| | * den Stammsitz Hagenau rechts der Perschling (Grenze zum Wienerwald) mit dem Erbbegräbnis ad Sanctum Hippolytum (St. Pölten) an der Traisen und den | | * den Stammsitz Hagenau rechts der Perschling (Grenze zum Wienerwald) mit dem Erbbegräbnis ad Sanctum Hippolytum (St. Pölten) an der Traisen und den |
| | + | Der Wandel der politischen und sozialen Verhältnisse seit dem Ende des 12. Jahrhunderts isolierte die Hagenauer zunehmend. Im 13. Jahrhundert erscheinen die Hochfreien Hagenauer noch auf der gleichen Stufe mit den Reichsministerialen. Die Entstehung der Wittelsbacher in diesem Raum, als auch der Niedergang des Hochstiftes Freising als Landesherrschaft, trug dazu bei, dass das Geschlecht von seiner einstigen Höhe herabsank. Schließlich gingen sie im 14. und 15. Jahrhundert in der Ministerialität unter, vereinzelt tauchen die Hagenauer in Urkunden noch als Burggrafen oder Ritter auf. Mitte des 16. Jahrhunderts finden wir die Hagenauer als freie Bauern und Müller. |
| | Nachfahren des ursprünglich aus dem Raum Freising stammenden und ehemals in Bayern, [[Oberösterreich|Ober-]] und Niederösterreich weit verzweigten Geschlechts der vormals Hoch- und Edelfreien Herren von Hagenau lebten im 15. Jahrhundert im [[Pflegegericht|Pflegschaftsgericht]] [[Teisendorf]] - [[Tittmoning]], im Raum Salzburg bzw. [[Oberbayern]], damals ein Teil des [[Erzdiözese Salzburg|Erzbistums Salzburg]]. Ab dem 16. Jahrhundert sind die Hagenauer in [[Ainring]] ansässig, im 17. Jahrhundert scheinen sie als Salzburger Bürger auf. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts finden wir sie auch in Triest (Friaul, Italien), Linz und Wien, wobei die Verbindung zu Salzburg immer aufrecht erhalten wurde. Sämtliche Zweige der Hagenauer, bis auf den Wiener Zweig und den italienischen Zweig durch Adoption, starben in männlicher Linie im [[20. Jahrhundert]] aus. | | Nachfahren des ursprünglich aus dem Raum Freising stammenden und ehemals in Bayern, [[Oberösterreich|Ober-]] und Niederösterreich weit verzweigten Geschlechts der vormals Hoch- und Edelfreien Herren von Hagenau lebten im 15. Jahrhundert im [[Pflegegericht|Pflegschaftsgericht]] [[Teisendorf]] - [[Tittmoning]], im Raum Salzburg bzw. [[Oberbayern]], damals ein Teil des [[Erzdiözese Salzburg|Erzbistums Salzburg]]. Ab dem 16. Jahrhundert sind die Hagenauer in [[Ainring]] ansässig, im 17. Jahrhundert scheinen sie als Salzburger Bürger auf. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts finden wir sie auch in Triest (Friaul, Italien), Linz und Wien, wobei die Verbindung zu Salzburg immer aufrecht erhalten wurde. Sämtliche Zweige der Hagenauer, bis auf den Wiener Zweig und den italienischen Zweig durch Adoption, starben in männlicher Linie im [[20. Jahrhundert]] aus. |