Beschrankte Bahnübergänge in Salzburg-Aigen
Bis in die 1980er Jahre gab es mehrere beschrankte Bahnübergänge in Salzburg-Aigen.
Geschichte
Übergang Traunstraße - Mandlgasse
Bevor dieser beschrankte Bahnübergang aufgelassen wurde und heute nur mehr als Rad- und Fußwegunterführung besteht, hieß die Straße bis zur Kreuzung mit der Aigner Straße durchgehend Traunstraße.
Dieser Bahnübergang war, wie alle anderen im Bereich von Salzburg-Aigen sehr häufig geschlossen, passieren doch hier die Züge von der Westbahn beziehungsweise der Giselabahn die Gleise. Oft ging er auf und sofort wieder zu und Fahrzeuge mussten abermals warten. Da er sich auch im Bereich des Bahnhofs Aigen befand, der früher auch noch als Güterumschlagsbahnhof genutzt wurden, gab es auch viele Rangierfahrten.
Besonders ärgerlich war der geschlossene Schranken, wenn man dann in 200 Meter Entfernung den E-Wagen in die Haltestelle Überfuhrstraße einfahren sah, aber wegen des geschlossenen Schranken ihn nicht mehr erreichte.
Übergang Gyllenstormstraße - Bahnhof Aigen
Am schlimmsten, was 'geschlossen' anbelangte, war der Bahnübergang direkt im Gelände des Bahnhofs Aigen. Durch erwähnte Rangierfahrten sowie den regulären Zugbetrieb war dieser Schranken fast immer geschlossen.
Übergang Aigner Straße im Bereich des Friedhofs
Neben dem heutigen Gasthaus Bliemgut gab es, bevor die Aigner Straße verlegt wurde, unmittelbar neben dem heutigen Gasthof einen beschrankten Bahnübergang. Dieser erwies ist immer wieder als Nadelöhr für die Stadtbusse. Als man in den 1970er-Jahren mit verschiedenen technischen Überbrückungshilfen für die mit Strom betriebenen Obusse experimentierte (unter anderem mit "selbstfahrenden" Obusse mittels Zusatzbatterie), blieben immer wieder Obusse im Bereich der Gleise stecken.
Quelle
- Peter Krackowizer, Zeitzeuge, aufgewachsen in Salzburg-Aigen