| − | Als Salzburg [[1810]] Teil des [[Königreich Bayern|Königreichs Bayern]] wurde, präsentierten sich nach den Kriegswirren und der vielfachen militärischen Besetzung der Stadt Gebäude und Infrastruktur desolat und alles andere als zufriedenstellend, so auch das System der Wasserversorgung. In den Rinnen und Abflüssen häuften sich Schmutz und Unrat, Brunnrohre waren verfault und undicht. Die Stadtverwaltung besaß zumindest Aufzeichnungen zur Berechnung des Wasserzinses. Unterlagen für die ärarischen<ref name"ärarische"></ref> Leitungen fehlten wie auch generell Wasserleitungspläne, Aufzeichnungen über Brunnen und dergleichen. | + | Als Salzburg [[1810]] Teil des [[Königreich Bayern|Königreichs Bayern]] wurde, präsentierten sich nach den Kriegswirren und der vielfachen militärischen Besetzung der Stadt Gebäude und Infrastruktur desolat und alles andere als zufriedenstellend, so auch das System der Wasserversorgung. In den Rinnen und Abflüssen häuften sich Schmutz und Unrat, Brunnrohre waren verfault und undicht. Die Stadtverwaltung besaß zumindest Aufzeichnungen zur Berechnung des Wasserzinses. Unterlagen für die ärarischen Leitungen fehlten wie auch generell Wasserleitungspläne, Aufzeichnungen über Brunnen und dergleichen. |
| | [[1813]] erhielten Bauinspektor Franz Staiger und der Geometer [[Ludwig Grenier]] vom königlichen Lokalbauamt den Auftrag, die Hofbrunnleitungen planlich zu erfassen. Zwei Jahre später, [[1815]], beauftragte schließlich die Stadtverwaltung Grenier, einen Gesamtplan aller Wasserversorgungseinrichtungen zu erstellen. [[1816]] wurde die „''Mappe über die Brunnen und Canal-Leitungen zu und in der Stadt''“ abgeschlossen. Auf insgesamt zehn Blättern erfasste der Plan in einem Maßstab von 1:2 880 alle Quellfänge, Wasserleitungen, Hausanschlüsse und auch das gesamte System des Almkanals mit seinen Strängen und allen Werken und Hämmern, die entlang seines Laufes angesiedelt waren.<ref>[http://salzburg-geschichte-kultur.at/mappe-ueber-die-brunnen-und-canal-leitungen-zu-und-in-der-stadt-salzburg/ salzburg-geschichte-kultur.at/Mappe-ueber-die-Brunnen-und-Canal-Leitungen, Grenier, 1816]</ref> | | [[1813]] erhielten Bauinspektor Franz Staiger und der Geometer [[Ludwig Grenier]] vom königlichen Lokalbauamt den Auftrag, die Hofbrunnleitungen planlich zu erfassen. Zwei Jahre später, [[1815]], beauftragte schließlich die Stadtverwaltung Grenier, einen Gesamtplan aller Wasserversorgungseinrichtungen zu erstellen. [[1816]] wurde die „''Mappe über die Brunnen und Canal-Leitungen zu und in der Stadt''“ abgeschlossen. Auf insgesamt zehn Blättern erfasste der Plan in einem Maßstab von 1:2 880 alle Quellfänge, Wasserleitungen, Hausanschlüsse und auch das gesamte System des Almkanals mit seinen Strängen und allen Werken und Hämmern, die entlang seines Laufes angesiedelt waren.<ref>[http://salzburg-geschichte-kultur.at/mappe-ueber-die-brunnen-und-canal-leitungen-zu-und-in-der-stadt-salzburg/ salzburg-geschichte-kultur.at/Mappe-ueber-die-Brunnen-und-Canal-Leitungen, Grenier, 1816]</ref> |