Ignaz Kettner

Version vom 21. Januar 2008, 17:27 Uhr von Enschiner (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Ignaz Kettner, (* 8. Jänner 1782 in Widim im Bunzlauer Kreis in Böhmen, † ?) war ein Sappeur der k. k. –Armee und Landesverteidiger im Freiheitskampf der Tiroler und Salzburger gegen die Franzosen und Bayern.

Leben

Kettner trat 1797 als Freiwilliger in das Graf-Franz-Kinsky-47. Linien-Infanterie-Regiment ein und war in dessen 3. Bataillon zu Frankfurt am Main eingeteilt. Er machte die Feldzüge 1798, 1799, 1800, 1805 und 1809 mit, so auch die Schlachten und Gefechte 1798 bei Waldsee in Württemberg und bei Frankfurt, 1800 bei Hohenlinden und Salzburg, 1805 bei Ulm, wonach er sich aus der Gefangenschaft selbst ranzonierte (= auslöste), dann bei Austerlitz und im Mai 1809 als Alt-Sappeur am Pass Lueg. Beim Rückzug Richtung Steiermark fiel er in französische Gefangenschaft, befreite sich selbst, besetzte den Pass erneut und hielt ihn acht Tage gegen feindliche Angriffe. Der Waffenstillstand von Znaim beendete auch die Kämpfe am Pass Lueg.

Seit 1805 diente er im Sappeur-Corps.

Im Jahr 1810 heiratete Kettner die Kaufmannstochter Anna Priester aus Golling, das Paar hatte zwei Söhne, welche beide im Militär dienten. Er lebte als Greis spärlich durch Hände Arbeit, arm aber geachtet' in tiefer Armut. Ab 1857 erhielt er eine jährliche Gnadengabe in Höhe von 90 Gulden durch Kaiserin Karolina Augusta, 1860 feierte er Goldene Hochzeit aber bald danach verstarb seine Frau. Der Veteranenverein zu Hallein ehrte ihn am Neujahrstag 1863 mit der einem Diplom und der Ehrenmitgliedschaft für seine Heldentaten.

Quellen

  • Kriegerische Ereignisse im Herzothume Salzburg, Anton Ritter von Schallhammer, Salzburg (1853)
  • Österreichische Militärische Zeitschrift, V. Streffleur, Wien (1863)