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| | Diese erste systematische Erhebung und die planliche Darstellung brachte auch die Tatsache ans Tageslicht, das es in der Stadt Salzburg mehr Hausanschlüsse gab als dafür Wasserentnahmeberechtigungen zugeteilt waren und der Wasserzins dafür entrichtet wurde. Im Zuge der politischen Wirren und dem wirtschaftlichen Niedergang war die Lösung finanzieller Fragen offenbar weniger wichtig. | | Diese erste systematische Erhebung und die planliche Darstellung brachte auch die Tatsache ans Tageslicht, das es in der Stadt Salzburg mehr Hausanschlüsse gab als dafür Wasserentnahmeberechtigungen zugeteilt waren und der Wasserzins dafür entrichtet wurde. Im Zuge der politischen Wirren und dem wirtschaftlichen Niedergang war die Lösung finanzieller Fragen offenbar weniger wichtig. |
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| | + | == Wasserspeicher und Versorgung im späten 19. und 20. Jahrhundert == |
| | === 1866: Wasserleitung von Fürstenbrunn nach Salzburg === | | === 1866: Wasserleitung von Fürstenbrunn nach Salzburg === |
| | [[1866]] trat der [[Salzburger Gemeinderat|Gemeinderat]] der Stadt Salzburg an den Besitzer der Fürstenbrunner Quelle, den König [[Ludwig II. von Bayern]], mit Bitte um Überlassung von 90 österreichischen Kubikfuß Wasser in der Minute, das entspricht 47,4 Liter pro Sekunde oder rund 1,5 Millionen Kubikmeter im Jahr, heran. Mit Entschließung vom [[13. März]] 1866 bewilligte der König als Schenkung die erbetene Wassermenge der Stadt Salzburg auf immerwährende Zeiten. | | [[1866]] trat der [[Salzburger Gemeinderat|Gemeinderat]] der Stadt Salzburg an den Besitzer der Fürstenbrunner Quelle, den König [[Ludwig II. von Bayern]], mit Bitte um Überlassung von 90 österreichischen Kubikfuß Wasser in der Minute, das entspricht 47,4 Liter pro Sekunde oder rund 1,5 Millionen Kubikmeter im Jahr, heran. Mit Entschließung vom [[13. März]] 1866 bewilligte der König als Schenkung die erbetene Wassermenge der Stadt Salzburg auf immerwährende Zeiten. |
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| − | Danach wurde verschiedene Angebote zum Bau der Wasserleitung eingeholt, besonders auch aus GRoßstädten wie Paris, Prag und Frankfurt. | + | Danach wurde verschiedene Angebote zum Bau der Wasserleitung eingeholt, besonders auch aus Großstädten wie Paris, Prag und Frankfurt am Main. |
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| | Etwa in den Jahren [[1872]] bis 1875 übernahm die Frankfurter Wasserwerksgesellschaft den Bau einschließlich Fassung der Quelle, der 9,2 km langen Rohrleitung, eines 1 000 m³ fassenden [[Hochbehälter Mönchsberg|Hochbehälters]] in der Nähe der [[Richterhöhe]] am Mönchsberg und des Stadtrohrnetzes zum Pauschalbetrag von 400 000 Silbergulden. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18710708&seite=3&zoom=33&query=%22F%C3%BCrstenbrunner%22%2B%22Wasserleitung%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1871]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18730726&seite=1&zoom=33&query=%22kapuzinerberg%22%2B%22brunnen%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1873]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18840204&seite=1&zoom=33&query=%22Wasserwerk%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1884/Frankfurter Wasserwerksgesellschaft → Direktor P. Schmick]</ref> | | Etwa in den Jahren [[1872]] bis 1875 übernahm die Frankfurter Wasserwerksgesellschaft den Bau einschließlich Fassung der Quelle, der 9,2 km langen Rohrleitung, eines 1 000 m³ fassenden [[Hochbehälter Mönchsberg|Hochbehälters]] in der Nähe der [[Richterhöhe]] am Mönchsberg und des Stadtrohrnetzes zum Pauschalbetrag von 400 000 Silbergulden. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18710708&seite=3&zoom=33&query=%22F%C3%BCrstenbrunner%22%2B%22Wasserleitung%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1871]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18730726&seite=1&zoom=33&query=%22kapuzinerberg%22%2B%22brunnen%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1873]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18840204&seite=1&zoom=33&query=%22Wasserwerk%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1884/Frankfurter Wasserwerksgesellschaft → Direktor P. Schmick]</ref> |
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| | Am [[31. Oktober]] [[1875]] wurde die neue Fürstenquellen-Wasserleitung an die [[Stadtgemeinde Salzburg]] übergeben.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18940113&seite=17&zoom=33&query=%22Wasserwerk%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1894]</ref> Die jährlichen Betriebskosten wurden, abzüglich der Kosten für die 14 öffentlichen Brunnen, für die Bewässerung der öffentlichen Gärten und für die 111 Hydranten für Gassenbesprengung und die Feuerwehr, als Wasserzins anteilig an die in 416 Häusern mit 2 343 Abnahmestellen befindlichen einzelnen Haushalte weiterverrechnet.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18770220&seite=2&zoom=33&query=%22Wasserzins%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1875]</ref> | | Am [[31. Oktober]] [[1875]] wurde die neue Fürstenquellen-Wasserleitung an die [[Stadtgemeinde Salzburg]] übergeben.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18940113&seite=17&zoom=33&query=%22Wasserwerk%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1894]</ref> Die jährlichen Betriebskosten wurden, abzüglich der Kosten für die 14 öffentlichen Brunnen, für die Bewässerung der öffentlichen Gärten und für die 111 Hydranten für Gassenbesprengung und die Feuerwehr, als Wasserzins anteilig an die in 416 Häusern mit 2 343 Abnahmestellen befindlichen einzelnen Haushalte weiterverrechnet.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18770220&seite=2&zoom=33&query=%22Wasserzins%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1875]</ref> |
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| − | === Wasserversorgung durch Städtisches Wasserwerk und die Salzburg AG ===
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| | :''Hauptartikel: [[Städtisches Wasserwerk]]'' | | :''Hauptartikel: [[Städtisches Wasserwerk]]'' |
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| | Das Städtische Wasserwerk war zwischen [[1875]] und [[1922]] eine Fürsorgeanstalt der [[Stadtgemeinde Salzburg]]. Ab [[1922]] wurde die Wasserversorgung der Stadt Salzburg ein wirtschaftliches Unternehmen der [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]], die [[1950]] in die [[Salzburger Stadtwerke]] eingebracht wurde, welche im Jahr [[2000]] in der [[Salzburg AG]] aufging. | | Das Städtische Wasserwerk war zwischen [[1875]] und [[1922]] eine Fürsorgeanstalt der [[Stadtgemeinde Salzburg]]. Ab [[1922]] wurde die Wasserversorgung der Stadt Salzburg ein wirtschaftliches Unternehmen der [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]], die [[1950]] in die [[Salzburger Stadtwerke]] eingebracht wurde, welche im Jahr [[2000]] in der [[Salzburg AG]] aufging. |
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| − | == Wasserspeicher und Versorgung im späten 19. und 20. Jahrhundert ==
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| | === Kapuzinerberg Kavernen === | | === Kapuzinerberg Kavernen === |