Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
K
+ Kategorie(n)
Zeile 32: Zeile 32:  
== Kirchen der rechten Altstadt ==
 
== Kirchen der rechten Altstadt ==
 
=== St.-Sebastian-Kirche ===
 
=== St.-Sebastian-Kirche ===
: ''Hauptartikel: [[St.-Sebastian-Kirche]]''
+
: ''Hauptartikel [[St.-Sebastian-Kirche]]
    
Die erste Kirche wurde hier von [[1505]] bis [[1512]] als [[Gotik|gotische]] Kirche erbaut. Die St.-Sebastian-Kirche ist heute ein spät[[barock]]er Saalbau, die [[1749]] - [[1753]] entstand und vermutlich nach Plänen von [[Kassian Singer]] errichtet ist. Geweiht wurde die Kirche [[1754]]. Die an die Kirche angebaute ältere Kapelle, die dem heiligen Philippus Neri geweiht ist, stammt aus dem Jahr [[1684]].
 
Die erste Kirche wurde hier von [[1505]] bis [[1512]] als [[Gotik|gotische]] Kirche erbaut. Die St.-Sebastian-Kirche ist heute ein spät[[barock]]er Saalbau, die [[1749]] - [[1753]] entstand und vermutlich nach Plänen von [[Kassian Singer]] errichtet ist. Geweiht wurde die Kirche [[1754]]. Die an die Kirche angebaute ältere Kapelle, die dem heiligen Philippus Neri geweiht ist, stammt aus dem Jahr [[1684]].
    
=== Imbergkirche „der beiden heiligen Johannes auf dem Berge" ===
 
=== Imbergkirche „der beiden heiligen Johannes auf dem Berge" ===
: ''Hauptartikel: [[St. Johannes am Imberg]]''
+
: ''Hauptartikel [[St. Johannes am Imberg]]
    
Die kleine Kirche unterhalb des [[Kapuzinerkloster (Salzburg)|Kapuzinerkloster]]s ist ein kleiner und außen schlichter Bau. Er ist im Kern [[Romanik|romanisch]] und erstmals [[1319]] erwähnt. Von [[1594]] bis [[1599]] war die Kirche als Klosterkirche der [[Kapuzinerorden|Kapuziner]] genutzt. [[1681]] wurde die Kirche unter [[Fürsterzbischof]] [[Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg]] barockisiert, durch Kapellen erweitert und bekam einen Zwiebelturm. Die Kirche war einst auch als Wallfahrtskirche und als Bruderschaftskirche von Bedeutung.  
 
Die kleine Kirche unterhalb des [[Kapuzinerkloster (Salzburg)|Kapuzinerkloster]]s ist ein kleiner und außen schlichter Bau. Er ist im Kern [[Romanik|romanisch]] und erstmals [[1319]] erwähnt. Von [[1594]] bis [[1599]] war die Kirche als Klosterkirche der [[Kapuzinerorden|Kapuziner]] genutzt. [[1681]] wurde die Kirche unter [[Fürsterzbischof]] [[Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg]] barockisiert, durch Kapellen erweitert und bekam einen Zwiebelturm. Die Kirche war einst auch als Wallfahrtskirche und als Bruderschaftskirche von Bedeutung.  
Zeile 45: Zeile 45:  
=== Dreifaltigkeitskirche ===
 
=== Dreifaltigkeitskirche ===
 
[[Bild:Dreifaltigkeitskirche 22.07.2007.JPG|thumb|left|Dreifaltigkeitskirche]]
 
[[Bild:Dreifaltigkeitskirche 22.07.2007.JPG|thumb|left|Dreifaltigkeitskirche]]
: ''Hauptartikel: [[Dreifaltigkeitskirche]]''
+
: ''Hauptartikel [[Dreifaltigkeitskirche]]
    
Die Dreifaltigkeitskirche ist der größte Kirchenbau aus [[Erzbistum (Überblick)|fürsterzbischöflicher Zeit]] der inneren rechten Altstadt. Die als Zentralbau gestaltete Kirche entstand [[1694]] bis [[1702]] und ist der erste Bau Johann Bernhard [[Fischer von Erlach]]s in Salzburg. Als Vorbild dienten dabei römische Sakralbauten. Auffallend ist bei dieser Kirche bereits die dezente Verwendung der Schmuckelemente, die sich dem architektonischen Gesamtwerk unterordnen.  
 
