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{{Dieser Artikel|behandelt den ersten Teil der '''Geschichte des Landes Salzburg''', die weiteren Teile finden sich hier: [[Geschichte des Landes, Teil 2]] und [[Geschichte des Landes, Teil 3]].}}
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{{Geschichte des Landes Salzburg}}
 
Für die Salzburger Landesgeschichte konnte Salzburgwiki wissenschaftliche Mitarbeiter gewinnen. Universitätsprofessor [[Heinz Dopsch]], der an der [[Universität Salzburg]] lehrte und zu den profiliertesten Kennern der Geschichte unseres Bundeslandes zählt, hat einen ersten Grundtext über die Landesgeschichte für Salzburgwiki verfasst.
 
Für die Salzburger Landesgeschichte konnte Salzburgwiki wissenschaftliche Mitarbeiter gewinnen. Universitätsprofessor [[Heinz Dopsch]], der an der [[Universität Salzburg]] lehrte und zu den profiliertesten Kennern der Geschichte unseres Bundeslandes zählt, hat einen ersten Grundtext über die Landesgeschichte für Salzburgwiki verfasst.
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===Die ersten Siedlungen===  
 
===Die ersten Siedlungen===  
''Hauptartikel: [[ Anfänge (Überblick)]]''
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''Hauptartikel [[ Anfänge (Überblick)]]  
    
Bereits in der [[Altsteinzeit]] vor ca. 50 000 Jahren haben Menschen im [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]] gelebt. In der [[Schlenken-Durchgangshöhle]] bei [[Hallein]] und am [[Oberrainerkogel]] bei [[Unken]] im [[Pinzgau]] stieß man auf ihre Spuren.  
 
Bereits in der [[Altsteinzeit]] vor ca. 50 000 Jahren haben Menschen im [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]] gelebt. In der [[Schlenken-Durchgangshöhle]] bei [[Hallein]] und am [[Oberrainerkogel]] bei [[Unken]] im [[Pinzgau]] stieß man auf ihre Spuren.  
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In der [[Jungsteinzeit]] (4000 - 1900 v. Chr.) vollzog sich der für die Entwicklung der Menschheit entscheidende Übergang vom umher streifenden Jäger und Sammler zum sesshaften Bauern. Fast das gesamte Land wurde erschlossen und besiedelt. Frühe und dauerhafte Höhensiedlungen trugen im Stadtbereich von [[Salzburg]]der [[Rainberg]], der dem [[Mönchsberg]] südlich vorgelagert ist, und der [[Hellbrunner Berg]].  
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In der [[Jungsteinzeit]] (4000–1900 v. Chr.) vollzog sich der für die Entwicklung der Menschheit entscheidende Übergang vom umher streifenden Jäger und Sammler zum sesshaften Bauern. Fast das gesamte Land wurde erschlossen und besiedelt. Frühe und dauerhafte Höhensiedlungen trugen im Stadtbereich von [[Salzburg]]der [[Rainberg]], der dem [[Mönchsberg]] südlich vorgelagert ist, und der [[Hellbrunner Berg]].  
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Die Epoche der [[Bronzezeit]] (1900 - 1250 v. Chr.) bescherte Salzburg als Zentrum des [[Kupferbergbau]]s in den Ostalpen eine erste wirtschaftliche Blüte: In [[Mitterberg (Pongau)|Mitterberg]] bei [[Mühlbach am Hochkönig]] und in den benachbarten Bergbaugebieten wurden bis ca. 700 v. Chr. mehr als 20 000 Tonnen Kupfer gefördert.
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Die Epoche der [[Bronzezeit]] (1900–1250 v. Chr.) bescherte Salzburg als Zentrum des [[Kupferbergbau]]s in den Ostalpen eine erste wirtschaftliche Blüte: In [[Mitterberg (Pongau)|Mitterberg]] bei [[Mühlbach am Hochkönig]] und in den benachbarten Bergbaugebieten wurden bis ca. 700 v. Chr. mehr als 20 000 Tonnen Kupfer gefördert.
    
==Kelten und Römer==  
 
==Kelten und Römer==  
: ''Hauptartikel: [[Kelten]]''
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: ''Hauptartikel [[Kelten]]  
: ''Hauptartikel: [[Römer]]''
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: ''Hauptartikel [[Römer]]  
    
