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| | Am [[27. Mai]] [[2017]] ereignete sich ein massiver [[Felssturz]] von der Großarler Landesstraße in die Liechtensteinklamm. Dabei wurden Stege zerstört und 17 Menschen im hinteren Teil der Klamm eingeschlossen. Diese wurden von der Bergrettung über Notsteige geborgen. Es blieben alle unverletzt. Die Klamm wurde auf unbestimmte Zeit gesperrt. <ref>ORF-Interview mit dem Katastrophenreferenten der Bezirkshauptmannschaft St. Johann im Pongau, Norbert Passrugger</ref> | | Am [[27. Mai]] [[2017]] ereignete sich ein massiver [[Felssturz]] von der Großarler Landesstraße in die Liechtensteinklamm. Dabei wurden Stege zerstört und 17 Menschen im hinteren Teil der Klamm eingeschlossen. Diese wurden von der Bergrettung über Notsteige geborgen. Es blieben alle unverletzt. Die Klamm wurde auf unbestimmte Zeit gesperrt. <ref>ORF-Interview mit dem Katastrophenreferenten der Bezirkshauptmannschaft St. Johann im Pongau, Norbert Passrugger</ref> |
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| | + | ===Sanierung nach dem Felssturz=== |
| | Nach einem einstimmigen Gemeindevertretungsbeschluss investierte die Gemeinde über 3,5 Millionen Euro in die Sanierung. <ref>[http://www.stjohannimpongau.at/Sanierung_in_der_Liechtensteinklamm_laeuft_auf_Hochdruck Homepage der Stadtgemeinde St. Johann im Pongau]</ref> <br> | | Nach einem einstimmigen Gemeindevertretungsbeschluss investierte die Gemeinde über 3,5 Millionen Euro in die Sanierung. <ref>[http://www.stjohannimpongau.at/Sanierung_in_der_Liechtensteinklamm_laeuft_auf_Hochdruck Homepage der Stadtgemeinde St. Johann im Pongau]</ref> <br> |
| | Die Umsetzung des Liechensteinklammprojektes war eines der umfangreichsten und anspruchsvollsten Bauvorhaben dieser Art in Österreich. | | Die Umsetzung des Liechensteinklammprojektes war eines der umfangreichsten und anspruchsvollsten Bauvorhaben dieser Art in Österreich. |
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| | In den folgenden zwei Jahren wurden aufwändige Sanierungsarbeiten in der Klamm durchgeführt. Am [[18. März]] [[2019]] wurde der offizielle Anstich für den 40 Meter langen "Karin-Tunnel" gefeiert. Er wurde nach seiner Tunnelpatin Karin Mitterer, der Gattin von Bürgermeister [[Günther Mitterer]] benannt und von Dechant [[Josef Dürlinger]] eingeweiht.<br> | | In den folgenden zwei Jahren wurden aufwändige Sanierungsarbeiten in der Klamm durchgeführt. Am [[18. März]] [[2019]] wurde der offizielle Anstich für den 40 Meter langen "Karin-Tunnel" gefeiert. Er wurde nach seiner Tunnelpatin Karin Mitterer, der Gattin von Bürgermeister [[Günther Mitterer]] benannt und von Dechant [[Josef Dürlinger]] eingeweiht.<br> |
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| − | 40 Personen arbeiteten täglich an der Sanierung und Neugestaltung des beliebten Ausflugsziels. Der letzte Tunneldurchschlag erfolgte Ende Juni 2019. Drei neue Tunnel- und vier Galerieanlagen mit einer Gesamtlänge von 130 Metern wurden errichtet. 59 Steinschlagschutznetze mit einer Gesamtlänge von 1 100 Meter wurden befestigt, dafür wurden rund 3 000 Meter Anker gebohrt. Die Schutznetze wurden mit dem Hubschrauber eingeflogen. Zusätzlich wurden umfangreiche Vorkehrungen für die Sonderbauten - Treppenanlage (Helix), Plattformen, Steganlagen und ein Brückenbauwerk - getroffen. Zur Überwachung von Felsklüften wurden schon 25 Kluftenweitenmesser (Telejointmeter) in den teils überhängenden und 200 m hohen Felsflanken montiert. | + | 40 Personen arbeiteten täglich an der Sanierung und Neugestaltung des beliebten Ausflugsziels. Der letzte Tunneldurchschlag erfolgte Ende Juni 2019. Drei neue Tunnel- und vier Galerieanlagen mit einer Gesamtlänge von 130 Metern wurden errichtet. 59 Steinschlagschutznetze mit einer Gesamtlänge von 1 100 Meter wurden befestigt, dafür wurden rund 3 000 Meter Anker gebohrt. Die Schutznetze wurden mit dem Hubschrauber eingeflogen. Zusätzlich wurden umfangreiche Vorkehrungen für die Sonderbauten - Treppenanlage (Helix), Plattformen, Steganlagen und ein Brückenbauwerk - getroffen. Zur Überwachung von Felsklüften wurden 25 Kluftenweitenmesser (Telejointmeter) in den teils überhängenden und 200 m hohen Felsflanken montiert. |
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| | Die neuen Tunnel- und Galeriestrecken sowie Aussichtsplattformen und Steganlagen wurden architektonisch an das Landschaftsbild der Klamm angepasst.<br> | | Die neuen Tunnel- und Galeriestrecken sowie Aussichtsplattformen und Steganlagen wurden architektonisch an das Landschaftsbild der Klamm angepasst.<br> |