1. Salzburger Modelleisenbahn Club
Der 1. Salzburger Modelleisenbahn Club (1. SMEC) wurde im Jahr 1948 gegründet, mit dem Ziel, Freunde und Fans von Modelleisenbahnen zu vereinen und das Hobby gemeinsam ausleben zu können.
Bilder werden in den nächsten Tagen noch ergänzt (Stand 4. Jänner 2026)
Geschichte
Bevor 1978 das heutige Clubheim in Parsch bezogen werden konnte, war der Verein in einer alten Baracke der US Army in der Riedenburgkaserne untergebracht. Das neue Clubheim in Parsch, das alte Stellwerk 7 des Bahnhofes Gnigl, glich zur damaligen Zeit einer Ruine und sollte anfangs abgerissen werden. In unermüdlicher ehrenamtlicher Arbeit wurde das Haus saniert, und im ersten Stock, da, wo einst die Hebelbänke zum Stellen der Weichen standen, wurde eine der größten Modellbahnanlagen Österreichs aufgebaut.
Die Anlage hat eine Größe von ungefähr 80 m²; rund 1 000 Meter Gleis in der Spurweite H0 wurden verlegt. Ein direktes Vorbild hat die Anlage nicht. Im Laufe der Jahre wurden jedoch einige bekannte Salzburger Gebäude und Szenen im Maßstab 1:87 nachgebaut, so die Gstättengasse mit dem alten elektrischen Aufzug auf den Mönchsberg, die Müllner Kirche, die Ursulinenkirche, die Stille-Nacht-Kapelle in Oberndorf bei Salzburg sowie die Festungen Hohenwerfen und Hohensalzburg. In einer Ecke ist in einem abgedunkelten Bereich eine Winterlandschaft mit Sternenhimmel gestaltet. Besonderes Augenmerk wurde in den letzten Jahren auf den Ausbau des Car-Systems gelegt.
Für Eisenbahninteressierte und alle anderen ist die Anlage jedes Jahr vom 26. Dezember (Stephanitag) bis zum 6. Jänner (Hl. Drei Könige) in der Zeit von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Auf der Homepage des 1. SMEC kann man sich auch laufend über das aktuelle Vereinsleben und Baumaßnahmen an der Anlage informieren.
Über die Winterlandschaft und den Sternenhimmel
Diese Winterlandschaft gibt es seit 1985, den beleuchteten Coca-Cola-Truck seit 1998, den Sternenhimmel seit 2005 und als beleuchteten Sternenhimmel seit 2024. Für die Beleuchtung wurden 168 SMD‑LEDs mit einer Größe von 1,4 mm eingebaut, schildert Rudi Stöckl, der Schöpfer des beleuchteten Himmels. Fünf Planeten können auf Knopfdruck farblich unterschiedlich zu den anderen "Sternen" beleuchtet werden. Weiters kann man drei Sternbilder sowie flackernde Lichter sehen. Alles wurde im Eigenbau in etwa acht Monaten Bauzeit geschaffen. Dabei wurden 25 Meter Kabel verlegt, erzählt Rudi Stöckl.
Zu sehen sind in diesem Winterabschnitt u. a. eine beleuchtete Seilbahnstation, ein Schneepflug bei der Arbeit, die Stille-Nacht-Kapelle, eine Burganlage, ein Wirtshaus mit zahlreichen Details, u. a. sechs Katzen – und ein Mann abseits des Wirtshauses, der seine Notdurft in den Schnee verrichtet. Und, zwar etwas schwer in der Dunkelheit zu erkennen, Eisbären, die Pinguine jagen. Aber Rudi Stöckl hat immer einen kleinen Taschenlampe dabei und leuchtet gerne.
Bilder aus der Winterecke
Bild 1: Blick zum Sternenhimmel. Erhellt sieht man den Kleinen Bär.
Bild 2: In der "Winterecke".
Bild 3: Der Coca-Cola-Truck.
Bild 1: Die Stille-Nacht-Kapelle von Oberndorf bei Salzburg.
Bild 2: Das Wirtshaus.
Bild 3: Der "Schnee-Pinkler".
Bild 1: Links unten etwas schwer erkennbar Eisbären, die Pinguine jagen.
Bild 2: Ein Schneepflug "in Aktion".
Bild 3: Die Talstation einer Seilbahn.
Car System und Zugsteuerung
In der Modelleisenbahnlandschaft fahren verschiedene Fahrzeuge: Taxis, Lkw, Autobusse, Feuerwehren u. a. Fahrzeuge. Sie werden im Unterschied zu den Zügen jeweils durch einen eigenen kleinen Computer in den jeweiligen Fahrzeugen gesteuert. Das System ist mit einer Abstandswarnanlage ausgestattet und die Fahrzeuge halten so stets Abstand. Allerdings gibt es ein paar Ausnahmen bei schwereren Modellen. Fahren diese bergab, kann es vorkommen, dass sie trotz Abstandswarnanlage auf das Vorderfahrzeug auffahren.
Besonders interessant ist die Steuerung von Fahrzeugen und Zügen bei Schienenkreuzungen, wie Torsten Kaffka erzählt. Hier sind auf jeder Straßenseite LED-Sensoren eingebaut, die den Fahrzeugen Halt signalisieren, sobald sich ein Zug der Kreuzung nähert. Nach dem Passieren des Zuges erhalten die Fahrzeuge einen Impuls zum Weiterfahren.
Die Zugsteuerung erfolgt über einen zentralen Computer. Die Züge werden über ein System, das sich unter der Modelleisenbahnlandschaft verbirgt, geleitet bzw. gewendet. Oberirdisch ist alles wie im Echtbetrieb: Rotes Licht bedeutet Halt für die Züge, erlischt es, fahren sie los. Bei den Zügen und Lokomotiven gibt es u. a. einen Schienenreinigungszug und zwei Züge mit Dampflokomotiven (allerdings ohne echten Dampf).
- Bilder zu diesem Abschnitt
Bild 1: Hier sieht man mehrere Fahrzeuge hintereinander mit Abstand fahren.
Bild 2: Schienenkreuzung, Ampel für Verkehr auf Rot.
Bild 3: Schienenkreuzung, Lkw wird automatisch angehalten, solange der Zug vorbeifährt.
Bild 1:
Bild 2:
Bild 3:
Bildergalerie
Bild 1: Link die Festung Hohensalzburg, rechts dann die Ursulinenkirche und Müllner Hauptstraße, rechts der alte Salzburg Hauptbahnhof.
Bild 2: Der Shop des Clubs.
Bild 2: Der Info-Folder des Clubs mit Plan der Anlage.
Bild 3: In der Bildmitte im Hintergrund sieht man Maria Plain.
Bild 1:
Bild 2:
Bild 3:
Bild 1:
Bild 2:
Bild 3:
Quellen
- Peter Krackowizer, der am 2. Jänner 2026 die Ausstellung besuchte und mit Mitgliedern des Clubs sprach