Salzburger Landeskulturbeirat

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Bitte gib deine Quelle(n) an!

Vielen Dank für deinen Beitrag oder deine Ergänzungen. Leider fehlen Quellenangaben. Es wäre sehr wichtig, dass du deine Quelle(n) angibst, damit bei Diskussionen Unklarheiten leichter bereinigt werden können oder die Richtigkeit des Inhalts nachgewiesen werden kann. Solange diese Quellennachweise fehlen, müssen wir daher alle Leser unbedingt darauf aufmerksam machen, dass dieser Artikel mangels Quellenangabe/Autorenangabe nicht auf seine Richtigkeit überprüft werden kann.

Der Salzburger Landeskulturbeirat versteht sich als Gremium zur Anregung des Diskurses zwischen Machern und Nutzern kultureller Einrichtungen sowie als beratendes Organ der Salzburger Landesregierung in kulturellen und kulturpolitischen Fragen.

Aufgaben des Landeskulturbeirates:

Der Landeskulturbeirat ist im Paragraf 5 des Salzburger Kulturförderungsgesetzes von 1998 geregelt. Er dient "zur Beratung der Landesregierung in grundsätzlichen oder sonst bedeutsamen Fragen der Kulturpolitik, insbesondere der Kulturförderung, und zur Erstattung von Vorschlägen in diesen Belangen".

1. Dem Landes-Kulturbeirat kommen im Rahmen seiner Beratungstätigkeit insbesondere folgende Aufgaben zu:

  • von sich aus Stellungnahmen zu grundsätzlichen Fragen der Kulturpolitik abzugeben;
  • der Landesregierung Vorschläge und Konzepte zur Lösung wichtiger Kulturprobleme und zur Verwirklichung größerer Kulturprojekte zu erstatten;
  • die Landesregierung mit konkreten kulturellen Zielsetzungen zu befassen;
  • Vorschläge zu erstatten, die geeignet erscheinen, die Kulturförderung des Landes oder den Kontakt der Landesverwaltung zu den Kulturschaffenden und zur kulturinteressierten Bevölkerung zu verbessern.

2. Der Landeskulturbeirat ist insbesondere in folgenden Fragen zu hören oder kann nach eigenem Ermessen Stellungnahmen abgeben:

  • zu Entwürfen für Landesgesetze oder Verordnungen der Landesregierung, die kulturelle Belange betreffen, im Rahmen des Begutachtungsverfahrens;
  • zu kulturellen Großvorhaben des Landes wie Kulturbauten oder Veranstaltungen;
  • zu Verträgen über die Zusammenarbeit mit anderen Ländern oder mit dem Bund sowie mit anderen Staaten oder Teilstaaten über kulturelle Belange;
  • zum Kulturbericht oder zu anderen Abschlussberichten über kulturelle Aktivitäten des Landes;
  • zu allen anderen kulturellen Angelegenheiten über Ersuchen der Salzburger Landesregierung.

Landeskulturbeirat 8. Funktionsperiode

Der Landeskulturbeirat hat 24 ehrenamtliche Mitglieder. Acht werden von der Landesregierung berufen, die anderen werden von Beiratsmitgliedern gewählt. Aus allen Mitgliedern formieren acht einen Ausschuss, der öfter tagt als das Plenum. Zudem gibt es Fachunterausschüsse.

Positionspapier

In einem Positionspapier wurden die wesentlichen Positionen von der Vorsitzenden festgehalten:

Bewusstsein schaffen für das „Lebensmittel Kultur“

1. Handlungsprinzip

1.1.

Ich verstehe den Vorstand („Beiratsausschuss“ aus acht Personen) des Salzburger Landes-Kulturbeirates als Team, das die vielfältigen kulturellen Tätigkeiten (geistige, schöpferische, produzierende und reproduzierende Leistungen) sichtbar machen möchte. Kulturelle Leistungen sind für die künftige Entwicklung unserer Gesellschaft ein starker innovativer Faktor. Die Vielfalt in den künstlerisch-kulturellen Ausdrucksformen und die Vielfalt in den regionalen und/ oder ethnischen Einflüssen schafft wechselseitige Anregung. Sie ist Basis einer Kommunikation, die kreativen Widerspruch impliziert und eine Herausforderung für alle Beteiligten darstellt. Offenheit für diese Vielfalt, Kritikfähigkeit, soziale und kommunikative Kompetenz, Aufgeschlossenheit für kulturelle Entwicklungen im In- und Ausland, Unabhängigkeit und Freiheit der Kunst sind die Basis der künftigen Zusammenarbeit.

1.2.

Der Beiratsausschuss versteht sich als Team, das gemeinsam mit den Fachbeiräten die Anliegen der Kulturschaffenden aufgreift und ihnen eine Plattform bietet. Eine enge Vernetzung mit den teilweise neu zu bestimmenden Fachbeiräten ist ein wichtiges Element der Arbeit, die weiterer Intensivierung bedarf. In der Auswahl der Mitglieder, der thematischen Ausrichtung und der Form der Stellungnahme sind die Fachbeiräte ebenso wie der Beiratsausschuss unabhängig.