Die Dreifaltigkeitskirche ist der größte Kirchenbau aus [[Erzbistum (Überblick)|fürsterzbischöflicher Zeit]] der inneren rechten Altstadt. Die als Zentralbau gestaltete Kirche entstand [[1694]] bis [[1702]] und ist der erste Bau Johann Bernhard [[Fischer von Erlach]]s in Salzburg. Als Vorbild dienten dabei römische Sakralbauten. Auffallend ist bei dieser Kirche bereits die dezente Verwendung der Schmuckelemente, die sich dem architektonischen Gesamtwerk unterordnen.  
Zeile 52: Zeile 52:     
=== Evangelische Christuskirche ===
 
=== Evangelische Christuskirche ===
: ''Hauptartikel: [[Evangelische Christuskirche]]''
+
: ''Hauptartikel [[Evangelische Christuskirche]]
    
Die evangelische Kirche wurde [[1863]] bis [[1867]] von [[Jakob Götz]] errichtet, dem gleichen Architekten der (dort gemeinsam mit [[Otto Laschenzky]]) die [[Pfarrkirche Maria Hilf|katholische Kirche]] von [[Leopoldskroner-Moos]] gestaltete. 370 Gefangene des österreichisch-preußischen Krieges mussten beim Kirchbau mitarbeiten. [[1867]] konnte die erste evangelische Kirche im [[Salzburg (Bundesland)|Bundesland Salzburg]] eingeweiht werden.
 
Die evangelische Kirche wurde [[1863]] bis [[1867]] von [[Jakob Götz]] errichtet, dem gleichen Architekten der (dort gemeinsam mit [[Otto Laschenzky]]) die [[Pfarrkirche Maria Hilf|katholische Kirche]] von [[Leopoldskroner-Moos]] gestaltete. 370 Gefangene des österreichisch-preußischen Krieges mussten beim Kirchbau mitarbeiten. [[1867]] konnte die erste evangelische Kirche im [[Salzburg (Bundesland)|Bundesland Salzburg]] eingeweiht werden.
Zeile 58: Zeile 58:  
== Sehenswerte historische Profanbauten ==
 
== Sehenswerte historische Profanbauten ==
 
=== Universität Mozarteum (Primogeniturpalast) ===
 
=== Universität Mozarteum (Primogeniturpalast) ===
: ''Hauptartikel: [[Primogeniturpalast]]''
+
: ''Hauptartikel [[Primogeniturpalast]]
    
Das monumentale Gebäude gegenüber dem Priesterhaus wurde [[1631]] als Palast der Lodronschen Primogenitur, also für die Familie des jeweils erstgeborenen Grafen von Lodron erbaut. [[1972]] wurde das Haus abgetragen, um der Hochschule Platz zu machen. Nur die Außenwände blieben dabei erhalten. Die zwei Portale tragen jeweils ein Wappen [[Paris Graf von Lodron|Paris Lodrons]]. Im [[19. Jahrhundert]] war hier das [[Borromäum]] untergebracht, eine katholische Privatschule, die zuerst vor allem für Priesterkandidaten diente und später allgemeines Gymnasium wurde. Diese Bildungsanstalt hat heute im Raum [[Äußerer Stein|Äußeren Stein]] eine neue Heimat gefunden. Die dortige alte [[Borromäuskirche]], um [[1850]] erbaut, ist heute wieder abgetragen.  
 
Das monumentale Gebäude gegenüber dem Priesterhaus wurde [[1631]] als Palast der Lodronschen Primogenitur, also für die Familie des jeweils erstgeborenen Grafen von Lodron erbaut. [[1972]] wurde das Haus abgetragen, um der Hochschule Platz zu machen. Nur die Außenwände blieben dabei erhalten. Die zwei Portale tragen jeweils ein Wappen [[Paris Graf von Lodron|Paris Lodrons]]. Im [[19. Jahrhundert]] war hier das [[Borromäum]] untergebracht, eine katholische Privatschule, die zuerst vor allem für Priesterkandidaten diente und später allgemeines Gymnasium wurde. Diese Bildungsanstalt hat heute im Raum [[Äußerer Stein|Äußeren Stein]] eine neue Heimat gefunden. Die dortige alte [[Borromäuskirche]], um [[1850]] erbaut, ist heute wieder abgetragen.  
Zeile 65: Zeile 65:     
=== Schloss Mirabell ===  
 