Die Geschichte Salzburgs ist stark von der Landschaft geprägt worden, die das Land in zwei sehr unterschiedliche Gebiete teilt: Einerseits das kleinere, gut zugängliche und wirtschaftlich bedeutendere "Land vor dem Gebirg" ([[Außergebirg]]) mit der [[Stadt Salzburg]], dem [[Flachgau]] und dem [[Tennengau]] sowie dem heute [[Bayern|bayerischen]] [[Rupertiwinkel]]. Andererseits das "Land inner Gebirg" ([[Innergebirg]]) mit [[Pongau]], [[Pinzgau]] und[[ Lungau]], das nur dünn besiedelt und schlecht zugänglich war. Da dieses Gebiet schwer überwacht werden konnte, haben fast alle Aufstände und Protestbewegungen wie die [[Vor und nach den Bauernkriegen (Überblick)|Bauernkriege]] oder der [[Protestantenvertreibung]] ihr Zentrum in den Gebirgsgauen gehabt. Die Stadt Salzburg hat ihre politische und wirtschaftliche Ausnahmeposition ihrer Lage am "Wegekreuz der Ostalpen" zu verdanken, wo schon seit römischer Zeit die Straße über den [[Radstädter Tauern]] mit der Voralpenstraße nach Linz und Wien sowie der [[Salzach]] als schiffbarem Fluss zusammentraf.
 
Die Geschichte Salzburgs ist stark von der Landschaft geprägt worden, die das Land in zwei sehr unterschiedliche Gebiete teilt: Einerseits das kleinere, gut zugängliche und wirtschaftlich bedeutendere "Land vor dem Gebirg" ([[Außergebirg]]) mit der [[Stadt Salzburg]], dem [[Flachgau]] und dem [[Tennengau]] sowie dem heute [[Bayern|bayerischen]] [[Rupertiwinkel]]. Andererseits das "Land inner Gebirg" ([[Innergebirg]]) mit [[Pongau]], [[Pinzgau]] und[[ Lungau]], das nur dünn besiedelt und schlecht zugänglich war. Da dieses Gebiet schwer überwacht werden konnte, haben fast alle Aufstände und Protestbewegungen wie die [[Vor und nach den Bauernkriegen (Überblick)|Bauernkriege]] oder der [[Protestantenvertreibung]] ihr Zentrum in den Gebirgsgauen gehabt. Die Stadt Salzburg hat ihre politische und wirtschaftliche Ausnahmeposition ihrer Lage am "Wegekreuz der Ostalpen" zu verdanken, wo schon seit römischer Zeit die Straße über den [[Radstädter Tauern]] mit der Voralpenstraße nach Linz und Wien sowie der [[Salzach]] als schiffbarem Fluss zusammentraf.
    
===Salz - das weiße Gold===
 
===Salz - das weiße Gold===
: ''Übersicht: [[Salz]]''
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: ''Übersicht [[Salz]]''  
Von noch größerer Bedeutung war das "weiße Gold", das [[Salzbergbau|Salz]], das ab 750 v. Chr. im [[Bergbau]] auf dem [[Dürrnberg (Hallein)|Dürrnberg]] bei [[Hallein]] gewonnen wurde. Die Blütezeit der Salzproduktion, die um 600 v. Chr. einsetzte, stand bereits im Zeichen des ersten namentlich bekannten Volkes, der [[Kelten]]. Vom Reichtum der keltischen Salzherren zeugen prachtvolle Waffen, Geräte, Schmuck und Geschirr, darunter die berühmte [[Schnabelkanne]], die um 450 nach etruskischen Vorbildern von einem einheimischen Meister angefertigt wurde. Auch der Hellbrunner Berg trug einen keltischen Fürstensitz, der in Verbindung mit der Salzgewinnung stand.
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Von noch größerer Bedeutung war das "weiße Gold", das [[Salzbergbau|Salz]], das ab 750 v. Chr. im [[Bergbau]] auf dem [[Dürrnberg (Hallein)|Dürrnberg]] in [[Hallein]] gewonnen wurde. Die Blütezeit der Salzproduktion, die um 600 v. Chr. einsetzte, stand bereits im Zeichen des ersten namentlich bekannten Volkes, der [[Kelten]]. Vom Reichtum der keltischen Salzherren zeugen prachtvolle Waffen, Geräte, Schmuck und Geschirr, darunter die berühmte [[Schnabelkanne]], die um 450 nach etruskischen Vorbildern von einem einheimischen Meister angefertigt wurde. Auch der Hellbrunner Berg trug einen keltischen Fürstensitz, der in Verbindung mit der Salzgewinnung stand.
    
===Iuvavum, das römische Salzburg===
 
===Iuvavum, das römische Salzburg===
: ''Hauptartikel: [[Iuvavum]]''
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: ''Hauptartikel [[Iuvavum]]  
 
Das keltische Königreich [[Noricum]], zu dem das Gebiet von Salzburg gehörte, schloss seit der Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. Freundschaftsverträge mit der aufstrebenden Weltmacht Rom. Als Drusus und Tiberius, die Stiefsöhne des Kaisers Augustus, 15 v. Chr. ihren großen Alpenfeldzug unternahmen, leisteten von den norischen Stämmen nur die im [[Pinzgau]] ansässigen [[Ambisonten]] energischen Widerstand.  
 
