Diskussion:Weißsee Gletscherwelt

Version vom 28. März 2011, 08:11 Uhr von Peter Krackowizer (Diskussion | Beiträge) (wirtschaftliche Interessen vor Naturschutz?)
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Gedanken

Bei allem Respekt vor "Investitionen" einer privaten Person möchte ich hier doch meine Bedenken ausdrücken. Die Rede ist hier nicht von einem Urlaubsdorf in den Weiten des Flachgaus, wo man so mal schnell hinfährt, um ein paar Euros in die Wirtschaft fließen zu lassen. Es handelt sich um im Grunde genommen um eine ehemalige Bergschutzhütte, die durch die Energieerschließung der ÖBB auch mit einer Seilbahn infrastrukturell versorgt wurde.

Dies alles spielt sich aber in der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern auf über 2.000 m ü. A. ab. Also in einem bewusst als Schutzzone "vor dem Menschen" ausgewiesenen Gebiet, das eigentlich gar nicht für touristische Erschließung gedacht ist. Mit einem hochsensiblen Brutgebiet für Vogelarten. Dort setzt Holleis Schritt nach Schritt ein (wie groß werdendes?) Fremdenverkehrsprojekt um, das eigentlich weder in einem Nationalpark noch in dieser Höhe etwas verloren hat. Die Drohung stets parat, es ginge um Arbeitsplätze, um "touristische" Werte und um "Einmaligkeit" usw.

Meines Erachtens wäre es richtiger und sinnvoller gewesen, seinerzeit, als die Rudolfshütte vor dem "Aus" statt, diese auf eine für Bergwanderer notwendig Größe zu verkleinern, die Liftanlagen abzubauen und der Natur zurückzugeben, was einem Nationalparkgedanken entspräche. Aber nun, da ja wieder Geld investiert wurde, dreht sich das Rad der Erschließung unaufhaltsam weiter.

Drei Liftanlagen, mehr als 200 Gästebetten und dementsprechend auch eine erkleckliche Anzahl an Besuchern werden in alpine Hochwelt an einen Punkt konzentriert gebracht. Ich meine, der Nationalparkgedanke war wohl ein anderer als skifahrende Gäste über Schutzgebiete fahren zu lassen meint doch etwas traurig über die Entwicklung Mosaico 09:11, 28. Mär. 2011 (CEST)

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