Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
K
linkfix, + kat
Zeile 13: Zeile 13:  
::Salzburg im Westerland ist eine kleine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz (Deutschland). Die Gemeinde gehört zum Ferienland "Hoher Westerwald" und liegt in einer Höhenlandschaft, die zum Wandern einlädt.  
 
::Salzburg im Westerland ist eine kleine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz (Deutschland). Die Gemeinde gehört zum Ferienland "Hoher Westerwald" und liegt in einer Höhenlandschaft, die zum Wandern einlädt.  
   −
::Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr [[1300]] als ''Salberg'' bzw. ''Salsber''g. Eine der höchsten Erhebungen des Westerwaldes ist der "Salzburger Kopf". Dieser war bis [[1788]] Gerichtstätte der drei Gerichte Marienberg, Emmerichenhain und Neukirch. Nach den Wirren des ''Dreißigjährigen Krieges'' war der Ort im [[17. Jahrhundert]] mehrere Jahre unbewohnt und verkam zu einer Wüstung. Erst [[1665]] siedelten sich im Ort wieder drei Familien an. Heute zählt die kleine Gemeinde etwa 260 Einwohner.   
+
::Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr [[1300]] als ''Salberg'' bzw. ''Salsber''g. Eine der höchsten Erhebungen des Westerwaldes ist der "Salzburger Kopf". Dieser war bis [[1788]] Gerichtsstätte der drei Gerichte Marienberg, Emmerichenhain und Neukirch. Nach den Wirren des ''Dreißigjährigen Krieges'' war der Ort im [[17. Jahrhundert]] mehrere Jahre unbewohnt und verkam zu einer Wüstung. Erst [[1665]] siedelten sich im Ort wieder drei Familien an. Heute zählt die kleine Gemeinde etwa 260 Einwohner.   
    
* '''Salzburg (Niederbayern)'''
 
* '''Salzburg (Niederbayern)'''
Zeile 30: Zeile 30:     
* '''Salzburg in Siebenbürgen (Rumänien)'''
 
* '''Salzburg in Siebenbürgen (Rumänien)'''
:: Ocna Sibiuli, zu Deutsch „Salzburg in Siebenbürgen“ ist ein [[Kurort]] im rumänischen Kreis ''Sibiu'' (Hermannstadt). Der Ort wurde [[1263]] erstmals urkundlich erwähnt wird seit Jahrhunderten von Siebenbürger Sachsen besiedelt.  
+
:: Ocna Sibiuli, zu Deutsch „Salzburg in Siebenbürgen“ ist ein [[Kurort]] im rumänischen Kreis ''Sibiu'' (Hermannstadt). Der Ort wurde [[1263]] erstmals urkundlich erwähnt wird seit Jahrhunderten von [[Siebenbürger Sachsen]] besiedelt.  
   −
:: Die Geschichte des Ortes ist eng mit jener der [[Salzgewinnung]] verbunden, die hier erst [[1931]] endgültig eingestellt wurde. Mit der Eröffnung des ersten Bades im Jahr [[1845]] entwickelte sich Salzburg immer mehr zu einem Kurort. In der Nähe von Salzburg fand im Februar [[1849]] die "Schlacht von Vizakna" statt. ''Vizakna'' war der ungarische und damals offizielle Ortsname von Ocna Sibiuli/Salzburg.
+
:: Die Geschichte des Ortes ist eng mit jener der [[Salz|gewinnung]] verbunden, die hier erst [[1931]] endgültig eingestellt wurde. Mit der Eröffnung des ersten Bades im Jahr [[1845]] entwickelte sich Salzburg immer mehr zu einem Kurort. In der Nähe von Salzburg fand im Februar [[1849]] die "Schlacht von Vizakna" statt. ''Vizakna'' war der ungarische und damals offizielle Ortsname von Ocna Sibiuli/Salzburg.
    
:: Heute leben in der Kleinstadt „Salzburg“ etwa 4.000 Einwohner. Sehenswert sind die zahlreichen Hotels und Pavillons aus der Gründerzeit des Kurbetriebes zur Mitte des [[19. Jahrhundert]]s sowie mehrere Salzseen.  
 
:: Heute leben in der Kleinstadt „Salzburg“ etwa 4.000 Einwohner. Sehenswert sind die zahlreichen Hotels und Pavillons aus der Gründerzeit des Kurbetriebes zur Mitte des [[19. Jahrhundert]]s sowie mehrere Salzseen.  
    