Das keltische Königreich [[Noricum]], zu dem das Gebiet von Salzburg gehörte, schloss seit der Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. Freundschaftsverträge mit der aufstrebenden Weltmacht Rom. Als Drusus und Tiberius, die Stiefsöhne des Kaisers Augustus, 15 v. Chr. ihren großen Alpenfeldzug unternahmen, leisteten von den norischen Stämmen nur die im [[Pinzgau]] ansässigen [[Ambisonten]] energischen Widerstand.  
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===Komfortable Landhäuser im Flachgau===
 
===Komfortable Landhäuser im Flachgau===
Auf dem Land, vor allem im heutigen [[Flachgau]], entstanden komfortable Landhäuser (Villen), von denen aus der Herr mit seinem Gesinde das umliegende Land bewirtschaftete. Aus der römischen Villa in [[Loig]], am Stadtrand von Salzburg, deren Haupthaus 200 Meter lang war, stammt das qualitätvolle [[Theseus-Mosaik]], das sich heute im [[Kunsthistorisches Museum|Kunsthistorischen Museum]] in Wien befindet. ein monumentaler Delphinfries, der in Loig fast unversehrt gefunden wurde, deutet auf die Nutzung der [[Marmor]]steinbrüche am [[Untersberg]] hin. Offenbar gehörten zu der riesigen Villa auch Handwerksbetriebe, die für den Export produzierten.
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Auf dem Land, vor allem im heutigen [[Flachgau]], entstanden komfortable Landhäuser (Villen), von denen aus der Herr mit seinem Gesinde das umliegende Land bewirtschaftete. Aus der römischen Villa in [[Loig]], am Stadtrand von Salzburg, deren Haupthaus 200 Meter lang war, stammt das qualitätvolle [[Theseus-Mosaik]], das sich heute im [[Kunsthistorisches Museum|Kunsthistorischen Museum]] in Wien befindet. ein monumentaler Delphinfries, der in Loig fast unversehrt gefunden wurde, deutet auf die Nutzung der [[Marmor]]steinbrüche am [[Untersbergstock]] hin. Offenbar gehörten zu der riesigen Villa auch Handwerksbetriebe, die für den Export produzierten.
    
===Es folgt die Zerstörung===
 
===Es folgt die Zerstörung===
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==Erzbistum und Missionszentrum==
 
==Erzbistum und Missionszentrum==
Der Salzburger "Gründerheilige" und Landespatron [[Rupert von Worms|Rupert]], der einer vornehmen fränkischen Adelssippe entstammte, war gegen Ende des [[7. Jahrhundert]] Bischof von Worms. Der Gegensatz zu den neuen Machthabern, den karolingischen Hausmeiern, veranlasste ihn, einer Einladung des [[Baiernherzöge in Salzburg|Baiernherzogs]] [[Theodo II.]] zu folgen. Nach einem Aufenthalt in Regensburg und einer vergeblichen Missionsreise an die Awarengrenze erhielt er um das Jahr [[696]] von Herzog Theodo II. die Reste der alten Römerstadt Iuvavum übertragen. Dort residierte auf dem Festungsberg der Herzogssohn und Mitregent [[Theudebert]] (''[[Salzpurch]]''), und im Bereich der Altstadt hatten sich bayerische Siedler niedergelassen.
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Der Salzburger "Gründerheilige" und Landespatron [[Rupert von Worms|Rupert]], der einer vornehmen fränkischen Adelssippe entstammte, war gegen Ende des [[7. Jahrhundert]] Bischof von Worms. Der Gegensatz zu den neuen Machthabern, den karolingischen Hausmeiern, veranlasste ihn, einer Einladung des [[Baiernherzöge in Salzburg|Baiernherzogs]] [[Theodo II.]] zu folgen. Nach einem Aufenthalt in Regensburg und einer vergeblichen Missionsreise an die Awarengrenze erhielt er um das Jahr [[696]] von Herzog Theodo II. die Reste der alten Römerstadt Iuvavum übertragen. Dort residierte auf dem Festungsberg der Herzogssohn und Mitregent [[Theudebert]] (''[[Salzpurch]]''), und im Bereich der Altstadt hatten sich [[Bajuwaren|bayerische Siedler]] niedergelassen.
    
