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| | [[Datei:Domblick von der Orgelempore.jpg|thumb|das Dominnere von der Domorgelempore aus]] | | [[Datei:Domblick von der Orgelempore.jpg|thumb|das Dominnere von der Domorgelempore aus]] |
| | [[Datei:Domquartier.jpg|thumb|Übersichtsbild]] | | [[Datei:Domquartier.jpg|thumb|Übersichtsbild]] |
| − | Das '''DomQuartier Salzburg''' ist ein Museumsrundgang durch die Prunkräume der Alten Residenz ([[Alte Residenz]]), den [[Salzburger Dom]] mit dem Domuseum sowie den Wallistrakt mit dem Museum St. Peter [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]]. Es ist Mitglied der Dachmarke [[Hello salzburg|hello salzburg]]. | + | Das '''DomQuartier Salzburg''' ist ein Museumsrundgang durch die Prunkräume der Alten Residenz ([[Alte Residenz]]), die Residenzgalerie, den [[Salzburger Dom]] mit dem Domuseum sowie den Wallistrakt mit dem Museum St. Peter ([[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]]). |
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| | + | Das DomQuartier Salzburg ist Mitglied der Dachmarke [[Hello salzburg|hello salzburg]]. |
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| | ==Das DomQuartier Salzburg== | | ==Das DomQuartier Salzburg== |
| − | Es eröffnete am [[17. Mai]] [[2014]] einen Rundgang, der bislang unbekannte Einblicke in das ehemalige Zentrum [[Fürsterzbischof|fürsterzbischöflicher]] Macht. Der Rundgang um den [[Domplatz]] in oberen Stockwerken der Gebäude gewährt neue und interessante Blick auf die Stadt, die [[Salzburger Stadtberge|Stadtberge]] und die [[Festung Hohensalzburg]].
| + | Das DomQuartier Salzburg (DQS) wurde am [[17. Mai]] [[2014]] eröffnet. Der DQS-Rundgang vermittelt spannende Einblicke in das ehemalige Zentrum [[Fürsterzbischof|fürsterzbischöflicher]] Macht. Er führt durch die Prunkräume, die Residenzgalerie, den Dombereich mit Nordoratorium, Domorgelempore und Dommuseum sowie durch die Kunst-und Wunderkammer und das Museum St. Peter mit der Langen Galerie.Die Dombogenterasse gewährt einen einzigartigen Blick auf den [[Domplatz]], den Residenzplatz sowie die [[Salzburger Stadtberge|Stadtberge]] und die [[Festung Hohensalzburg]]. |
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| − | Nach 200 Jahren wurde das ehemalige Zentrum der fürsterzbischöflichen Macht der Öffentlichkeit erlebbar gemacht. Im Mittelpunkt stehen die 'Alte Residenz', der Dom und die Benediktiner-Erzabtei St. Peter]. Auf 15 000 Quadratmetern werden 2 000 Exponate präsentiert. Diese geben Einblicke in „1300 bewegte Jahre“. Der Museumsrundgang ist 1 300 Meter lang und führt durch 116 Türen. Im Zuge der Umbauarbeiten wurden viele verschlossene Türen wieder geöffnet.
| + | Vor mehr als 400 Jahren begannen die mächtigen Fürsterzbischöfe, die Stadt Salzburg in ein barockes Juwel zu verwandeln. Salzburg war durch den Handel mit [[Salz]], [[Tauerngold|Gold]] und anderen Rohstoffen äußerst vermögend geworden– und sollte durch die Arbeiten der besten Architekten der damaligen Zeit in eine repräsentative Residenzstadt verwandelt werden. Ergebnis war eine prächtige [[Barock]]<nowiki>stadt</nowiki>, die [[1997]] zum [[UNESCO-Weltkulturerbe|Weltkulturerbe der UNESCO]] erklärt wurde. |
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| − | Vor mehr als 400 Jahren begannen die mächtigen Fürsterzbischöfe, die Stadt Salzburg in ein barockes Juwel zu verwandeln. Salzburg war durch den Handel mit [[Salz]], [[Tauerngold|Gold]] und anderen Rohstoffen äußerst vermögend geworde– und sollte durch die Arbeiten der besten Architekten der damaligen Zeit in eine repräsentative Residenzstadt verwandelt werden. Ergebnis war eine prächtige [[Barock]]<nowiki>stadt</nowiki>, die [[1997]] zum [[UNESCO-Weltkulturerbe|Weltkulturerbe der UNESCO]] erklärt wurde.