Eine regional möglichst ausgewogene Streuung ist anzustreben, auch der Vielfalt der kulturellen und künstlerischen Positionen wird Rechnung zu tragen sein. Für einzelne konkrete Aufgabenstellungen (beispielsweise Reform des Kultur-Förderungsgesetzes, Themenjahre etc.) können auch Fachbeiräte mit kürzerer Dauer (task-force) als der gesamten Funktionsperiode des Landes-Kulturbeirates tätig sein.

1.3.

Im Selbstverständnis verstehen sich die Vorsitzende, der Vorstand und die Fachbeiräte als Bindeglied zwischen Kulturschaffenden und der Öffentlichkeit, den Medien, der Kulturverwaltung, einzelnen Gebietskörperschaften und Institutionen und insbesondere der Politik.

2. Themen und Projekte für die Zukunft bis 2011

2.1. Ausgangspunkt

Selbstverständnis und Wissen um die eigene Bedeutung und den Handlungsspielraum Der Vorteil der Arbeit des Landeskulturbeirats liegt in der regional differenzierten und spartenübergreifenden Zusammensetzung. Interdisziplinäres Arbeiten ist von Anfang an gelebte Wirklichkeit. Der Landeskulturbeirat ist ein Forum der Diskussion über alle Genres hinweg, ein Ort kreativer Unruhe und ein kulturelles Netzwerk, das die verschiedenen Ebenen und Erscheinungsformen des Kulturschaffens verbindet. Der Nachteil ist die Unverbindlichkeit eines Nicht-Veranstalters und „Beraters“.

2.2. Kultur/ Kunst und Politik

EIN Adressat des Landeskulturbeirats ist die Landespolitik. Er steht ihr zur Verfügung, wenn sein Rat und seine Expertise in grundsätzlichen Fragen der Kulturpolitik gesucht werden. Aber der Landeskulturbeirat wird vermehrt von sich aus die Möglichkeit nutzen, Stellungnahmen und Vorschläge für Kulturförderungs- und Strukturmaßnahmen zu erarbeiten. Und er wird sich auch in kulturpolitische Diskussionen einbringen, die nicht auf Landesebene stattfinden. Eine Voraussetzung ist die Budgetwahrheit zu Zeiten, wo Evaluierung noch Sinn macht.

2.3. Kultur und Institutionen

Die Kommunikation mit einschlägigen Salzburger Kulturträgern, Institutionen und Beiräten anderer Gebietskörperschaften wird aufgenommen bzw. intensiviert, aber auch der Gedanken- und Erfahrungsaustausch mit den Landeskulturbeiräten anderer Bundesländer wird gepflegt. Ein wichtiger Partner ist die Kulturabteilung des Amtes der Landesregierung. Der Landeskulturbeirat sieht es als Aufgabe an, den Diskurs über Kunst und über ein offenes Kulturleben anzuregen. Insbesondere gemeinsam mit den Universitäten im Land Salzburg sollen Foren für das Gespräch über Kunst gepflegt werden. Der Respekt vor der künstlerischen Leistung anderer leitet die Form der Gespräche.

2.4. Kunst und KünstlerInnen

Eines der Hauptanliegen ist es, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der KünstlerInnen aller Sparten zu verbessern, und ihnen (Start-)Hilfen bei der Präsentation ihres Schaffens und im Management zu vermitteln. Die Interdisziplinarität des Landes-Kulturbeirats ist ein Vorteil. Eine der Aufgaben wird sein, klare Kriterien für Förderung, Ankäufe, Prämien oder Austauschprogramme zu formulieren, Qualitätsmaßstäbe zu setzen und Transparenz von Juryentscheidungen einzufordern.

2.5. Kultur/ Kunst und Öffentlichkeit

Ein wichtiger Ansprechpartner des Landes-Kulturbeirates sind die Medien. Mit ihrer Hilfe und der Hilfe der Kultur- und Bildungsträger müssen ein lebendiger Dialog geführt, Missverständnisse abgebaut und Unverständnis überwunden werden. In der Diskussion über „Kunst im öffentlichen Raum“ werden unterschiedliche Positionen vertreten, die zum Ausgangspunkt für das Gespräch genommen werden. Weder Kunst noch Architektur können vorhandene Defizite der Gesellschaft kurieren.

2.6. Kunst und Finanzen

Kulturschaffende sehen sich der Tatsache gegenüber, dass ein Teil der Budgetmittel längst gebunden ist und für die freie Szene nicht zur Verfügung steht. Ein Ergebnis einer Umgewichtung (auf der Basis klarer Förderungskriterien) wird, ja muss eine Umschichtung sein zugunsten der Förderung des künstlerischen Nachwuchses und der freien Kulturförderung sein. Formale und kulturelle Bildung im Jugendalter schafft die Basis für Kreativität und ein offenes Kulturklima. Daher ist dem Rückgang der Unterrichtsstunden für Kunst- und Musikerziehung entgegenzutreten, wenn nachhaltige Wirkungen erzielt werden sollen.

