Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
22 Bytes hinzugefügt ,  16:31, 20. Jun. 2019
keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 4: Zeile 4:  
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
 
==== Elektrischer Aufzug an der Felsaußenwand ====
 
==== Elektrischer Aufzug an der Felsaußenwand ====
Der Privatbankier [[Karl Leitner]] war auf der Suche nach einem Großabnehmer seines durch die [[Salzburger Elektrizitäts-Aktiengesellschaft]] erzeugten Stroms, den er am [[Makartplatz]] im [[Erste Salzburger Elektricitätswerk|ersten Salzburger Elektricitätswerk]] erzeugte. Da kam er auf die Ideen, den herrlichen Blick vom Mönchsbergplateau auf die Stadt, die [[Festung Hohensalzburg]] und die Umgebung durch den Bau eines Panoramaaufzuges und eines Restaurants, der [[Restauration Elektrischer Aufzug]] dem Publikum leichter zugänglich zu machen.  
+
Der Privatbankier [[Karl Leitner]] war 1887 auf der Suche nach einem Großabnehmer seines seit 1887 durch die [[Salzburger Elektrizitäts-Aktiengesellschaft]] erzeugten Stroms. Die Stromerzeugung (Dampfkraft) wurde am [[Makartplatz]] im [[Erste Salzburger Elektricitätswerk|ersten Salzburger Elektricitätswerk]] vorgenommen. Schon beim Bau des Dampfkraftwerkes hatte er die Ideen, den herrlichen Blick vom Mönchsbergplateau auf die Stadt, die [[Festung Hohensalzburg]] und die Umgebung durch den Bau eines Panoramaaufzuges und eines Restaurants, der [[Restauration Elektrischer Aufzug]] dem Publikum leichter zugänglich zu machen.  
   −
Er kaufte das [[Steinbräugut]] an der Ostseite des Mönchsberges zwischen [[Müllner Kirche]] und [[Bürgerwehr]], sowie das [[Sonnenwirtshaus]] und errichtete zwischen [[1889]] und [[1891]] von der [[Gstättengasse]] aus einen Panoramaaufzug.
+
Er kaufte neben dem [[Steinbräugut]] an der Ostseite des Mönchsberges zwischen [[Müllner Kirche]] und [[Bürgerwehr]], auch das [[Sonnenwirtshaus]] und errichtete an der Stelle dieses alten Gasthauses zwischen [[1889]] und [[1890]] von der [[Gstättengasse]] aus einen Panoramaaufzug.
 
[[Datei:Historische Aufnahme vom Mönchsbergaufzug im Salzburg Museum.jpg|thumb|Historische Aufnahme vom Mönchsbergaufzug im Salzburg Museum]]
 
[[Datei:Historische Aufnahme vom Mönchsbergaufzug im Salzburg Museum.jpg|thumb|Historische Aufnahme vom Mönchsbergaufzug im Salzburg Museum]]
Der Elektrische Aufzug  war 60 m hoch und zu seiner Zeit der höchste Aufzug in Europa und angeblich sogar als Vorbild für die Wolkenkratzer in New York, Vereinigte Staaten von Amerika, genommen wurde. Der Salzburger Mönchsberglift erwies sich als außerordentlich beliebtes Verkehrsmittel. Allein von der Eröffnung am [[9. August]] bis zum Jahresende [[1890]] wurden nicht weniger als 70&nbsp;000 Personen befördert.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=dil&datum=18900810&seite=8&zoom=33 anno.onb.ac.at/Dillinger's Reisezeitung, 10. August 1890]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nfp&datum=18900815&query=%22elektrischer%22+%22aufzug%22+%22M%c3%b6nchsberg%22&ref=anno-search&seite=5 anno.onb.ac.at/Neue Freie Presse, 10. August 1890]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18900816&query=%22elektrischer%22+%22aufzug%22+%22M%c3%b6nchsberg%22&ref=anno-search&seite=10 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 16. August 1890]</ref>
+
Der Elektrische Aufzug  war 60 m hoch und gehörte zu seiner Zeit zu den höchsten Aufzügen Europas. Der Salzburger Mönchsberglift erwies sich als außerordentlich beliebtes Verkehrsmittel. Allein von der Eröffnung am [[9. August]] bis zum Jahresende [[1890]] wurden nicht weniger als 70&nbsp;000 Personen befördert.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=dil&datum=18900810&seite=8&zoom=33 anno.onb.ac.at/Dillinger's Reisezeitung, 10. August 1890]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nfp&datum=18900815&query=%22elektrischer%22+%22aufzug%22+%22M%c3%b6nchsberg%22&ref=anno-search&seite=5 anno.onb.ac.at/Neue Freie Presse, 10. August 1890]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18900816&query=%22elektrischer%22+%22aufzug%22+%22M%c3%b6nchsberg%22&ref=anno-search&seite=10 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 16. August 1890]</ref>
    