=== Schloss Mirabell ===  
: ''Hauptartikel: [[Schloss Mirabell]]''
+
: ''Hauptartikel [[Schloss Mirabell]]
 
[[Bild:Schloss mirabell.jpg|thumb|[[Schloss Mirabell]]]]
 
[[Bild:Schloss mirabell.jpg|thumb|[[Schloss Mirabell]]]]
 
Das Schloss Mirabell, außerhalb der damaligen Stadt Salzburgs, wurde [[1606]] von Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] als Landsitz für die Geliebte oder heimliche Ehefrau des Fürsterzbischofs, [[Salome Alt]] errichtet und als [[Schloss Altenau]] bezeichnet. [[Markus Sittikus von Hohenems|Markus Sittikus]] gab dem Schloss dann seinen heutigen Namen. [[1818]] durch einen [[Stadtbrand Salzburg 1818|Stadtteilbrand]] stark beschädigt, wurde das Schloss danach nicht in seiner alten feingliedrigen Form aufgebaut, sondern im nüchternen [[Klassizismus|klassizistischen]] Stil. Der mächtige Turm in der Mitte der Ostfassade wurde abgetragen.  
 
Das Schloss Mirabell, außerhalb der damaligen Stadt Salzburgs, wurde [[1606]] von Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] als Landsitz für die Geliebte oder heimliche Ehefrau des Fürsterzbischofs, [[Salome Alt]] errichtet und als [[Schloss Altenau]] bezeichnet. [[Markus Sittikus von Hohenems|Markus Sittikus]] gab dem Schloss dann seinen heutigen Namen. [[1818]] durch einen [[Stadtbrand Salzburg 1818|Stadtteilbrand]] stark beschädigt, wurde das Schloss danach nicht in seiner alten feingliedrigen Form aufgebaut, sondern im nüchternen [[Klassizismus|klassizistischen]] Stil. Der mächtige Turm in der Mitte der Ostfassade wurde abgetragen.  
Zeile 75: Zeile 75:  
== Bemerkenswerte historische Gassen und Plätze ==
 
== Bemerkenswerte historische Gassen und Plätze ==
 
=== Linzer Gasse ===
 
=== Linzer Gasse ===
: ''Hauptartikel: [[Linzer Gasse]]
+
: ''Hauptartikel [[Linzer Gasse]]
    
Die Linzer Gasse war in fürsterzbischöflicher Zeit die alte Hauptstraße der rechtsufrigen Stadt Salzburg und Ausfallstraße nach Osten gegen (Nieder-)[[Gnigl]], wo sich der historische Fahrweg gabelt und einerseits nach Graz ([[Wolfgangsee Straße (Landesstraße)|Grazer Reichsstraße]], Teil der "Eisenstraße") und anderseits nach [[Linz]] (einst k.k. Österreich, [[Wiener Straße|Linzer Reichsstraße]]) führte. Erste Funde im Boden dieser Straße stammen bereits aus der [[Römer]]zeit. Sie besitzt heute einen geschlossenen Bestand mittelalterlicher Häuser und von Häusern des [[16. Jahrhundert]]s, die im Süden vielfach direkt an den Fels anschließen. Über die [[Franziskuspforte]] und den [[Stefan-Zweig-Weg]] gelangt man auf den [[Kapuzinerberg]], mit zwei schönen Aussichtspunkten.  
 
