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| | {{#ev:youtube|JoCNXQcp60M|280|right|Erkundungsflug am 18. November 2019 über die Muren im Gasteinertal 24 sek. Video}} | | {{#ev:youtube|JoCNXQcp60M|280|right|Erkundungsflug am 18. November 2019 über die Muren im Gasteinertal 24 sek. Video}} |
| − | Die '''Chronik des Winters 2019–2020''' sammelt Daten zu Wetterkapriolen oder sonstigen besonderen Winter-Ereignissen. | + | Die Chronik des '''Winters 2019–2020''' sammelt Daten zu Wetterkapriolen oder sonstigen besonderen Winter-Ereignissen. |
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| | == November 2019 == | | == November 2019 == |
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| | === Mure traf Häuser in Gastein: Helfer riskierten ihr Leben, um Frauen zu retten === | | === Mure traf Häuser in Gastein: Helfer riskierten ihr Leben, um Frauen zu retten === |
| | [[Datei:Chronik des Winters 2019–2020 November 08.jpg|thumb|18. November: Hangrutschung und Murenabgang nach Starkregen in [[Bad Gastein]]- Die zerstörten Häusern.]] | | [[Datei:Chronik des Winters 2019–2020 November 08.jpg|thumb|18. November: Hangrutschung und Murenabgang nach Starkregen in [[Bad Gastein]]- Die zerstörten Häusern.]] |
| − | Nach 22 Uhr am [[17. November]] verschüttete in [[Badbruck]] in [[Bad Gastein]] eine Mure ein Haus und drückte in Folge ein zweites Haus zusammen. Zwei Personen waren verschüttet. Die erste Person war rasch geborgen, die zweite konnte jedoch von der [[Freiwillige Feuerwehr Bad Gastein|Freiwilligen Feuerwehr Bad Gastein]] nur unter Lebensgefahr geborgen werden. Eine 75-Jährige kam relativ glimpflich davon. Sie wird mit leichten Verletzungen stationär behandelt. Ihre 79-jährige Nachbarin wurde hingegen wegen der Art und Schwere ihrer Verletzungen ins [[Landeskrankenhaus]] in der [[Stadt Salzburg]] gebracht. | + | Nach 22 Uhr am [[17. November]] verschüttete in [[Badbruck]] in [[Bad Gastein]] eine [[Mure]] ein Haus und drückte in Folge ein zweites Haus zusammen. Zwei Personen waren verschüttet. Die erste Person war rasch geborgen, die zweite konnte jedoch von der [[Freiwillige Feuerwehr Bad Gastein|Freiwilligen Feuerwehr Bad Gastein]] nur unter Lebensgefahr geborgen werden. Eine 75-Jährige kam relativ glimpflich davon. Sie wird mit leichten Verletzungen stationär behandelt. Ihre 79-jährige Nachbarin wurde hingegen wegen der Art und Schwere ihrer Verletzungen ins [[Landeskrankenhaus]] in der [[Stadt Salzburg]] gebracht. |
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| − | Am Montag, den [[18. November]] entspannte sich die Hochwassersituation weitgehend. Viele Straßen und einige Schulen bliebben gesperrt, und die Zivilschutzwarnungen für Muhr im Lungau sowie in Großarl, Hüttschlag und Bad Hofgastein im Pongau waren bis auf weiteres aufrecht.<ref>Quelle Salzburger Landeskorrespondenz vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&nachrid=62589 18. November 2019]</ref> | + | Am Montag, den [[18. November]] entspannte sich die Hochwassersituation weitgehend. Viele Straßen und einige Schulen bliebben gesperrt, und die Zivilschutzwarnungen für [[Muhr]] im [[Lungau]] sowie in Großarl, Hüttschlag und Bad Hofgastein im Pongau waren bis auf weiteres aufrecht.<ref>Quelle Salzburger Landeskorrespondenz vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&nachrid=62589 18. November 2019]</ref> |
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| | + | == Dezember 2019 und Jänner 2020 == |
| | + | Es folgten zwei ganz normale Wintermonate mit Schnee in höheren Berglagen und keinem Schnee unter etwa 900 Metern Seehöhe. Zu Weihnachten lag im Stadtgebiet von Salzburg und im Flachgau kein Schnee. |
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| | + | In der Nacht auf Dienstag, den [[21. Jänner]] [[2020]], wurde in [[Radstadt]] die bisher tiefste Temperatur in diesem Winter im Land Salzburg gemessen, aber nur knapp. Das Thermometer zeigte minus 16,9 Grad Celsius. |
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| | + | Der bisherige Tiefstwert wurde schon am [[12. Dezember]] mit minus 16,7 Grad Celsius in [[Tamsweg]] verzeichnet. Dass neben dem [[Lungau]] auch Radstadt immer wieder mit Extremwerten auffällt, hängt laut [[ZAMG]]-Meteorologin Claudia Riedl mit mehreren Faktoren zusammen. "''Die Wetterstation liegt auf 835 [[M ü. A.|Meter Seehöhe]] in einem Tal und auf einem Feld. Das ist ein Kaltluftsee. Ein paar Hundert Meter weiter sieht es schon wieder anders aus.''" |
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| | + | In [[St. Michael im Lungau|St. Michael]] wurden in der Nacht auf Dienstag minus 15,8 Grad Celsius gemessen. Kalt war es auch in [[Mittersill]] mit minus 15,4 Grad Celsius. Ein anderes Bild bietet sich auf den Bergen. Durch die ausgeprägte Inversionswetterlage ist es dort wesentlich milder. Gegen 10 Uhr vormittags hatte es am Dienstag auf der [[Zell am See|Zeller]] [[Schmittenhöhe]] +4,5 Grad Celsius und auf der [[Loferer Alm]] sogar +8,2 Grad Celsius. |
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| | + | "''Auch in der Nacht sinken die Temperaturen dort nicht unter den Gefrierpunkt''", sagt Riedl. Das hat zur Folge, dass es trotz einiger sehr kalter Orte im Durchschnitt noch immer zu warm ist. Riedl: "''Im Österreichschnitt war der Montag der bisher einzige Tag im Jänner, der im Vergleich zum langjährigen Mittel zu kalt war, und zwar um 0,8 Grad. Alle anderen Jännertage waren um 0,3 Grad bis zu 7 Grad am 9. Jänner zu warm. Der gesamte Monat liegt bisher 2,5 Grad über dem langjährigen Mittel.''"<ref>[[Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/salzburg/chronik/video-minus-16-9-grad-tiefste-temperatur-dieses-winters-in-salzburg-gemessen-82321825 21. Jänner 2020]</ref> |
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| | == Quellen == | | == Quellen == |
| | <references/> | | <references/> |
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| | + | {{Chronologien Winter}} |
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| | [[Kategorie:Sonstiges]] | | [[Kategorie:Sonstiges]] |