===Die Geburtsstunde von St. Peter===
 
===Die Geburtsstunde von St. Peter===
[[Bild:Stift_nonnberg_1.jpg|thumb|300px|Das [[Benediktinenstift Nonnberg]]]]Rupert gründete mit Hilfe der romanischen Restbevölkerung das [[Erzabtei St. Peter|Kloster St. Peter]], wobei er an ältere, noch lebendige kultische Traditionen anknüpfen konnte. Für die Mönche errichtete er eine stattliche Kirche, die wohl an der Stelle des heutigen [[Salzburger Dom|Doms stand]]. Im Auftrag Theodos weihte er [[713]]/[[715|15]] das adelige Benediktinenstift Nonnberg auf dem Nonnberg, das der Herzog als „Hauskloster“ seiner Familie errichtet und reich ausgestattet hatte. Als erste Äbtissin setzte Rupert seine Verwandte [[Erintrudis]] ein, die er aus seiner fränkischen Heimat nach Salzburg geholt hatte.
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[[Bild:Stift_nonnberg_1.jpg|thumb|300px|Die [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]]]]Rupert gründete mit Hilfe der romanischen Restbevölkerung das [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Kloster St. Peter]], wobei er an ältere, noch lebendige kultische Traditionen anknüpfen konnte. Für die Mönche errichtete er eine stattliche Kirche, die wohl an der Stelle des heutigen [[Salzburger Dom|Doms stand]]. Im Auftrag Theodos weihte er [[713]]/[[715|15]] das adelige Benediktinenstift Nonnberg auf dem Nonnberg, das der Herzog als „Hauskloster“ seiner Familie errichtet und reich ausgestattet hatte. Als erste [[Äbtissin der Benediktinerinnenabtei Nonnberg|Äbtissin]] setzte Rupert seine Verwandte [[Erintrudis]] ein, die er aus seiner fränkischen Heimat nach Salzburg geholt hatte.
    
===Die Anfänge von Bischofshofen===
 
===Die Anfänge von Bischofshofen===
 
Als erster Stützpunkt für die [[Slawen]]mission entstand die [[Maximilianzelle]] in [[Pongau]], dem heutigen [[Bischofshofen]]. Die außerordentlich reiche Ausstattung, die Rupert von Worms von Herzog Theodo für seine Salzburger Kirche erhielt, war erstaunlich: Neben der alten Römerstadt Iuvavum gehörte dazu der Großteil der [[Saline Reichenhall|Solequellen von Reichenhall]], die eine Monopolstellung im Ostalpenraum besaßen, sowie ausgedehnte Ländereien samt den Eigenleuten, die sie bewirtschafteten.  
 
Als erster Stützpunkt für die [[Slawen]]mission entstand die [[Maximilianzelle]] in [[Pongau]], dem heutigen [[Bischofshofen]]. Die außerordentlich reiche Ausstattung, die Rupert von Worms von Herzog Theodo für seine Salzburger Kirche erhielt, war erstaunlich: Neben der alten Römerstadt Iuvavum gehörte dazu der Großteil der [[Saline Reichenhall|Solequellen von Reichenhall]], die eine Monopolstellung im Ostalpenraum besaßen, sowie ausgedehnte Ländereien samt den Eigenleuten, die sie bewirtschafteten.  
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Offenbar verfolgte Theodo mit der Einladung Rupert von Worms einen konkreten Plan: Dieser Weltmann, der überall hohes Ansehen genoss, sollte von Salzburg als dem südlichsten Stützpunkt aus den Angriff des Herzogtums Bayern über die [[Alpen]] nach Süden, in die einstige römische Provinz Binnennoricum vorbereiten. Rupert hat diesen Weg mit der Gründung der Maximilianzelle eröffnet, sein großer Nachfolger [[ Virgil]] konnte wenige Jahrzehnte später durch die erfolgreiche Slawenmission das heutige [[Kärnten]] für Bayern gewinnen. Nach dem Tod seines unangenehmsten Widersachers, des Hausmeiers Pippin des Mittleren, kehrte Rupert von Worms um [[715]]/[[716|16]] an seinen angestammten Bischofssitz Worms zurück, wo er bald darauf verstarb.
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Offenbar verfolgte Theodo mit der Einladung Rupert von Worms einen konkreten Plan: Dieser Weltmann, der überall hohes Ansehen genoss, sollte von Salzburg als dem südlichsten Stützpunkt aus den Angriff des [[Herzogtum Bayern|Herzogtums Bayern]] über die [[Alpen]] nach Süden, in die einstige römische Provinz Binnennoricum vorbereiten. Rupert hat diesen Weg mit der Gründung der Maximilianzelle eröffnet, sein großer Nachfolger [[ Virgil]] konnte wenige Jahrzehnte später durch die erfolgreiche Slawenmission das heutige [[Kärnten]] für Bayern gewinnen. Nach dem Tod seines unangenehmsten Widersachers, des Hausmeiers Pippin des Mittleren, kehrte Rupert von Worms um [[715]]/[[716|16]] an seinen angestammten Bischofssitz Worms zurück, wo er bald darauf verstarb.
    
