Stahlwerk Annahütte

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Stahlwerk Annahütte in Hammerau-Ainring mit Werkskanal
Saalachwehr in Käferheim für das Stahlwerk Annahütte, Panoramabild

Das Stahlwerk Annahütte in Hammerau, Gemeinde Ainring im Rupertiwinkel, gehört zur Max-Aicher-Unternehmensgruppe und dürfte mit einer bereits mehr als 470-jährigen Geschichte das älteste noch existierende „Eisenwerk“ Europas sein.

Informatives

Durch die Hammerauer Brücke, die die Ortschaften Grünau, Gemeinde Wals-Siezenheim, und Hammerau, Gemeinde Ainring, verbindet, sind beide Ortschaften zu Fuß nur einige Minuten voneinander entfernt.

Ein Stück saalachaufwärts auf der Höhe der Walser Ortschaft Käferheim befindet sich eine große Wehr (siehe Bild) zur Ableitung eines Teiles des Saalachwassers zur Energiegewinnung für das Stahlwerk.

Annahütte auf Erfolgskurs

Saalach-Stahl für neues World Trade Center

Von Stefan Veigl/SN. 2011 hatte das Walzwerk an der Salzburger Grenze das beste Jahr seiner Geschichte - und liefert Stahl zur Bebauung von Ground Zero.

Die Produktionshalle ist insgesamt 400 Meter lang.  In der Produktion selbst ist nur mehr ein geringer Teil der insgesamt 500 Mitarbeiter tätig. Die Produktionshalle ist insgesamt 400 Meter lang. Seit 1537 wird in der bayerischen Annahütte direkt an der Saalach Stahl erzeugt. Auch wenn der Hochofen nach Übernahme durch den Industriellen Max Aicher 1975 stillgelegt wurde, hat sich das Geschäft prächtig entwickelt: Aus 85 Mitarbeitern sind 500 geworden. "2011 war für uns in puncto Umsatz und Rentabilität das beste Jahr der Geschichte", sagte Geschäftsführer Peter Meyer am Mittwoch. Der Umsatz wurde im Vergleich zu 2010 um 50 Mill. auf 224 Mill. Euro gesteigert. Dazu kommen noch 40 Mill. Euro von 14 Auslandstöchtern.

Auch heuer werden in der Annahütte wieder zwölf Millionen Euro investiert. Geplant sind etwa zwei neue Produktionshallen. "Weiters haben wir zwei Wasserkraftwerkprojekte eingereicht", verrät Meyer. Damit wolle man beim Strom von 40 auf 100 Prozent Eigenversorgungsgrad kommen. "Das rentiert sich - angesichts unserer Energiekosten von bis zu sechs Millionen Euro im Jahr", ergänzt die zweite Geschäftsführerin Katharina Eisl - und lädt schon jetzt zum Tag der offenen Tür anlässlich der 475-Jahr-Feier des Betriebs im September ein. Zu sehen ist, wie der vom Schwesterwerk in Augsburg bezogene Stahl im Hammerauer Walzwerk zu Stabstahl für die Autoindustrie ("da sind wir mengenmäßig Europameister") und Gewindestahl ("da sind wir Weltmarktführer") verarbeitet wird. Aktuelles Prestigeprojekt ist der in Bau befindliche Freedom Tower auf dem Gelände des ehemaligen World Trade Centers in New York. Meyer: "Da liefern wir den Stahl - damit dieses Hochhaus bei einem Brand bis zu vier Stunden standhält."

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