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Die '''Weberei''' galt Ende des [[18. Jahrhundert|18.]] - Anfang des [[19. Jahrhundert]]s als angesehenes Handwerk.

==Die Weberei im Pinzgau==
Die Arbeit der [[Pinzgau]]er Weber wurde im [[19. Jahrhundert]] als reine mechanische Kraftleistung gesehen. Hier im Pinzgau, ''ent's Tauern'', wurde die mühselige Flachsweberei von geknechteten und wenig motivierten [[Dienstboten]] verrichtet. Diese hielten es demgemäß auch nie länger als ein bis zwei Jahre bei einem Bauern aus. Im Pinzgau nannte man die Osttiroler Weber ''Täurer Weber''.

==Die Weberei in Osttirol==
Nach dem Niedergang des [[Handel (historisch)|Fernhandels]] mussten sich die [[Osttirol]]er neue Erwerbsquellen erschließen. Eine davon war die Weberei. Zur Zeit von [[Simon von Stampfer]] Anfang des 19. Jahrhunderts unterschied man zwischen ''Übergiener'' und Heimatweber. ''Übergiener'' (von ''Übergeher'' über den [[Tauern]]) wanderten über den Tauern in den Pinzgau, wo sie als Kunstweber Arbeit fanden. Im Gegensatz zu den Pinzgauer Webern führten die Weber in Osttirol, ''unter'm Tauern'', das mühselige Handwerk selbst aus. Ende Juli kehrten sie wieder nach Osttirol mit ''gefülltem Geldbeutel'' zurück.

====Übergiener====
An einem bestimmten Tag im Jahr trafen sich alle ''Übergiener'' in [[Windisch Matrei]], um gemeinsam den [[Felber Tauern]] zu überqueren. Nach einer Heiligen Messe und einem Abschiedstrunk ging es zunächst bis zum [[Matreier Tauernhaus]] zur Übernachtung. Meist wurde dort noch recht ausgelassen gefeiert, was auch mehrere Tage dauern konnte und man gerne so auf's ''Übergienen'' vergaß.

In [[Mittersill]] angekommen wurden sie im Mittersiller Bräu bewirtet. Vor dort ging dann jeder seiner Wege zu seinem Bauern oder auch auf das Geratewohl los.

==Quelle==
* Quelle ''Simon Stampfer, von der Zauberscheibe zum Film'', Peter Schuster, Christian Strasser, Schriftenreihe des [[Landespressebüro]]s, Nr. 142, ISBN 3-85015-154-2

[[Kategorie:Wirtschaft]]
[[Kategorie:Handwerk]]
[[Kategorie:Osttirol]]
[[Kategorie:Pinzgau]]
[[Kategorie:Geschichte]]

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