Salzburger Mozartkugel
Die als Original anzusehende Salzburger Mozartkugel wurde 1890 vom Salzburger Konditor Paul Fürst erfunden.
Herstellung
Fürst nannte sie Mozartbonbon und wird bis heute noch von Hand in der Salzburger Cafe-Konditorei Fürst hergestellt. Eine Mozartkugel besteht aus Nougat, Marzipanrohmasse und Pistazien, die zu einer etwa zwei Zentimeter dicken Kugel geformt werden. Ihre Schokoladenhülle erhält sie, indem die Kugel, auf einem Zahnstocher gesteckt, in die Schokoladenmasse getaucht und anschließend getrocknet wird.
Hersteller und Namensstreit
Bereits um 1900 gab es weitere Produzenten, die ihre Produkte aber nur echte Salzburger Mozartkugeln nannten und nicht original Salzburger Mozartkugeln. Einer der echte Mozartkugeln herstellte war Josef Holzermayr, k.k.-Hoflieferant.
Schon seit Jahrzehnten erzeugt auch die Grödiger Firma Mirabell echte Mozartkugeln. Auch die Konditorei Braun in Hallein stellt Mozartkugeln her. Weiters gibt es im benachbarten Bad Reichenhall die Firma Reber, die ebenfalls für sich in Anspruch nimmt, echte Mozartkugeln zu produzieren. Die Reber-Produktionsstätte befindet sich in Marzoll knapp vor der Grenze zu Österreich am Walserberg.
OGH-Urteil 2017
Der Oberste Gerichtshof in Wien (OGH) hatte im Dezember 2017 in einen Rechtsstreit um die Salzburger Mozartkugel entschieden, dass nur das Original der Konditorei Fürst in silbernes Stanniolpapier mit blauem Aufdruck eingewickelt werden darf. Der Hersteller hatte einen Konkurrenten geklagt, der für seine Kugeln die gleiche Art der Verpackung wählte, um am Erfolg von Fürst teilzuhaben. Laut OGH bestehe Verwechslungsgefahr.[1]
Bilder
- Salzburger Mozartkugel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons
Quelle
Fußnote
- ↑ Quelle www.salzburg24.at, abgefragt am 15. Dezember 2017