===Name ''Salzburg'' taucht erstmals auf===
 
===Name ''Salzburg'' taucht erstmals auf===
Ein Bistum in Salzburg ([[Bistum Salzburg]]) hat erst der hl. [[Bonifatius]] [[739]] im Auftrag des Papstes eingerichtet. Der deutsche Name ''Salzburg'' anstelle von ''Iuvavum'' wird in der um [[770]] verfassten Lebensbeschreibung des hl. [[Bonifatius]] erstmals genannt. Der Name ist abgeleitet vom [[Salzbergbau|Salz]] der Quellsalinen von [[Bad Reichenhall|Reichenhall]], die Herzog Theodo an Rupert geschenkt hatte, und von der [[Festung Hohensalzburg]] auf dem [[Festungsberg]]. Unter dem gelehrten Abt und Bischof Virgil ([[746]]/[[747|47]] - [[784]]), der aus Irland stammte, erlebte Salzburg eine erste große Blüte. Die Rechte der Kirche wurden selbst gegen den Baiernherzog [[Odilo]] verteidigt, zahlreiche bischöfliche "Eigenkirchen" als Zentren der Seelsorge errichtet und eine erfolgreiche Mission unter dem slawischen Volk der Karantanen (in [[Karantanien]], dem heutigen Kärnten) entfaltet. Auch die älteste slawische Schrift, die aus dem lateinischen Alphabet abgeleitet ist und sich nur in den "Freisinger Denkmälern" erhalten hat, wurde von Salzburger oder bayerischen Missionaren für die Karantanenmission geschaffen.
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Ein Bistum in Salzburg ([[Bistum Salzburg]]) hatte erst der hl. [[Bonifatius]] [[739]] im Auftrag des Papstes eingerichtet. Der deutsche Name ''Salzburg'' anstelle von ''Iuvavum'' wird in der um [[770]] verfassten Lebensbeschreibung des hl. [[Bonifatius]] erstmals genannt. Der Name ist abgeleitet vom [[Salzbergbau|Salz]] der Quellsalinen von [[Bad Reichenhall|Reichenhall]], die Herzog Theodo an Rupert geschenkt hatte, und von der [[Festung Hohensalzburg]] auf dem [[Festungsberg]]. Unter dem gelehrten Abt und Bischof Virgil ([[746]]/[[747|47]][[784]]), der aus Irland stammte, erlebte Salzburg eine erste große Blüte. Die Rechte der Kirche wurden selbst gegen den Baiernherzog [[Odilo]] verteidigt, zahlreiche bischöfliche "Eigenkirchen" als Zentren der Seelsorge errichtet und eine erfolgreiche Mission unter dem slawischen Volk der Karantanen (in [[Karantanien]], dem heutigen Kärnten) entfaltet. Auch die älteste slawische Schrift, die aus dem lateinischen Alphabet abgeleitet ist und sich nur in den "Freisinger Denkmälern" erhalten hat, wurde von Salzburger oder bayerischen Missionaren für die Karantanenmission geschaffen.
    
===Zentrum der Kunst entsteht===
 
===Zentrum der Kunst entsteht===
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===Das älteste deutsche Erzbistum===
 
===Das älteste deutsche Erzbistum===
Virgils Nachfolger [[Arn]] ([[785]] - [[821]]) erlebte [[788]] den Sturz Tassilos III., des letzten Baiernherzogs aus der Sippe der Agilolfinger, durch dessen Vetter, den Frankenkönig [[Karl der Große|Karl den Großen]]. Um die reichen Besitzungen, die Salzburg vor allem von den Agilolfingern erhalten hatte, zu sichern, ließ er [[788]]/[[790|90]] und ab [[798]] die beiden ältesten [[Salzburger Güterverzeichnis]]se anlegen. Dem Herrscher hat Arn als Königsbote wichtige diplomatische Dienste geleistet und wurde dafür reich belohnt. Auf Anordnung Karls des Großen erhob Papst Leo III. [[798]] Arn zum [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischof]] und Metropoliten der bayerischen Kirchenprovinz. Als [[Salzburger Kirchenprovinz|Suffraganbistümer]] wurden ihm [[Regensburg]], [[Passau]], [[Freising]], [[Säben]] (Brixen) und [[Neuburg an der Donau]] unterstellt.  
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Virgils Nachfolger [[Arn]] ([[785]][[821]]) erlebte [[788]] den Sturz Tassilos III., des letzten Baiernherzogs aus der Sippe der Agilolfinger, durch dessen Vetter, den Frankenkönig [[Karl der Große|Karl den Großen]]. Um die reichen Besitzungen, die Salzburg vor allem von den Agilolfingern erhalten hatte, zu sichern, ließ er [[788]]/[[790|90]] und ab [[798]] die beiden ältesten [[Salzburger Güterverzeichnis]]se anlegen. Dem Herrscher hat Arn als Königsbote wichtige diplomatische Dienste geleistet und wurde dafür reich belohnt. Auf Anordnung Karls des Großen erhob Papst Leo III. [[798]] Arn zum [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischof]] und Metropoliten der bayerischen Kirchenprovinz. Als [[Salzburger Kirchenprovinz|Suffraganbistümer]] wurden ihm [[Regensburg]], [[Passau]], [[Freising]], [[Säben]] (Brixen) und [[Neuburg an der Donau]] unterstellt.  
    
