Gasteiner Wasserfall
Der Gasteiner Wasserfall im Gemeindegebiet von Bad Gastein im Pongau besteht aus drei Kaskaden.
Allgemeines
Über drei Wasserfälle (Kaskaden), die gemeinsam eine Fallhöhe von 341 m ergeben, bahnt sich die Gasteiner Ache ihren Weg ins Tal. Der "Obere" und der "Untere Wasserfall" liegen – ihren Namen entsprechend – knapp oberhalb bzw. unterhalb des Ortszentrums. Vor allem der "Untere Wasserfall", der von der ehemaligen Grabenbäckerquelle oder vom Kraftwerk aus betrachtet werden kann, bietet ein beeindruckendes Erlebnis.

Der als "Gasteiner Wasserfall" bezeichnete "Mittlere Wasserfall" trennt das Ortszentrum in zwei Teile, die durch die im Jahr 1840 erbaute Wasserfallbrücke miteinander verbunden sind. Er gilt seit jeher als Wahrzeichen Gasteins und ist ein beliebtes Motiv zahlreicher Postkarten und Urlaubsbilder.
Nutzung
Das Kraftwerk am Wasserfall ist eines der ältesten Wasserkraftwerke im Bundesland Salzburg.
Der Wasserfall in der Kunst
Der Wasserfall wurde von zahlreichen Künstlern als Motiv gewählt. Er wurde beispielsweise von den bekannten Malern Jakob Alt (um 1833) oder von Hubert Sattler (um 1844) dargestellt.
Sport
Der Innsbrucker Matthias Weger befuhr als Erster im August 2024 den Wasserfall mit einem Kajak. Vor fünf Jahren saß er nach einer Skitour mit Freunden in einem natürlichen Thermalwasserbecken über dem Bad Gasteiner Wasserfall. Dabei dachte er sich, dass man da "vielleicht mit dem Kajak runterfahren kann". Zunächst verwarf der Innsbrucker die Idee schnell wieder und fuhr zurück nach Hause. "Irgendwie ist mir das aber doch im Kopf geblieben", sagt der 28‑Jährige, der einst als Profi an internationalen Kanu‑Slalomrennen teilnahm. Anfang des Jahres 2024 entschied er schließlich, das Projekt Gasteiner Wasserfall ernsthaft anzugehen. Mittlerweile ist Weger freischaffender Extremsportler. Er besichtigte zweimal den Wasserfall und entwarf dann den Plan der Erstbefahrung. Eine Erstbefahrung sei stets mit vielen Unsicherheiten behaftet, sagt Weger. Die größten Herausforderungen in Bad Gastein seien der Einstieg und die Linie während der Fahrt gewesen.
Am 19. August wagte Weger die Jungfernfahrt. "Ein Kollege hat mich und das Kajak etwas oberhalb des Wasserfalls 20 Meter abgeseilt und mich an der richtigen Stelle ausgeklinkt." Weger hatte zwei, drei Schläge mit dem Paddel, um an der idealen Stelle in den Wasserfall einzusteigen. In drei Sekunden legte er die Fallhöhe von 341 Metern zurück. Nach der harten, aber gut geglückten Landung warteten bereits die ersten Gratulanten.[1]
Bildergalerie
- Historische Ansichten
Bild 1: Hubert Sattler: Wildbad Gastein um 1844.
Bild 1: Der Gasteiner Wasserfall um 1920.
Bild 1: Badgastein mit Gasteiner Wasserfall vor 1928, historische Ansichtskarte.
Bild 1: Der Gasteiner Wasserfall um 1935.
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Hubert Sattler Wildbad Gastein um 1844.
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Der Gasteiner Wasserfall um 1920.
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Badgastein mit Gasteiner Wasserfall vor 1928, historische Ansichtskarte.
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Der Gasteiner Wasserfall um 1935.
Das Wetter im Sommer 2023, der Wasserfall bei Hochwasser.
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Der Wasserfall bei Hochwasser.
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Der Wasserfall bei Hochwasser.
weitere Bilder
Gasteiner Wasserfall – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Gasteiner Wasserfall – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons
Quelle
- SALZBURGWIKI Beitrag Bad Gastein