Kaigasse 28

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Das Haus Kaigasse 28 Ende Februar 2026.

Das Haus Kaigasse 28 ist ein Gebäude an der Kaigasse im Kaiviertel in der Salzburger Altstadt.

Beschreibung

Der vordere Teil des Gebäudes trägt die Adresse Kaigasse 28, der hintere Teil Kaigasse 26. Die Grünfläche gilt als archäologisches Fundhoffnungsgebiet. Laut aktueller Denkmalschutzliste steht jedoch nur die Nr. 26 unter Denkmalschutz, mit dem Zusatz „Pflegerwirtshaus“. Das Haus wurde nach einem Bombenschaden im Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut und steht unter Altstadtschutz.

Aushöhlung des Gebäudes

Ein Projektkonsortium rund um Mark Mateschitz plant, ab Anfang 2026 Wohnungen im gehobenen Segment zu errichten. Vom vorderen Teil des Hauses ist derzeit nur die straßenseitige Fassade erhalten, die mit einem Stahlskelett gesichert wird. Die Behörde stoppte die Arbeiten. Bauherrin ist eine Tochtergesellschaft der deaurea GmbH, an der u. a. die Mark Mateschitz Beteiligungs GmbH beteiligt ist.

Warum Arbeiten in der Schutzzone ohne Genehmigung durchgeführt wurden, blieb ungeklärt. Die Behörde schloss ein Missverständnis aus und sprach von einem in den vergangenen Jahrzehnten beispiellosen Vorgang. Neben dem Baustopp wurde ein Verwaltungsstrafverfahren eingeleitet; der Strafrahmen beträgt bis zu 25.000 Euro.

Nach Angaben der zuständigen Planungsstadträtin Anna Schiester (Bürgerliste) waren die Eingriffe – insbesondere die weitgehende Entkernung – weder von der Sachverständigenkommission für die Altstadterhaltung (SVK) noch von der Baubehörde genehmigt. Der Bescheid habe auf "Umbau" gelautet. Aufgrund des Bauzustands stellt sich die Frage, ob faktisch ein Neubau entstanden ist, was strengere baurechtliche Vorgaben und Verzögerungen nach sich ziehen könnte.

Laut Anrainern dauerte die Entkernung mehrere Monate und führte zu spürbaren Erschütterungen und Staubentwicklung. Ende April wurde der Kran abgebaut; die SVK muss das Projekt erneut prüfen.[1]

Mitte Juni 2026 kündigte die Planungsstadträtin an, dass die Baubehörde einen Wiederherstellungsauftrag gemäß § 23 Altstadterhaltungsgesetz 1980 verfügen werde – unter Einbindung der SVK. Zusätzlich ist ein Baubewilligungsverfahren für die Wiederherstellung erforderlich.[2]

Bildergalerie

Bild 1: Das gelbe Gebäude neben dem Kran ist das Haus Kaigasse 28.
Bild 2: Blick durch ein Fenster, in dem man die Aushöhlung erkennt.
Bild 3: Vor dem Gebäude sieht man auf einem Plakat Ex-Red-Bull-Manager Volker Viechtbauer auf einer Abrissbirne sitzend.

Weblinks

Quelle

  • sn.at, 17. Februar 2026: Geschütztes Haus in Salzburger Altstadt dreist entkernt: Den Bauherren aus dem Red-Bull-Umfeld drohen Verzögerung und Geldstrafe
  • sn.at, 18. Februar 2026: Luxuswohnprojekt mit Red-Bull-DNA: Teilabriss von Salzburger Altstadthaus hat Konsequenzen

Einzelnachweis

  1. ↑ sn.at, 28. April 2026
  2. ↑ sn.at, 17. Juni 2026
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