Ein Jahr später geleitete Arn im Auftrag des Königs den vertriebenen Papst nach Rom zurück und erlebte dort am Weihnachtstag [[800]] die Krönung Karls zum Kaiser. Dieser setzte [[811]] die Drau als Grenze zwischen den Kirchenprovinzen Aquileia und Salzburg fest und sprach damit den Großteil des Kärntner Missionsgebiets der Salzburger Kirche zu. Arn hat, vor allem durch seine enge Verbindung zu Karl dem Großen, das Aufbauwerk seiner Vorgänger Rupert von Worms und Virgil erfolgreich fortgesetzt und vollendet. Salzburg wurde zu einem Zeitpunkt [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum]] und Metropolitansitz, als im Gebiet von Wien noch die wilden Reiterscharen der Awaren umher streiften. Heute ist es das älteste Erzbistum im deutschen Sprachraum.
 
Ein Jahr später geleitete Arn im Auftrag des Königs den vertriebenen Papst nach Rom zurück und erlebte dort am Weihnachtstag [[800]] die Krönung Karls zum Kaiser. Dieser setzte [[811]] die Drau als Grenze zwischen den Kirchenprovinzen Aquileia und Salzburg fest und sprach damit den Großteil des Kärntner Missionsgebiets der Salzburger Kirche zu. Arn hat, vor allem durch seine enge Verbindung zu Karl dem Großen, das Aufbauwerk seiner Vorgänger Rupert von Worms und Virgil erfolgreich fortgesetzt und vollendet. Salzburg wurde zu einem Zeitpunkt [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum]] und Metropolitansitz, als im Gebiet von Wien noch die wilden Reiterscharen der Awaren umher streiften. Heute ist es das älteste Erzbistum im deutschen Sprachraum.
    
===Mission bis zum Plattensee===
 
===Mission bis zum Plattensee===
Mit der Niederwerfung der Awaren durch Karl den Großen in zahlreichen Feldzügen ab [[796]] erhielt Salzburg ein neues Missionsgebiet in Pannonien rund um den Plattensee zugeteilt. Die [[Ruprechtskirche]], die als älteste Kirche Wiens dem Salzburger Gründerheiligen geweiht ist, erinnert daran, dass auch dieses Gebiet einst zum Salzburger Missionssprengel gehörte, bis es [[829]] an Passau abgetreten wurde. Erst nach dem völligen Zusammenbruch der awarischen Macht gelang es den Salzburger Missionaren, unter den Slawen in Pannonien erfolgreich zu wirken. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurden über 20 Missionskirchen errichtet und von Salzburger Priestern betreut. Baumeister, Handwerker und Künstler trugen Salzburger Kunst und Kultur bis an den Fürstensitz Mosapurc (Zalavár westl. des Plattensees). Der Herrscher des Ostfränkischen Reiches, König Ludwig der Deutsche, hat die Treue der Salzburger Erzbischöfe und ihr erfolgreiches Wirken in Kärnten und Pannonien [[860]] durch die Schenkung von 24 Königshöfen belohnt. Darauf gehen die reichen "auswärtigen" Besitzungen des Erzbistums in Kärnten, der Steiermark und Niederösterreich zurück, die bis zur [[Säkularisation]] [[1803]] bei Salzburg blieben.
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Mit der Niederwerfung der Awaren durch Karl den Großen in zahlreichen Feldzügen ab [[796]] erhielt Salzburg ein neues Missionsgebiet in Pannonien rund um den Plattensee zugeteilt. Die [[Ruprechtskirche]], die als älteste Kirche Wiens dem Salzburger Gründerheiligen geweiht ist, erinnert daran, dass auch dieses Gebiet einst zum Salzburger Missionssprengel gehörte, bis es [[829]] an Passau abgetreten wurde. Erst nach dem völligen Zusammenbruch der awarischen Macht gelang es den Salzburger Missionaren, unter den Slawen in Pannonien erfolgreich zu wirken. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurden über 20 Missionskirchen errichtet und von Salzburger Priestern betreut. Baumeister, Handwerker und Künstler trugen Salzburger Kunst und Kultur bis an den Fürstensitz Mosapurc (Zalavár westlich des Plattensees). Der Herrscher des Ostfränkischen Reiches, König Ludwig der Deutsche, hat die Treue der Salzburger Erzbischöfe und ihr erfolgreiches Wirken in Kärnten und Pannonien [[860]] durch die Schenkung von 24 Königshöfen belohnt. Darauf gehen die reichen "auswärtigen" Besitzungen des Erzbistums in Kärnten, der Steiermark und Niederösterreich zurück, die bis zur [[Säkularisation]] [[1803]] bei Salzburg blieben.
    
