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, 21:01, 16. Mär. 2020
'''Herbert Schäringer''' (* [[1890]] in [[Salzburg]], † [[Juni]] [[1944]] in [[Linz]]) war ein [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischer]] Polizeibeamter.
==Leben==
Herbert Schäringer studierte an der juridischen Fakultät an der Universität [[Prag]]. Dort war er Mitglied einer deutschnationalen schlagenden Verbindung. Mit 24 Jahren meldete er sich freiwillig zum Wehrdienst und wurde zum Oberleutnant befördert. Nach dem Ende des Weltkrieges beendete er sein Studium an der Universität Innsbruck als Doktor juris.
[[1919]] tritt Schäringer in den Dienst der Stadtpolizei Salzburg und heiratet. Politisch engagiert er sich in der [[Großdeutsche Volkspartei|Großdeutschen Volkspartei]], die den Anschlussgedanken vertritt. [[1923]] wird er Abteilungsleiter der [[Landespolizeidirektion Salzburg]]. [[1924]] stirbt seine Frau bei der Geburt der zweiten Tochter. [[1925]] heiratet er die deutsche Staatsbürgerin Rose Recheis.Beide treten [[1933]] in die illegale [[NSDAP]] ein. Nach Bekanntwerden seiner illegalen Tätigkeit wird er nach Linz strafversetzt.
Von [[1933]] bis [[1938]] war er ununterbrochen im Einsatz für die NSDAP, wie er in einem Lebenslauf schreibt. Nach dem Anschluss an Deutschland macht er einen großen Karrieresprung und wird Leiter der Staatlichen Kriminalpolizeistelle Linz. In seinen Aufgabenbereich fällt die Koordination der oberösterreichischen Maßnahmen gegen Sinti und [[Roma]], wobei er nicht nur Befehle weitergibt, sondern auch eigene Konzepte entwirft. Die Dienststelle hat auch die Aufsicht über das [[Arbeitserziehungs- und Zigeuneranhaltelager St. Pantaleon-Weyer|Zigeuneranhaltelager Weyer]] in Person des Kriminalsekretärs Heinrich Neudorfer. Inzwischen wurde sein Vorgesetzter, Herbert Schäringer, zum Oberregierungs- und Kriminalrat ernannt.
Nachdem seine zweite Frau bereits [[1938]] verstorben war, suchte der [[SS|SS-Anwärter]] beim Rasse- und Siedlungshauptamt um die Genehmigung der Heirat mit Maria Krenn an, da er versetzt werde und seine Verlobte andernfalls nicht mitkommen könne. Das Gesuch wurde zurückgezogen, da er an Lungentuberkulose erkrankte und damit seine Karriere ein plötzliches Ende fand. Ende [[1942]] wird er pensioniert. Im Mai 1944 heiratet er Maria Krenn, stirbt jedoch bereits einen Monat später.
==Quelle==
Angerer/Ecker:Nationalsozialismus in Oberösterreich-Täter-Opfer-Gegner, S.273 bis 274; Studienverlag Innsbruck, 2. Auflage, 2018
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[[Kategorie:Person]]
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