Die Linzer Gasse war in fürsterzbischöflicher Zeit die alte Hauptstraße der rechtsufrigen Stadt Salzburg und Ausfallstraße nach Osten gegen (Nieder-)[[Gnigl]], wo sich der historische Fahrweg gabelt und einerseits nach Graz ([[Wolfgangsee Straße (Landesstraße)|Grazer Reichsstraße]], Teil der "Eisenstraße") und anderseits nach [[Linz]] (einst k.k. Österreich, [[Wiener Straße|Linzer Reichsstraße]]) führte. Erste Funde im Boden dieser Straße stammen bereits aus der [[Römer]]zeit. Sie besitzt heute einen geschlossenen Bestand mittelalterlicher Häuser und von Häusern des [[16. Jahrhundert]]s, die im Süden vielfach direkt an den Fels anschließen. Über die [[Franziskuspforte]] und den [[Stefan-Zweig-Weg]] gelangt man auf den [[Kapuzinerberg]], mit zwei schönen Aussichtspunkten.  
Zeile 86: Zeile 86:     
=== Steingasse ===
 
=== Steingasse ===
: ''Hauptartikel: [[Steingasse]]''
+
: ''Hauptartikel [[Steingasse]]
    
Die Steingasse ist ein sehr alter Fahrweg und war schon Teil einer [[Römerstraße (römisches Straßennetz)|Römerstraße]]. Bis ins [[19. Jahrhundert]] war die Steingasse eine schlecht gewartete Vorstadt-Fahrstraße. Es wohnten vor allem ärmere Leute in dieser Gasse und bis Mitte des [[18. Jahrhundert]] fanden sich die Weißgerber in den salzachseitig gelegenen Häusern. Außerhalb des [[Inneres Steintor|Inneren Steintores]], wo eben nur arme Leute wohnten und es mehr Frischluft gab als in den engen Altstadtgassen, durften sie ihr geruchintensives Handwerk betreiben.
 
Die Steingasse ist ein sehr alter Fahrweg und war schon Teil einer [[Römerstraße (römisches Straßennetz)|Römerstraße]]. Bis ins [[19. Jahrhundert]] war die Steingasse eine schlecht gewartete Vorstadt-Fahrstraße. Es wohnten vor allem ärmere Leute in dieser Gasse und bis Mitte des [[18. Jahrhundert]] fanden sich die Weißgerber in den salzachseitig gelegenen Häusern. Außerhalb des [[Inneres Steintor|Inneren Steintores]], wo eben nur arme Leute wohnten und es mehr Frischluft gab als in den engen Altstadtgassen, durften sie ihr geruchintensives Handwerk betreiben.
Zeile 95: Zeile 95:     
=== Platzl ===
 
=== Platzl ===
: ''Hauptartikel: [[Platzl]]''
+
: ''Hauptartikel [[Platzl]]
    
Seit [[1598]] bildet das Platzl rechtsufrig den Brückenkopf an der [[Salzach]]. Dazu ließ Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau einige Häuser abreißen, um dem neuen Platz an der Brücke ein repräsentatives Aussehen zu geben. Aber schon vorher befand sich hier der "''Markt jenseits der Brücke''" für die Bewohner der rechten Altstadt. Noch bis [[1862]] war hier der kleine Grünmarkt. Im Jahr [[1908]] wurde das alte [[Zellereck am Platzl|Zellereck]] am Platzl abgerissen um den Verkehrsfluss (!) von der [[Dreifaltigkeitsgasse]] und der Linzer Gasse zum Platzl zu verbessern.  
 
Seit [[1598]] bildet das Platzl rechtsufrig den Brückenkopf an der [[Salzach]]. Dazu ließ Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau einige Häuser abreißen, um dem neuen Platz an der Brücke ein repräsentatives Aussehen zu geben. Aber schon vorher befand sich hier der "''Markt jenseits der Brücke''" für die Bewohner der rechten Altstadt. Noch bis [[1862]] war hier der kleine Grünmarkt. Im Jahr [[1908]] wurde das alte [[Zellereck am Platzl|Zellereck]] am Platzl abgerissen um den Verkehrsfluss (!) von der [[Dreifaltigkeitsgasse]] und der Linzer Gasse zum Platzl zu verbessern.  
Zeile 102: Zeile 102:     
=== Makartplatz ===
 
=== Makartplatz ===
: ''Hauptartikel: [[Makartplatz]]''
+
: ''Hauptartikel [[Makartplatz]]
 
''Hannibalplatz'', ''Dr.-Dollfuß-Platz'', ''[[Adolf Hitler|Adolf-Hitler]]-Platz'', das waren die früheren Namen des Makartplatzes. Wo heute das [[Hotel Bristol]] befand sich das [[Erstes Salzburger Elektricitätswerk|erste Salzburger ''Elektricitätswerk'']]. Daneben das heutige [[Landestheater]]. Auch eines der beiden [[Mozart]]-Wohnhäuser befindet sich an diesem Platz sowie die [[Dreifaltigkeitskirche]].
 