Der Zusammenstoß mit den byzantinischen Missionaren Konstantin (Kyrill) und Method, ein Ereignis von welthistorischen Dimensionen, führte [[867]] bis [[871]] zu einer längeren Unterbrechung der Missionsarbeit. Durch die furchtbare Niederlage des bayerischen Heeres gegen die Ungarn in der Schlacht bei Preßburg [[907]], in der neben dem Markgrafen Luitpold auch Erzbischof [[Theotmar I.]] von Salzburg den Tod fand, ging das pannonische Missionsgebiet verloren. Die Früchte einer jahrzehntelangen, erfolgreichen Arbeit waren vernichtet.
 
Der Zusammenstoß mit den byzantinischen Missionaren Konstantin (Kyrill) und Method, ein Ereignis von welthistorischen Dimensionen, führte [[867]] bis [[871]] zu einer längeren Unterbrechung der Missionsarbeit. Durch die furchtbare Niederlage des bayerischen Heeres gegen die Ungarn in der Schlacht bei Preßburg [[907]], in der neben dem Markgrafen Luitpold auch Erzbischof [[Theotmar I.]] von Salzburg den Tod fand, ging das pannonische Missionsgebiet verloren. Die Früchte einer jahrzehntelangen, erfolgreichen Arbeit waren vernichtet.
    
==Zwischen Kaiser und Papst==
 
==Zwischen Kaiser und Papst==
:'' siehe auch: [[Mittelalter]]''
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:'' mehr [[Mittelalter]]  
Im [[10. Jahrhundert]] standen die Salzburger Erzbischöfe so wie fast alle deutschen Kirchenfürsten ganz im Dienst von Kaiser und Reich. Sie wurden dafür mit reichen Besitzungen belohnt, die wichtige Bausteine des späteren Landes bildeten. Als sich jedoch Erzbischof [[Herold]] [[955]] an einem Aufstand seiner Verwandten gegen König Otto I. beteiligte, musste er das bitter büßen: Er wurde grausam geblendet, abgesetzt und aus Salzburg verbannt. Die Eintracht mit dem Herrscher war aber bald wiederhergestellt. Kaiser Otto III. verlieh [[996]] Erzbischof [[Hartwig]] das Recht, in Salzburg einen täglichen öffentlichen [[Salzburger Märkte|Markt]] abzuhalten, davon einen Zoll einzuheben und Silbermünzen nach Regensburger Gewicht, die "[[Salzburger Münze|Salzburger Pfennige]]", zu prägen. Damit wurde die Entwicklung Salzburgs zur Stadt eingeleitet. Am Beginn des [[12. Jahrhundert]]s waren mit einem [[Stadtrichter]], mit [[Bürgerrecht|Bürgern]] und einer [[Zeche|Bürgerzeche]] sowie mit massiven [[Stadtmauern der Stadt Salzburg|Stadtmauern]] die wichtigsten Kennzeichen einer [[Mittelalter|mittelalterlichen]] Stadt gegeben. Salzburg war die mit Abstand älteste Stadt auf dem Boden des heutigen Österreich.
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Im [[10. Jahrhundert]] standen die Salzburger Erzbischöfe so wie fast alle deutschen Kirchenfürsten ganz im Dienst von Kaiser und Reich. Sie wurden dafür mit reichen Besitzungen belohnt, die wichtige Bausteine des späteren Landes bildeten. Als sich jedoch Erzbischof [[Herold]] [[955]] an einem Aufstand seiner Verwandten gegen König Otto I. beteiligte, musste er das bitter büßen: Er wurde grausam geblendet, abgesetzt und aus Salzburg verbannt. Die Eintracht mit dem Herrscher war aber bald wiederhergestellt. Kaiser Otto III. verlieh [[996]] Erzbischof [[Hartwig]] das Recht, in Salzburg einen täglichen öffentlichen [[Salzburger Märkte|Markt]] abzuhalten, davon einen Zoll einzuheben und Silbermünzen nach Regensburger Gewicht, die "[[Salzburger Münze|Salzburger Pfennige]]", zu prägen. Damit wurde die Entwicklung Salzburgs zur Stadt eingeleitet. Am Beginn des [[12. Jahrhundert]]s waren mit einem [[Stadtrichter]], mit [[Bürgerrecht|Bürgern]] und einer [[Salzburger Bürgerzeche|Bürgerzeche]] sowie mit massiven [[Stadtmauern der Stadt Salzburg|Stadtmauern]] die wichtigsten Kennzeichen einer [[mittelalter]]lichen Stadt gegeben. Salzburg war die mit Abstand älteste Stadt auf dem Boden des heutigen Österreich.
    
