Hüttenberger Erzberg

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Der Hüttenberger Erzberg im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten ist Herkunftsort für das an der Zeitenwende so berühmte norische Eisen, das „Ferrum Noricum“.

Allgemeines

Nicht der Steirische Erzberg sondern der Erzberg in Hüttenberg in Kärnten lieferte das seinerzeit berühmte norische Eisen. Man weiß heute aus archäologischen Forschungen, dass die Römer nie am steirischen Erzberg Bergbau betrieben haben, wohl aber am Hüttenberger Erzberg. Das Forschungsteam mit der Gruppe um die Archäologin Brigitte Cech, das auch im Salzburger Goldbergbaurevier im Bockharttal im Gasteiner Tal durch seine Untersuchungen wesentliche Erkenntnisse über die Bergbaugeschichte erbracht hat, konnte auch im Hüttenberger Revier vorher bestehende Annahmen erstmals bestätigen und belegen.

Geschichte

Das Bergbaurevier um Hüttenberg in Kärnten haben nicht die Römer erschlossen, sondern die Kelten, die mit ihrer hoch entwickelten Technik der Eisengewinnung und vor allem der Eisenverarbeitung den Ruf des bereits damals stahlartigen „Ferrum Noricum“ begründet und schon vor der Besetzung Norikums durch Rom mit den Römern regen Handel betrieben haben. Unter römischer Herrschaft fand schließlich bis ins 5. Jahrhundert im Hüttenberger Revier Eisenverhüttung statt.

Archäologische Fundstellen

Wichtige archäologische Fundstellen liegen zwischen Möselgut und Kitschdorf im Görtschitztal und in der Katastralgemeinde Lölling, im Ortsteil Semlach/Eisner. Es ist nach den heutigen Erkenntnissen wahrscheinlich, dass Noreia, das nach dem römischen Historiker Strabon nahe dem Zentrum des norischen Eisenabbaues lag, früher in der Steiermark vermutet und bis heute nicht gefunden wurde, im Görtschitztal zu suchen ist, wo noch an die hundert antike Öfen vermutet werden.

Salzburgbezug

Das Gebiet um Hüttenberg kam im 9. Jahrhundert oder im 10. Jahrhundert zusammen mit Althofen am Krappfeld (und etwas später auch Friesach) an das Erzbistum Salzburg, das nun auch das Besitzrecht über alle Bodenschätze, das Bergregal, ausübte. Die Marktgemeinde Hüttenberg im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten verdankt ihre Gründung und Entwicklung dem Hüttenberger Erzberg. Hüttenberg verblieb bis zum Jahr 1805 in Salzburger Besitz.

Quellen

  • Hermann Wießner, „Geschichte des Kärntner Bergbaues“, III. Teil, Kärntner Eisen, Archiv für Vaterländische Geschichte, 41. Und 42. Band, Klagenfurt 1953
  • Friedrich Hans Ucik, Gerhard Niedermayr, „Hüttenberg in Kärnten“, Doris Bode Verlag GmbH., Haltern, Deutschland 1991
  • res montanarum, Zeitschrift des Montanhistorischen Vereins Österreich, „Hüttenberg in Kärnten“, Kultur, Archäologie, Bergbau, Metallurgie, ISSN 1727-1797, August 2007