==== Technik ====
 
==== Technik ====
Die Höhendifferenz von 60 Metern überwand ein von [[Siemens|Siemens & Halske]] errichteter Aufzug, dessen mechanische Komponenten von Wiener Metallbaufirmen zugeliefert wurden. Ein schlankes Metallgerüst mit Gleitbahnen, außen an der Felswand montiert, trug zwei Kabinen welche durch sechs Drahtseile über Seilscheiben miteinander verbunden waren. Beide Kabinen fassten zwölf Personen (acht Sitz- und vier Stehplätze) und fuhren gegenläufig mit einer Geschwindigkeit von 0,5 m in der Sekunde. Der Antrieb der Seilscheiben war im Maschinenraum im oberen Teil des Turmes untergebracht. Ein 15 PS-Gleichstrommotor trieb mittels Übersetzung durch Riemen, Schnecken- und Zahnräder das System an. Der Aufzug verfügte über eine 30-fache Sicherheit und kräftige Fangvorrichtungen. Hinter der unteren Station war in einer künstlichen Felskammer ein Batterieraum mit 126 Akkumulatoren, die tagsüber - wenn in der Stadt kein Lichtstrom verbraucht wurde – über eine Kabelverbindung vom städtischen Elektrizitätswerk am Makartplatz aufgeladen werden und ihrerseits dann die elektrische Energie für die Aufzüge lieferten.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18900430&query=%22elektrischer%22+%22aufzug%22+%22M%c3%b6nchsberg%22&ref=anno-search&seite=3 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 30. April 1890]</ref>
+
Die Höhendifferenz von 60 Metern überwand ein von [[Siemens|Siemens & Halske]] errichteter Aufzug, dessen vernieteten Metallbauteile von Wiener Metallbaufirmen zugeliefert wurden. Das Metallgerüst außen an der Felswand montiert, besaß Gleitbahnen, und trug zwei Kabinen welche durch sechs Drahtseile über Seilscheiben miteinander verbunden waren. Beide Kabinen fassten zwölf Personen (acht Sitz- und vier Stehplätze) und fuhren gegenläufig mit einer Geschwindigkeit von 0,5 m in der Sekunde. Der Antrieb der Seilscheiben war im Maschinenraum im oberen Teil des Turmes untergebracht. Ein 15 PS-Gleichstrommotor trieb mittels Übersetzung durch Riemen, Schnecken- und Zahnräder das System an. Der Aufzug verfügte über eine 30-fache Sicherheit und kräftige Fangvorrichtungen. Hinter der unteren Station war in einer künstlichen Felskammer ein Batterieraum mit 126 Akkumulatoren, die tagsüber - wenn in der Stadt kein Lichtstrom verbraucht wurde – über eine Kabelverbindung vom städtischen Elektrizitätswerk am Makartplatz aufgeladen werden und ihrerseits dann die elektrische Energie für die Aufzüge lieferten.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18900430&query=%22elektrischer%22+%22aufzug%22+%22M%c3%b6nchsberg%22&ref=anno-search&seite=3 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 30. April 1890]</ref>
    
==== Elektrischer Aufzug im Fels ====
 
==== Elektrischer Aufzug im Fels ====
16.179

Bearbeitungen

Navigationsmenü