| + | Zu den bedeutendsten Bauherren des barocken Salzburg gehörte [[Fürsterzbischof]] [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein|Guidobald Graf von Thun]]. In seiner 14-jährigen Regierungszeit ([[1654]] bis [[1668]]) prägte er das Bild der Stadt. Er ließ die [[Dombögen]] errichten, den [[Residenzplatz|Residenz]]- und den Domplatz gestalten sowie eine Gemäldegalerie bauen – die heutige Lange Galerie nächst St. Peter. |
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| − | Zu den bedeutendsten Bauherren des barocken Salzburg gehörte [[Fürsterzbischof]] [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein|Guidobald Graf von Thun]]. In seiner 14-jährigen Regierungszeit ([[1654]] bis [[1668]]) prägte er das Bild der Stadt. Er ließ die [[Dombögen]] errichten, den [[Residenzplatz|Residenz]]- und den Domplatz gestalten sowie eine Gemäldegalerie bauen – die heutige Lange Galerie der Erzabtei St. Peter.
| + | Kirchengeschichte, Kunstgeschichte, Architektur und Musik werden hier in einem einzigartigen Zusammenspiel präsentiert. Auf einem Weg, der 200 Jahre verschlossen war, erleben Besucher die 13 Prunkräume der bis zum Ende des Fürsterzbistums [[1803]] als fürsterzbischöfliche Amts-und Wohnräume genutzten Residenz mit ihren kostbaren Stuckarbeiten, Deckengemälden und wertvollem Interieur. Bis [[1918]] diente die Residenz als Wohnsitz der Mitglieder der toskanischen Nebenlinie des [[Habsburger|österreichischen Kaiserhauses]]. |
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| − | Kirchengeschichte, Kunstgeschichte und Architektur werden hier in einem einzigartigen Zusammenspiel präsentiert. Auf einem Weg, der 200 Jahre verschlossen war, erleben Besucher die 15 Prunkräume der bis zum Ende des Fürsterzbistums [[1803]] kirchlich genutzten Residenz mit ihren kostbaren Deckenstuckarbeiten und wertvollem Interieur. Bis [[1918]] diente die Residenz als Wohnsitz der Mitglieder der toskanischen Nebenlinie des [[Habsburger|österreichischen Kaiserhauses]].
| + | Über elf Säle erstreckt sich die [[Residenzgalerie]], die hochkarätige Werke des [[16. Jahrhundert|16.]] bis [[19. Jahrhundert]]s beherbergt. |
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| − | Über elf Säle erstreckt sich die [[Residenzgalerie]], die Werke des [[16. Jahrhundert|16.]] bis [[19. Jahrhundert]]s beherbergt. Über die Dombogenterrasse mit einem imposanten Ausblick auf das barocke Zentrum der Stadt gelangt man in das nördliche Oratorium des Salzburger Doms, das eine Sonderausstellung zum Thema Barock präsentiert. Die Domorgelempore erschließt den Weg zum [[Dommuseum]], zur [[Langer Gang|Langen Galerie]], zum [[Museum St. Peter]] und zur [[Salzburger Barockmuseum|Barocksammlung Rossacher]] des [[Salzburg Museum]]s. Die Kunstschätze aus St. Peter erhalten erstmals eine ständige Heimstätte im neu adaptierten Museum im [[Wallistrakt]]. Der Rundgang schließt mit einem Einblick in das Innere der [[Franziskanerkirche]] und ermöglicht die eingehende Betrachtung des berühmten gotischen Sternrippengewölbes.
| + | Über die Dombogenterrasse mit einem imposanten Ausblick auf das barocke Zentrum der Stadt gelangt man in das nördliche Oratorium des Salzburger Doms, das eine Sonderausstellung zum Thema Barock präsentiert. Die Domorgelempore erschließt den Weg zum [[Dommuseum]], zur [[Langer Gang|Langen Galerie]], zum [[Museum St. Peter]] und zur [[Salzburger Barockmuseum|Barocksammlung Rossacher]] des [[Salzburg Museum]]s. Die Kunstschätze aus St. Peter erhalten erstmals eine ständige Heimstätte im neu adaptierten Museum im [[Wallistrakt]]. Der Rundgang schließt mit einem Einblick in das Innere der [[Franziskanerkirche]] und ermöglicht die eingehende Betrachtung des berühmten gotischen Sternrippengewölbes. |
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| | Als dabei „absolut einzigartig“ wird in der Aussendung der [[Tourismus Salzburg GmbH]] das Museum St. Peter bezeichnet: „''Es ist nicht nur das älteste Kloster des deutschsprachigen Raums. Die Besucher erwartet zudem eine Kunstsammlung mit zirka 40 000 Exponaten.''“ (Anmerkung: von denen aber nur ein sehr kleiner Teil im Rundgang zu sehen ist.) | | Als dabei „absolut einzigartig“ wird in der Aussendung der [[Tourismus Salzburg GmbH]] das Museum St. Peter bezeichnet: „''Es ist nicht nur das älteste Kloster des deutschsprachigen Raums. Die Besucher erwartet zudem eine Kunstsammlung mit zirka 40 000 Exponaten.''“ (Anmerkung: von denen aber nur ein sehr kleiner Teil im Rundgang zu sehen ist.) |