''Hannibalplatz'', ''Dr.-Dollfuß-Platz'', ''[[Adolf Hitler|Adolf-Hitler]]-Platz'', das waren die früheren Namen des Makartplatzes. Wo heute das [[Hotel Bristol]] befand sich das [[Erstes Salzburger Elektricitätswerk|erste Salzburger ''Elektricitätswerk'']]. Daneben das heutige [[Landestheater]]. Auch eines der beiden [[Mozart]]-Wohnhäuser befindet sich an diesem Platz sowie die [[Dreifaltigkeitskirche]].
    
=== Mirabellplatz ===
 
=== Mirabellplatz ===
: ''Hauptartikel: [[Mirabellplatz]]''
+
: ''Hauptartikel [[Mirabellplatz]]
    
Das Areal um das Schloss Mirabell lag lange Zeit vor den [[Stadttore in Salzburg|Stadttoren]] und somit nicht verbaut. Erst im [[19. Jahrhundert]] entstanden dann langsam auch dort Gebäude, die heutige [[Rainerstraße]], damals ''Westbahnstraße'', wurde zu einer Art Prachtstraße, die die alte Stadt mit dem [[Salzburger Hauptbahnhof]] verband. Großzügig angelegt, blieb Platz vor dem Schloss Mirabell.
 
Das Areal um das Schloss Mirabell lag lange Zeit vor den [[Stadttore in Salzburg|Stadttoren]] und somit nicht verbaut. Erst im [[19. Jahrhundert]] entstanden dann langsam auch dort Gebäude, die heutige [[Rainerstraße]], damals ''Westbahnstraße'', wurde zu einer Art Prachtstraße, die die alte Stadt mit dem [[Salzburger Hauptbahnhof]] verband. Großzügig angelegt, blieb Platz vor dem Schloss Mirabell.
Zeile 112: Zeile 112:  
== Historische Gärten und Friedhöfe==
 
== Historische Gärten und Friedhöfe==
 
=== Mirabellgarten ===  
 
=== Mirabellgarten ===  
: ''Hauptartikel: [[Mirabellgarten]]''
+
: ''Hauptartikel [[Mirabellgarten]]
 
[[Datei:Neustadt-Mirabellgarten-Pegasus.jpg|thumb|Pegasus im Mirabellgarten]]
 
[[Datei:Neustadt-Mirabellgarten-Pegasus.jpg|thumb|Pegasus im Mirabellgarten]]
 
Der Mirabellgarten umgibt das [[Schloss Mirabell]]. Die [[barock]]e Gartenanlage wurde von [[Johann Bernhard Fischer von Erlach]] angelegt und um [[1730]] von [[Anton Danreiter]] verändert. Die [[Orangerie Schloss Mirabell|Orangerie]] mit dem angrenzenden Palmenhaus entstand um [[1725]]. Das kleine lang gestreckte [[Heckentheater]] mit seinen von geschnittenen Gehölz eingefassten symmetrischen Wegen und seinen zentralen Freiflächen wurde zwischen [[1704]] und [[1718]] auf der Lodronsche Wehrmauer errichtet wird auch heute noch gelegentlich für kleine Theateraufführungen oder für Konzerte verwendet. Die [[Wasserbastei]] ist eine kleine Vorbastei und der letzte Rest des einst mächtigen Lodronschen Basteigürtels. Der historische [[Zwergelgarten]] vor der Wasserbastei wurde im frühen [[19. Jahrhundert]] zerstört.  
 
