am Abend gewartet, wohin sie fährt." Ausgestiegen ist Rosa ebenfalls in Seekirchen. "Ich wär' aber auch nach Braunau mitgefahren."
+
1960 hängte er den Lehrer-Job an den Nagel, um nur noch zu schreiben und zu reisen - gemeinsam mit seiner Frau Rosa. Kennengelernt hat er sie 1935 am Salzburger Bahnhof. "Gesehen hab' ich sie auf der Stiege", erzählt er. Es seien damals aber zwei Züge angekommen: einer aus [[Hallein]], einer aus Braunau. "Also hab' ich am Abend gewartet, wohin sie fährt." Ausgestiegen ist Rosa ebenfalls in Seekirchen. "Ich wär' aber auch nach Braunau mitgefahren."
    
==Quellen==
 
==Quellen==

Navigationsmenü