Salzburg unter Napoleon
Salzburg unter Napoleon, das war zwei Mal Anfang des 19. Jahrhunderts.
Geschichte
Am 10. Dezember 1800 verließ der letzte Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo fluchtartig vor den anrückenden Franzosen Salzburg. Nach der von Österreich verlorenen Schlacht am Walserfeld rückten die Franzosen in die Stadt Salzburg ein. Salzburg erlebte zum ersten Mal in seiner Geschichte die Leiden der Unterdrückung durch eine fremde Besatzungsmacht. Bisher war das Erzbistum durch das Geschick und die Diplomatie seiner Erzbischöfe davon stets verschont geblieben.
1809 wurde Salzburg abermals von französischen Truppen besetzt. Auf Initiative des kampferprobten Kapuzinerpaters Joachim Haspinger, eines Gefährten des Tiroler Bauernführers Andreas Hofer, griffen auch die Salzburger zu den Waffen. In den Kämpfen um den Pass Lueg zeichneten sich Joseph Struber, der Wirt vom Stegenwald, Anton Wallner aus Krimml und Johann Panzl aus Mühlbach im Pinzgau mit ihren Schützen besonders aus.
Nach dem Scheitern des Freiheitskampfes erpresste die französische Verwaltung unter Marschall Lefèbvre enorme Kontributionszahlungen aus dem völlig verarmten und verschuldeten Land.
Durch den 1809 geschlossenen Frieden von Schönbrunn (Wien) wurde Salzburg für ein paar Monate französische Provinz und stand unter der Leitung einer General-Landesadministration. Frankreich trat Salzburg 1810 (ohne Matrei) an Bayern ab.
Quellen
- Geschichte des Landes, Teil 2
- Peter Putzer: Salzburgs rechtliche Stellung im Staatsverband der Habsburgermonarchie, in: Heinz Dopsch, Hans Spatzenegger (Hrsg.): Geschichte Salzburgs, Stadt und Land Verlag Anton Pustet, Salzburg 1988; ISBN 3-7025-0243-2. Band II/2,