===Salzburgs Privileg===
 
===Salzburgs Privileg===
Der aus schwäbischem Adel stammende Erzbischof [[Gebhard]] ([[1060]] - [[1088]]) gründete mit Zustimmung von König Heinrich IV. und Papst Gregor VII. [[1072]] in [[Eigenbistum Gurk|Gurk]] in Kärnten das erste Salzburger [[Salzburger Kirchenprovinz|Eigenbistum]]. Innerhalb der katholischen Kirche war es durch viele Jahrhunderte ein einzigartiges Vorrecht, dass die Salzburger Erzbischöfe vier Suffraganbischöfe – im frühen [[13. Jahrhundert]] wurden drei weitere [[Salzburger Kirchenprovinz|Eigenbistümer]] im bayerischen [[Chiemsee]], in Seckau (Steiermark) und Lavant (Kärnten) gegründet – ohne Mitwirkung von Papst und Kaiser einsetzen konnten. Auf dem ersten Vatikanischen Konzil [[1869]] wurde deshalb der Salzburger Erzbischof [[Maximilian Josef von Tarnóczy|Tarnóczy]] von Pius IX. mit den Worten begrüßt: "''Seht da kommt der halbe Papst, der selbst Bischöfe machen kann''".  
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Der aus schwäbischem Adel stammende Erzbischof [[Gebhard]] ([[1060]][[1088]]) gründete mit Zustimmung von König Heinrich IV. und Papst Gregor VII. [[1072]] in [[Eigenbistum Gurk|Gurk]] in Kärnten das erste Salzburger [[Salzburger Kirchenprovinz|Eigenbistum]]. Innerhalb der katholischen Kirche war es durch viele Jahrhunderte ein einzigartiges Vorrecht, dass die Salzburger Erzbischöfe vier [[Suffraganbistum|Suffraganbischöfe]] – im frühen [[13. Jahrhundert]] wurden drei weitere Eigenbistümer im bayerischen [[Chiemsee]], in [[Seckau]] (Steiermark) und [[Lavant]] (Kärnten) gegründet – ohne Mitwirkung von Papst und Kaiser einsetzen konnten. Auf dem ersten Vatikanischen Konzil [[1869]] wurde deshalb der Salzburger Erzbischof [[Maximilian Josef von Tarnóczy|Tarnóczy]] von Pius IX. mit den Worten begrüßt: "''Seht da kommt der halbe Papst, der selbst Bischöfe machen kann''".  
    
Während dieses Recht [[1920]] und endgültig mit dem Konkordat [[1934]] verloren ging, besitzen die Salzburger Erzbischöfe bis heute zwei besondere Ehrentitel: Als ständige Vertreter des Papstes (Legati nati) in ihrer Kirchenprovinz tragen sie seit [[1026]] den "[[Privilegien der Salzburger Erzbischöfe|Legatenpurpur]]", der älter ist, als das Purpurgewand der Kardinäle. Nach langen Auseinandersetzungen mit dem Erzbistum Magdeburg sicherten sich die Erzbischöfe im [[17. Jahrhundert]] den Titel des [[Privilegien der Salzburger Erzbischöfe|''Primas Germaniae'']], des ersten Kirchenfürsten in Deutschland.
 
Während dieses Recht [[1920]] und endgültig mit dem Konkordat [[1934]] verloren ging, besitzen die Salzburger Erzbischöfe bis heute zwei besondere Ehrentitel: Als ständige Vertreter des Papstes (Legati nati) in ihrer Kirchenprovinz tragen sie seit [[1026]] den "[[Privilegien der Salzburger Erzbischöfe|Legatenpurpur]]", der älter ist, als das Purpurgewand der Kardinäle. Nach langen Auseinandersetzungen mit dem Erzbistum Magdeburg sicherten sich die Erzbischöfe im [[17. Jahrhundert]] den Titel des [[Privilegien der Salzburger Erzbischöfe|''Primas Germaniae'']], des ersten Kirchenfürsten in Deutschland.
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[[Kategorie:Geschichte|!]]
 
[[Kategorie:Geschichte|!]]
[[Kategorie: Landesgeschichte in drei Teilen (Geschichte)]]
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[[Kategorie:Landesgeschichte in drei Teilen (Geschichte)]]