Tauernklinikum Zell am See

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Tauernklinikum 2020
Vorplatz und Haupteingangsbereich des Krankenhauses Zell am See 2011
kontrollierte Eingang als Maßnahme zur Bekämpfung der Corona-Pandemie im Jahre 2020
Krankenhaus Zell am See in Thumersbach, südwestliche Ansicht aus Zell am See

Das Tauernklinikum Zell am See ist eine allgemein öffentliche Krankenanstalt in der Pinzgauer Bezirkshauptstadt Zell am See.

Geschichte

Ein Krankenhaus gab es in Zell am See schon seit der Nachkriegszeit - untergebracht im ehemaligen Hotel „Krone“ und später erweitert um die „Villa Schmittenhöhe“ mit insgesamt 130 Betten. Im Jahr 1968 wurde mit den Vorbereitungsarbeiten für den Bau eines neuen öffentlichen Krankenhauses begonnen. Nach einer Standortdiskussion erwarb die Stadtgemeinde einen Teil des Wiesenlehenareals, damals noch Gemeindegebiet Maishofen, und die Bauarbeiten begannen 1972.

1976 Am 24. Oktober 1976 fand die feierliche Eröffnung des neuen Krankenhauses mit den Abteilungen Chirurgie, Innere Medizin, Augenheilkunde, Gynäkologie mit Geburtshilfe, Intensivpflege, HNO und Kinderheilkunde (insgesamt 281 Betten, Operationssäle und Ambulanzen) statt.

2000 Wegen Platzmangels wurde ein Um- und Erweiterungsbau notwendig.

Am 27.02.1997 erfolgte der Spatenstich für das „Projekt 2000“. Der Anbau Nordwest (Technik und Zentraleinkauf, Medikamentendepot und Zentrallager) wurde 1997, der Neubau Süd mit dem neuen Haupteingang, Patientenaufnahme, Verrechnung, Buffet, interne Ambulanz und Dialyse, Kreissaal, allgemeinchirurgische Ambulanz, Endoskopie, Labor sowie die Rettungszufahrt mit Notarztstützpunkt im Jahr 1998 eröffnet. Die HNO-, Gynäkologie- und Augenambulanz mit Sehschule übersiedelten 1999/2000 in den umgebauten Ambulanztrakt Nord.

2013/2014 Die Sanierung und Erweiterung des Krankenhauses Zell am See war dringend nötig und das Siegerprojekt des Architekten Domenig & Wallner ZT GmbH aus Graz wurde umgesetzt.

278 Betten und 6 OP-Säle im Krankenhaus der Zukunft Das Projekt umfasst den Neubau des Bettentraktes für insgesamt 278 Betten (inklusive Tages- und Wochenklinik). Dazu wird die Urologie zu einer Vollabteilung ausgebaut und zusätzlich eine Abteilung für Neurologie einschließlich einer Intensivstation für Schlaganfallpatienten (Stroke Unit) eingerichtet. Im Gegensatz zu der herkömmlichen Abteilungs- bzw. Stationsstruktur erfolgt die Organisation im Krankenhaus der Zukunft in medizinischen Ebenen mit einer konservativen Ebene für Innere Medizin und Neurologie sowie einer gemeinsamen Einheit mit acht Betten für Herz-IMCU und Stroke Unit und zwei chirurgischen Ebenen für Gynäkologie, Allgemeinchirurgie, Urologie und einer separaten Geburtshilfestation bzw. für Unfallchirurgie, HNO und Augenheilkunde. Das Projekt umfasst weiterhin den Um- und Neubau des Zentral-OPs mit insgesamt sechs OP-Sälen samt Vergrößerung der Intensivstation und des Aufwachbereiches. Der bestehende Bettentrakt wird im 1. Halbjahr 2014 abgetragen. Weitere Neuerungen sind die Einrichtung einer Tagesklinik und eines Bereiches für geplante Kurzaufenthalte (Short-Stay). Damit reagiert das Krankenhaus auf die geänderten Anforderungen im Gesundheitswesen: Der tagesklinische Aufenthalt ist mit einer Steigerungsrate von 160% (im Zeitraum 2003 bis 2010) zu einem enorm wachsenden Sektor geworden, dem somit ein eigener baulicher Abschnitt zukommen musste.


Da für die Stadtgemeinde Zell am See ab 2025 der Betrieb des Tauernklinikums nicht mehr finanzierbar gewesen wäre, kommt es mit 1. Jänner 2025 mit den Landeskliniken (SALK) unter das Dach der Land Salzburg Gesundheitsholding mbH.

Corona Pandemie

Siehe dazu Spitäler in Salzburger Fremdenverkehrsregionen müssen wegen Corona den Rotstift ansetzen.

Daten

Datenstand Juli 2015:

Betten: 248
Personal[1]: 461
Auslastung 2014: 68 Prozent

Weblink

Quellen

Einzelnachweis

  1. Vollzeitäquivalent, Angaben gerundet