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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Gegründet wurde es [[748]] vom [[Bayern|bayerischen]] Herzog [[Odilo|Odilo Agilolfinger]], dem Vater von Herzog [[Tassilo III.]], der auch das [[Kremsmünster|Stift Kremsmünster]] (Oberösterreich) gründete. Das Kloster Mondsee hat dann lange unter Regensburger Herrschaft gestanden. So wurde auch der Missionar und Mönch [[Wolfgang von Regensburg]] [[972]] Herr von Mondsee. | + | Gegründet wurde es [[748]] vom [[Bayern|bayerischen]] Herzog [[Odilo|Odilo]] aus dem Geschlecht der Agilolfinger (dem Vater von Herzog [[Tassilo III.]], dem Gründer des [[Kremsmünster|Stiftes Kremsmünster]] ([[Oberösterreich]])). |
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| − | [[829]] kam dann der [[Wolfgangsee|Abersee]] mit Hilfe von Wolfgang von Regensburg in den Besitz des Klosters. Dadurch wurde der See lange Zeit als Eigentum der Regensburger Bischöfe betrachtet, was sich erst [[1184]] wieder änderte.
| + | Das Kloster Mondsee stand dann lange unter Regensburger Herrschaft. So wurde auch der Missionar und Mönch [[Wolfgang von Regensburg]] [[972]] Herr von Mondsee. |
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| − | Der erste Kirchenbau dürfte dann [[943]] von den Magyaren samt dem Stift niedergebrannt worden sein. Erst [[1052]], im Jahr der Heiligsprechung von Wolfgang von Regensburg, konnte die neu erbaute Stiftskirche von St. Emmeran geweiht werden. | + | [[829]] kam der [[Wolfgangsee|Abersee]] mit Hilfe von Wolfgang von Regensburg in den Besitz des Klosters. Dadurch wurde der See lange Zeit als Eigentum der Regensburger Bischöfe betrachtet, was sich erst [[1184]] wieder änderte. |
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| | + | Der erste Kirchenbau dürfte [[943]] samt dem Stift von den Magyaren niedergebrannt worden sein. Erst [[1052]], im Jahr der Heiligsprechung von Wolfgang von Regensburg, konnte die neu erbaute Stiftskirche von St. Emmeran geweiht werden. |
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| | Im [[Mittelalter]] war das Mondseer Benediktinerkloster für seine Schreibschule berühmt. Zahlreiche Handschriften aus dieser Zeit und dieser Werkstätte finden sich u. a. in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Seine Blütezeit erlebte es um [[1150]]. | | Im [[Mittelalter]] war das Mondseer Benediktinerkloster für seine Schreibschule berühmt. Zahlreiche Handschriften aus dieser Zeit und dieser Werkstätte finden sich u. a. in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Seine Blütezeit erlebte es um [[1150]]. |
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| − | Abt Simon Reuchlin ([[1420]] bis [[1463]] begann mit dem Neubau der [[Wallfahrtskirche St. Wolfgang]]. Sein Nachfolger, Abt Benedikt Eck (1463 bis [[1499]] schloss dann den Arbeitsvertrag mit [[Michael Pacher]] im Jahr [[1471]] zur Errichtung des Flügelaltares in [[St. Wolfgang]]. Die [[Wallfahrt St. Wolfgang]] begann kräftig anzuziehen und wurde ein wichtiger wirtschaftlicher Bestandteil des Stifts. Unter Abt Wolfgang Haberl (1499 bis [[1521]] kam dann Mondsee unter österreichische Landeshoheit. [[1506]] wurde aber Mondsee an das [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]] verpfändet, dem es bis zum Ende des [[16. Jahrhundert]]s zugehörig blieb. Nach dem Tod von Abt Wolfgang kam es zu Plünderungen und Aufständen, denen wahrscheinlich auch zahlreiche Kunstschätze zum Opfer fielen. Erst [[1525]] konnte sich das Stift die aufständischen Bauern<ref>vergleiche [[Salzburger Bauernaufstände und Bauernkriege]]</ref> durch Geldzahlungen von Plünderungen abhalten. | + | Abt Simon Reuchlin ([[1420]] bis [[1463]]) begann mit dem Neubau der [[Wallfahrtskirche St. Wolfgang]]. Sein Nachfolger, Abt Benedikt Eck ([[1463]] bis [[1499]]) schloss im Jahr [[1471]] mit [[Michael Pacher]] den Arbeitsvertrag zur Errichtung des Flügelaltares in [[St. Wolfgang]]. Die [[Wallfahrt St. Wolfgang]] begann kräftig anzuziehen und wurde ein wichtiges wirtschaftliches Standbein des Stifts. |