Der Mirabellgarten umgibt das [[Schloss Mirabell]]. Die [[barock]]e Gartenanlage wurde von [[Johann Bernhard Fischer von Erlach]] angelegt und um [[1730]] von [[Anton Danreiter]] verändert. Die [[Orangerie Schloss Mirabell|Orangerie]] mit dem angrenzenden Palmenhaus entstand um [[1725]]. Das kleine lang gestreckte [[Heckentheater]] mit seinen von geschnittenen Gehölz eingefassten symmetrischen Wegen und seinen zentralen Freiflächen wurde zwischen [[1704]] und [[1718]] auf der Lodronsche Wehrmauer errichtet wird auch heute noch gelegentlich für kleine Theateraufführungen oder für Konzerte verwendet. Die [[Wasserbastei]] ist eine kleine Vorbastei und der letzte Rest des einst mächtigen Lodronschen Basteigürtels. Der historische [[Zwergelgarten]] vor der Wasserbastei wurde im frühen [[19. Jahrhundert]] zerstört.  
    
=== Sebastiansfriedhof ===
 
=== Sebastiansfriedhof ===
: ''Hauptartikel: [[Sebastiansfriedhof]]''
+
: ''Hauptartikel [[Sebastiansfriedhof]]
 
Der Sebastianfriedhof wurde nach dem Vorbild italienischer "''Campi Santi''"  neben der [[St.-Sebastian-Kirche]] errichtet. Im Auftrag von Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau führte der italienische Baumeister [[Andrea Bertoleto]] von [[1600]] bis [[1605]] den Bau aus. Schon vorher befand sich hier ein kleiner Friedhof neben dem Bruderhof und der gotischen Sebastianskirche, noch früher wohl ein [[Pest]]<nowiki>friedhof</nowiki>.  
 
Der Sebastianfriedhof wurde nach dem Vorbild italienischer "''Campi Santi''"  neben der [[St.-Sebastian-Kirche]] errichtet. Im Auftrag von Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau führte der italienische Baumeister [[Andrea Bertoleto]] von [[1600]] bis [[1605]] den Bau aus. Schon vorher befand sich hier ein kleiner Friedhof neben dem Bruderhof und der gotischen Sebastianskirche, noch früher wohl ein [[Pest]]<nowiki>friedhof</nowiki>.  
   Zeile 126: Zeile 126:  
== Klöster ==
 
== Klöster ==
 
=== Loretokloster der Kapuzinerinnen ===
 
=== Loretokloster der Kapuzinerinnen ===
: ''Hauptartikel: [[Loretokloster]]''
+
: ''Hauptartikel [[Loretokloster]]
    
Ein im Ausland vielfach sehr bekanntes Wallfahrtskloster ist das Loretokloster an der [[Paris-Lodron-Straße]]. Als der Schwedenkönig im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] [[1632]] in [[Bayern]] einfiel und München besetzte, flohen die Nonnen des Frauenklosters in Landshut, die dem dritten Orden des heiligen Franziskus angehören, nach [[Altstadt|Salzburg]] und baten hier um Schutz und Hilfe. Eine besondere Anziehung übt hier das um [[1620]] geschaffene "Loretokindl", eine kleine geschnitzte Elfenbeinfigur in kostbarem Edelstein besetztem Gewand aus, die um [[1650]] ins Kloster kam.  
 
Ein im Ausland vielfach sehr bekanntes Wallfahrtskloster ist das Loretokloster an der [[Paris-Lodron-Straße]]. Als der Schwedenkönig im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] [[1632]] in [[Bayern]] einfiel und München besetzte, flohen die Nonnen des Frauenklosters in Landshut, die dem dritten Orden des heiligen Franziskus angehören, nach [[Altstadt|Salzburg]] und baten hier um Schutz und Hilfe. Eine besondere Anziehung übt hier das um [[1620]] geschaffene "Loretokindl", eine kleine geschnitzte Elfenbeinfigur in kostbarem Edelstein besetztem Gewand aus, die um [[1650]] ins Kloster kam.  
    