* '''Salzburg (Solivar, Slowakei)'''
 
* '''Salzburg (Solivar, Slowakei)'''
::Das einstige unweit des Ortes Eperies liegende Dorf "Salzburg" hat seinen Namen vom Salzabbau und wurde erstmals 1261 urkundlich als "Souuvar" erwähnt. Während der Zugehörigkeit zur Österreichisch-Ungarischen Monarchie lag es in der ungarischen Reichhälfte, wurde aber großteils von deutschprachigen Bürgern bewohnt und "Salzburg" geheißen. Nach dem Untergang der Monarchie wurde es offiziell in ''Solivar'' umbenannt, was in der slowakischen Sprache noch immer "Salzburg" bedeutet. 1973 wurde das Dorf in die Stadt Prešov (ehem. Eperies) eingemeindet. Prešov ist heute die drittgrößte Stadt der Slowakei.  
+
::Das einstige unweit des Ortes Eperies liegende Dorf "Salzburg" hat seinen Namen vom Salzabbau und wurde erstmals 1261 urkundlich als "Souuvar" erwähnt. Während der Zugehörigkeit zur Österreichisch-Ungarischen Monarchie lag es in der ungarischen Reichshälfte, wurde aber großteils von deutschprachigen Bürgern bewohnt und "Salzburg" geheißen. Nach dem Untergang der Monarchie wurde es offiziell in ''Solivar'' umbenannt, was in der slowakischen Sprache noch immer "Salzburg" bedeutet. 1973 wurde das Dorf in die Stadt Prešov (ehem. Eperies) eingemeindet. Prešov ist heute die drittgrößte Stadt der Slowakei.  
    
* '''Salzburg/Sol‘nohrad (Slowakei)'''
 
* '''Salzburg/Sol‘nohrad (Slowakei)'''
Zeile 43: Zeile 43:     
* '''Hohensalzburg (Ostpreußen)'''
 
* '''Hohensalzburg (Ostpreußen)'''
:: Das Dorf '''Hohensalzburg''' lag im ostpreußischen Landkreis Tilsit-Ragnit, nahe des Ortes Kraupischen und trug bis [[1938]] den Namen ''Langwethen''. Es war ein typisches „Salzburgerkoloniedorf“ in Ostpreußen, das vor der Ankunft der Heimatvertriebenen [[Protestanten]] zur Wüstung verkommen, von den [[Protestantenvertreibung|Salzburger Emigranten]] [[1732]] wieder besiedelt und aufgebaut wurde. Im Jahr ihrer Ankunft erbauten die Salzburger Neusiedler auch eine einfach ausgeführte Kirche, die nach [[1945]] zeitweise als Kulturzentrum genutzt wurde und erst nacth der Jahrausendwende einem Brand zum Opfer fiel. Der Kirchenbau beherbergte einen schmucklosen Kanzelaltar und eine kleine Orgel aus dem Jahre [[1858]]. Die Taufschale aus Messing war von den Salzburgern aus ihrer [[Bundesland Salzburg|alten Heimat]] mitgebracht worden.
+
:: Das Dorf '''Hohensalzburg''' lag im ostpreußischen Landkreis Tilsit-Ragnit, nahe des Ortes Kraupischen und trug bis [[1938]] den Namen ''Langwethen''. Es war ein typisches „Salzburgerkoloniedorf“ in Ostpreußen, das vor der Ankunft der Heimatvertriebenen [[Protestanten]] zur Wüstung verkommen, von den [[Protestantenvertreibung|Salzburger Emigranten]] [[1732]] wieder besiedelt und aufgebaut wurde. Im Jahr ihrer Ankunft erbauten die Salzburger Neusiedler auch eine einfach ausgeführte Kirche, die nach [[1945]] zeitweise als Kulturzentrum genutzt wurde und erst nach der Jahrtausendwende einem Brand zum Opfer fiel. Der Kirchenbau beherbergte einen schmucklosen Kanzelaltar und eine kleine Orgel aus dem Jahre [[1858]]. Die Taufschale aus Messing war von den Salzburgern aus ihrer [[Bundesland Salzburg|alten Heimat]] mitgebracht worden.
    
:: Neben der Kirche erhielten sich aus der Salzburger Zeit nach der Flucht und Vertreibung der deutschen Bevölkerung 1945 nur wenige heruntergekommene Gebäude. [[1939]] lebten in Hohensalzburg 364 Einwohner die fast ausschließlich von den Salzburger Emigranten aus den [[1730er]]-Jahren abstammten. Nach dem zweiten Weltkrieg verkam der Ort zu einer, an einer Straßenkreuzung gelegenen Ansammlung weniger Häuser,  die den russischen Namen ''Lunino'' erhielt und heute zur Kleinstadt ''Uljanowo'' (Kraupischken) gehört.
 
:: Neben der Kirche erhielten sich aus der Salzburger Zeit nach der Flucht und Vertreibung der deutschen Bevölkerung 1945 nur wenige heruntergekommene Gebäude. [[1939]] lebten in Hohensalzburg 364 Einwohner die fast ausschließlich von den Salzburger Emigranten aus den [[1730er]]-Jahren abstammten. Nach dem zweiten Weltkrieg verkam der Ort zu einer, an einer Straßenkreuzung gelegenen Ansammlung weniger Häuser,  die den russischen Namen ''Lunino'' erhielt und heute zur Kleinstadt ''Uljanowo'' (Kraupischken) gehört.
Zeile 49: Zeile 49:  
[[Kategorie:Geografie]]
 
[[Kategorie:Geografie]]
 
[[Kategorie:Geschichte]]
 
[[Kategorie:Geschichte]]
 +
[[Kategorie:Wort]]

Navigationsmenü