Das Plenum

  • Vorsitzende: Barbara Wolf-Wicha
  • Vorsitzende-Stv.: Ingrid Weydemann
  • Peter Arp
  • Helga Besl
  • Maria Bukovics
  • Martin Dietrich
  • Leo Fellinger
  • Christina Gastager-Repolust
  • Sepp Grabmaier
  • Christian Holzer
  • Peter Keller
  • Angelika Klammer
  • Wolfgang Laubichler
  • Hanspeter Lugstein
  • Gabriele Neudecker
  • Michael Seywald
  • Zoran Sijakovic
  • Hans-Peter Traunig
  • Helmi Vent
  • Gabi Wagner
  • Rüdiger Wassibauer
  • Wolfgang Seierl
  • Martin Wiedemair
  • Geschäftsführung des Plenums: Monika Kalista
  • Mitarbeit: Heidi Santillan-Alarcòn

Die Fachbeiräte

  • Bildende Kunst
  • Tanz und Theater
  • Kulturinitiativen Salzburg-Land
  • Kultur und Wirtschaft
  • Volkskulturen
  • Literatur
  • Musik
  • Jugend, Bildung und Kultur
  • Architektur
  • Film und Neue Medien

Fachbeirat Bildende Kunst

  • Vorsitzende: Gabi Wagner
  • Helga Besl
  • Erik Hable
  • Peter Keller
  • Erika Oehring
  • Birgit Pleschberger
  • Ulrike Reinhart
  • Wolfgang Richter
  • Elisabeth Schmirl
  • Sekretärin: Dietgard Grimmer

Fachbeirat Kulturinitiativen Salzburg-Land

  • Vorsitzender: Sepp Grabmaier
  • Vorsitzender-Stv.: Leo Fellinger
  • Helga Besl
  • Martin Dietrich
  • Gerhard Eder
  • Heinz Kaiser
  • Michaela Mayer
  • Elisabeth Schneider
  • Rüdiger Wassibauer
  • Robert Wimmer
  • Sekretärin: Regina Lechner

Fachbeirat Kultur und Wirtschaft

  • Vorsitzende: Ingrid Weydemann
  • Vorsitzende-Stv.: Christian Holzer
  • Kurt Luger
  • Christian Wallner
  • Gudrun Fleischmann
  • Markus Rauchmann
  • Andreas Gfrerer
  • Maria Bukovics
  • Roland Mattes
  • Beiräte: Ursula Wirth, Edi Mayr, Friedrich Urban

Fachbeirat Volkskulturen

  • Vorsitzender: Hanspeter Lugstein
  • Erwin Eder
  • Zoran Sijakovic
  • Sekretärin: Berta Wagner

Fachbeirat Literatur

  • Vorsitzende: Angelika Klammer
  • Christa Gürtler
  • Heidemarie Klabacher
  • Arno Kleibel
  • Petra Nagenkögel
  • Ulrike Tanzer
  • Helmut Windinger
  • Sekretärin: Daniela Weger

Fachbeirat Musik

  • Vorsitzender: Wolfgang Laubichler
  • Vorsitzender-Stv.: Wolfgang Seierl
  • Sabina Hank
  • Stefan David Hummel
  • Alexander Kraus
  • Ludwig Nussbichler
  • Manuel de Roo
  • Ian Schuster
  • Karl Zechenter
  • Sekretärin: Daniela Weger

Fachbeirat Jugend, Bildung und Kultur

  • Vorsitzende: Christina Repolust
  • Brigitte Bauer
  • Gertrude Hinterberger
  • Annemarie Neureiter-Krejsa
  • Doris Oberholzer
  • Renate Quehenberger
  • Franz Schinwald
  • Siegrid Schmidt
  • Michael Seywald
  • Martin Wiedemair
  • Sektretärin: Regina Lechner

Fachbeirat Architektur

  • Vorsitzender: Simon Speigner
  • Mia Dirnberger
  • Thomas Gruber
  • Hermann Schnöll
  • Horst Lechner
  • Cora Martinek
  • Wolfgang Maul
  • Michael Zaic
  • Sekretär: Olaf Weinhold

Fachbeirat Film und Neue Medien

Beiratsausschuss

  • Vorsitzende: Barbara Wolf-Wicha
  • Vorsitzende-Stv.: Ingrid Weydemann
  • Peter Arp
  • Christina Gastager-Repolust
  • Sepp Grabmaier
  • Helmi Vent
  • Gabi Wagner
  • Rüdiger Wassibauer
  • Geschäftsführung des Beiratsausschusses: Hans Berginz
  • Mitarbeit: Ulrike Witke

Weblinks