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Basisdaten
Verwaltungssitz: Bozen
Fläche: 7.399,97 km²
Einwohner: 488.877 (März 2007)
Bevölkerungsdichte: 66,1 Einwohner je km²
KFZ-Kennzeichen: BZ
Website: http://www.provincia.bz.it/

Südtirol ist eine der 108 Provinzen der Republik Italien und grenzt im Nordosten an Salzburg. Als politische Verwaltungseinheit wird das Land als Autonome Provinz Bozen - Südtirol (Provincia Autonoma di Bolzano - Alto Adige) bezeichnet. Im alltäglichen Sprachgebrauch spricht man aber vom "Land Südtirol".

Geografie

Südtirol (it. Alto Adige, Hochetsch) ist ein Gebirgs- und Durchgangsland mit vielfältigen Landschaftsformen auf engem Raum. Über 85 % seiner Fläche liegen über 1000, fast 65 % sogar höher als 1500 Meter über dem Meeresspiegel. Im Talbecken der Eisack um Brixen und in der breiten Etschtalfurche von Meran über Bozen bis Salurn gedeiht eine üppige Vegetation mit reichen Edelobstbau und Weinbau. Im Osten hat Südtirol Anteil an dem aus Kalken aufgebauten Felsland der Dolomiten. Der Brenner ist die Wasserscheide zwischen Schwarzem Meer und der Adria, der mit 1.375 m ü. N. N. niedrigste Übergang über die Zentralalpen und die verkehrsreichste Grenzstation Italiens.

Im Norden grenz Südtirol an das ehemalige Mutterland Tirol; im Osten an Osttirol, im Nordosten an das Bundesland Salzburg; im Südosten an die italienische Region Veneto (Venezien); im Süden an die italienische Provinz Trient (Trento), die zusammen mit Südtirol die Region Trentino-Südtirol (Trentino-Alto Adige) bildet, sowie an die italienische Region Lombardei und im Westen an die Schweiz (Graubünden);

Die wichtigsten Flüssen sind: Die Etsch, die mit 415 Kilometer der zweitlängste Fluss in Itaien ist. Sie entspringt in den Ötztaler Alpen auf dem Sattel des Reschenscheideck (1.525 m). Die Eisack ist mit etwa 96 Kilometern der zweitlängste Fluss in Südtirol. Sie entspringt am Brenner in einer Höhe von 1.990 m und mündet südlich von Bozen in die Etsch.

Der Noce durchfließt Südtirol im Südwesten und mündet in die Etsch. Die Rienz fließt durch das Pustertal im Nordosten der Provinz und mündet nördlich von Brixen in die Eisack.

Gemeinden

Das Land umfasst 116 Städte und Gemeinden:

Kultur

69 % der Bewohner des Landes gehören der deutschen, 26 % der italienischen und 4 % der ladinischen Sprachgruppe an. Die Ladiner, die einen rätoromanischen Dialekt sprechen, wohnen im Gadertal und in Grödner Tal.

Geschichte

Politik

Die Provinz Bozen, die mit dem Land Südtirol identisch ist, ist eine eigene Landesautonomie. Sie wird von den Landesorganen, dem von der Bevölkerung gewählten Landtag und der vom Landtag gewählten Landesregierung, die vom Landeshauptmann geleitet wird, wahrgenommen. Die wichtigste politische Kraft ist die 1945 gegründete Südtiroler Volkspartei (SVP).

Wirtschaft

Seit rund 200 Jahren wird in Südtirol Obstbau betrieben. Äpfel haben mit 95% der Ernte den weitaus größten Anteil. Nennenswert ist noch der Anbau von Birnen und Marillen. 60% der Obsterzeugung gehen in den Export. Wesentlich älter als der Obstanbau ist der Weinbau, der seit 2500 Jahren in Südtirol heimisch ist. 82 % Rot- und 18 % Weißweine werden erzeugt. 5800 Weinbaubetriebe be-wirtschaften eine Gesamtanbaufläche von rund 5500 Hektar und rund 20 Millionen Rebstöcken.

Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind die Landwirtschaft mit 5,3% Anteil am BIP , die Industrie mit 31,9% sowie Dienstleistungen mit 62,8% (Datenstand 2000). Die Arbeitslosigkeit beträgt durchschnittlich 8,3%, die Inflationsrate durchschnittlich 2,3% (2004).

Fremdenverkehr

Der Fremdenverkehr gehört neben der Landwirtschaft, dem Handel und dem Handwerk zu den wichtigsten Wirtschaftsbereichen in Südtirol. Der Beginn des Fremdenverkehrs hat seinen Ursprung im Raum Meran um das Jahr 1830, als Kuraufenthalte für den damaligen Adel des Habsburger Reiches aufkamen. Bald kam Gries bei Bozen als weiteres Kurzentrum dazu. Weitere Kurorte mit Heilbädern entstanden. Dann brachen für den Fremdenverkehr aber ungünstige Zeiten herein: zunächst der Erste Weltkrieg, dann die Entstehung des Faschismus und schließlich der Zweite Weltkrieg.

Im allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung in Europa erholte sich auch der Fremdenverkehr in Südtirol wieder. Der Höhenflug des Fremdenverkehrs in den 1970er Jarhen trug wesentlich zur allgemeinen Wohlstandssteigerung in Südtirol bei. Anfang der 1980er Jahre hat Südtirols Fremdenverkehr durch raumordnerische Beschränkungen de facto einen Bettenstop auferlegt bekommen, was zu einer Stagnation des Angebotes (Betten) geführt hat. Andererseits auch die Provinz vor Bausünden und Betondörfern gerettet hat.

1995 zählte Südtirol insgesamt 26 Mio. Nächtigungen. Seither gab es einen leichten Rückgang, bis 2005 die Zahl der Nächtigungen wieder auf etwas über 26 Mio. geklettert ist. Im Fremdenverkehr sind ca. 30.000 Personen beschäftigt, dies entspricht 12% aller Beschäftigten. 58% der Beschäftigten im Gastgewerbe sind Frauen.

Insgesamt gibt es in Südtirol 10.041 Beherbergungsbetriebe, 4.359 gehören zu den gastgewerblichen und 5.682 zu den nichtgastgewerblichen Betrieben. Die Beherbergungsbetriebe bieten den Touristen insgesamt über 214.000 Betten an.

Persönlichkeiten

Weblinks

Quellen