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| | + | Im Jahr [[1506]], unter Abt Wolfgang Haberl ([[1499]] bis [[1521]]), kam Mondsee unter österreichische Landeshoheit, wurde aber [[1506]] an das [[Erzbistum (Überblick)|Fürsterzbistum Salzburg]] verpfändet, dem es bis zum Ende des [[16. Jahrhundert]]s zugehörig blieb. Nach dem Tod von Abt Wolfgang kam es zu Plünderungen und Aufständen, denen wahrscheinlich auch zahlreiche Kunstschätze zum Opfer fielen. Erst [[1525]] konnte das Stift die aufständischen Bauern<ref>vergleiche [[Salzburger Bauernaufstände und Bauernkriege]]</ref> durch Geldzahlungen von Plünderungen abhalten. |
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| | + | [[1540]] besiedelten nur mehr 10 Mönche das Kloster, deren Führung zeitweise vom Abt von Kremsmünster übernommen werden musste. Erst Ende des [[17. Jahrhundert]] erholte sich das Kloster wieder. |
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| | + | Der neue barocke Hochaltar entstand [[1626]] - im Jahr der Bauernaufstände. Der letzte bedeutende Eingriff in die alte Bausubstanz fand [[1674]] statt. [[Meinrad Guggenbichler]] trat in diesem Jahr auf Lebenszeit in die Dienste des Stiftes. Zusammen mit [[Thomas Schwanthaler]] führte er zahlreiche Kunstwerke für das Stift aus. |
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| − | [[1540]] besiedelten dann nur mehr 10 Mönche das Kloster, deren Führung zeitweise vom Abt von Kremsmünster übernommen werden musste. Erst Ende des [[17. Jahrhundert]] erholte sich das Kloster wieder. Der neue barocke Hochaltar entstand [[1626]] - im Jahr der Bauernaufstände. Der letzte bedeutende Eingriff in die alte Bausubstanz fand [[1674]] statt. [[Meinrad Guggenbichler]] trat in diesem Jahr auf Lebenszeit in die Dienste des Stiftes. Zusammen mit [[Thomas Schwanthaler]] führte er zahlreiche Kunstwerke für das Stift aus. | + | Zwischen [[25. September]] und [[6. Oktober]] [[1748]] feierte das Kloster seine Jahrtausendfeiern, an denen etwa 80.000 Menschen teilnahmen. Ein halbes Jahrhundert später beendeten ein Brand und der Josefinismus die Glanzzeit des Stiftes endgültig. Am [[20. Oktober]] [[1791]] wurde Mondsee dem Bischof von Linz als Dotationsgut zugeteilt. |
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| − | Zwischen [[25. September]] und [[6. Oktober]] [[1748]] feierte das Kloster seine Jahrtausendfeiern, an denen etwa 80.000 Menschen teilgenommen hatten. Ein halbes Jahrhundert später beendete ein Brand und der Josefinismus die Glanzzeit des Stiftes endgültig. Am [[20. Oktober]] [[1791]] wurde Mondsee dem Bischof von Linz als Dotationsgut zugeteilt. [[1810]] schenkte Kaiser Napoleon I. die Herrschaft dem Fürsten Wrede, dessen Erben es bis Mitte der [[1980er]] Jahren besaßen. Dann wurde das gesamte Gelände an den Unternehmer Asamer verkauft.
| + | [[1810]] schenkte Kaiser Napoleon I. die Herrschaft dem bayrischen Feldmarschall Carl Philipp von Wrede, dessen Erben es bis Mitte der [[1980er]] Jahren besaßen. Dann wurde das gesamte Gelände an den Unternehmer Asamer verkauft. |
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| | ==Höribachhof== | | ==Höribachhof== |