Hornblende

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Hornblende (dunkelgrün) mit Apatit (weiß).

Hornblende ist die Bezeichnung für eine Gruppe dunkler, gesteinsbildender Minerale aus der Klasse der Amphibole.

Beschreibung

Sie tritt überwiegend in metamorphen und magmatischen Gesteinen auf und ist aufgrund ihrer variablen chemischen Zusammensetzung kein einzelnes, eindeutig definiertes Mineral, sondern eine Sammelbezeichnung für mehrere verwandte Amphibol‑Silikate.

Hornblende zeigt typischerweise eine schwarze bis dunkelgrüne Farbe, glasigen Glanz und eine Härte von 5 bis 6 nach Mohs. Charakteristisch sind zwei deutliche Spaltflächen, die sich in Winkeln von etwa 56° und 124° schneiden, was ein typisches Merkmal der Amphibole ist. Chemisch besteht Hornblende aus komplexen Calcium‑, Magnesium‑, Eisen‑ und Aluminiumsilikaten mit variablen Anteilen an Hydroxidgruppen.

In den Ostalpen – darunter auch in den Niederen Tauern – ist Hornblende ein häufiges Mineral in Gneisen, Amphiboliten sowie in magmatischen Gesteinen wie Diorit oder Granodiorit. Sie liefert wichtige Hinweise auf die Druck‑ und Temperaturbedingungen der Gesteinsbildung und wird in der geologischen Datierung (z. B. K/Ar‑Methode) verwendet.

Beispiele in Salzburg

Der Bergkamm des Prebers mit dem Kasereck im Lungau besteht u. a. aus Hornblende.

Literatur

Quellen

  • kristallin.de
  • spektrum.de
  • geologyscience.com
  • Mineralogical Society of America: Amphibole Group – Hornblende. (Mineralogical Data)
  • Mindat.org: Hornblende – Mineralienlexikon und Fundortdatenbank
  • Encyclopaedia Britannica: Hornblende – mineral group
  • Deer, Howie & Zussman: Rock‑Forming Minerals, Vol. 2A: Amphiboles (Geological Society, London)
  • de.scienceaq.com, Verwendung von Hornblende
  • mineralienatlas.de, Fundorte in Salzburg

Einzelnachweis