=== Kapuzinerkloster ===
 
=== Kapuzinerkloster ===
: ''Hauptartikel: [[Kapuzinerkloster (Salzburg)|Kapuzinerkloster]]''
+
: ''Hauptartikel [[Kapuzinerkloster (Salzburg)|Kapuzinerkloster]]
    
Fürsterzbischof Wolf Dietrich holte als Antwort auf die Reformation Luthers als zweiten Bettelorden nach den [[Franziskanerorden|Franziskanern]] [[1596]] die [[Kapuzinerorden|Kapuziner]] nach Salzburg und ließ das Kapuzinerkloster am [[Kapuzinerberg]] errichten. [[1813]] hielten die [[Salzburg Teil des Königreichs Bayern|Bayern]] das Kloster besetzt. [[1939]] wurde in der Zeit des [[Nationalsozialismus]] das Kloster samt Kirche enteignet. Es sollte abgerissen werden, um Platz für das geplante gigantische [[Ungebautes Salzburg|Gauforum]] zu schaffen. Nach der Rückkehr der Ordensbrüder im Jahr [[1945]] war die Kirche lange von Flüchtlingen mit bewohnt. Die letzte umfangreiche Renovierung des Klosters erfolgte [[1980]] bis [[1983]].  
 
Fürsterzbischof Wolf Dietrich holte als Antwort auf die Reformation Luthers als zweiten Bettelorden nach den [[Franziskanerorden|Franziskanern]] [[1596]] die [[Kapuzinerorden|Kapuziner]] nach Salzburg und ließ das Kapuzinerkloster am [[Kapuzinerberg]] errichten. [[1813]] hielten die [[Salzburg Teil des Königreichs Bayern|Bayern]] das Kloster besetzt. [[1939]] wurde in der Zeit des [[Nationalsozialismus]] das Kloster samt Kirche enteignet. Es sollte abgerissen werden, um Platz für das geplante gigantische [[Ungebautes Salzburg|Gauforum]] zu schaffen. Nach der Rückkehr der Ordensbrüder im Jahr [[1945]] war die Kirche lange von Flüchtlingen mit bewohnt. Die letzte umfangreiche Renovierung des Klosters erfolgte [[1980]] bis [[1983]].  
    
== Reste alter Wehranlagen ==
 
== Reste alter Wehranlagen ==
:''Hauptartikel: [[Stadtbefestigungen]]''
+
:''Hauptartikel [[Stadtbefestigungen]]
    
Der Großteil der historischen Wehranlagen der Stadt ist nicht erhalten. Der alte Ring von Basteien mit dem [[Bollwerk St. Vital]], dem [[St. Virgil Bollwerk]] (heute [[Kurgarten]]), dem [[St. Heinrich Bollwerk]] und als Halbbastei das [[St. Sebastian Bollwerk]] ist geschliffen und nur im Straßenring zwischen [[Franz-Josef-Straße]] und der [[Auerspergstraße]] noch zu erahnen.  
 
Der Großteil der historischen Wehranlagen der Stadt ist nicht erhalten. Der alte Ring von Basteien mit dem [[Bollwerk St. Vital]], dem [[St. Virgil Bollwerk]] (heute [[Kurgarten]]), dem [[St. Heinrich Bollwerk]] und als Halbbastei das [[St. Sebastian Bollwerk]] ist geschliffen und nur im Straßenring zwischen [[Franz-Josef-Straße]] und der [[Auerspergstraße]] noch zu erahnen.  
Zeile 164: Zeile 164:  
* [[Österreichischer Städteatlas Salzburg]], diese Quelle erweist sich allerdings vielfach als wenig verlässlich, siehe dazu [[Diskussion:Österreichischer Städteatlas Salzburg|Diskussion:Österreichischer Städteatlas Salzburg - Fehlerhaftigkeit des Österreichischen Städteatlas Salzburg]]  
 
* [[Österreichischer Städteatlas Salzburg]], diese Quelle erweist sich allerdings vielfach als wenig verlässlich, siehe dazu [[Diskussion:Österreichischer Städteatlas Salzburg|Diskussion:Österreichischer Städteatlas Salzburg - Fehlerhaftigkeit des Österreichischen Städteatlas Salzburg]]  
 
* {{Quelle SAGIS}}  
 
* {{Quelle SAGIS}}  
   
==== Einzelnachweise ====
 
==== Einzelnachweise ====
 
<references/>
 
<references/>
 +
 
{{Stadtteile Stadt Salzburg}}
 
{{Stadtteile Stadt Salzburg}}
    +
[[Kategorie:Geografie]]
 
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
 
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
 
[[Kategorie:Altstadt]]
 
[[Kategorie:Altstadt]]
 
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)|!]]
 
[[Kategorie:Altstadt (rechtes Salzachufer)|!]]

Navigationsmenü