Portal des ehemaligen Frauensiechenhauses
Das Portal des ehemaligen "Weiberspitals" ist ein Eingang im Salzburger Stadtteil Nonntal.
Geschichte
Das Gebäude ist das so genannte “Weiberspital“, ein Krankenhaus für die weiblichen Dienstboten des Salzburger Domkapitels. Es wird bereits 1310 als Siechenhaus erwähnt. Unter Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau erwarb das Domkapitel das Haus und vergrößerte es. Die letzte Erweiterung erfolgte 1685.
Beschreibung
Das Haus Nonntaler Hauptstraße 14 schließt an die Südseite der Kirche St. Erhard an. Im Inneren steht esmit der Empore der Kirche in Verbindung.
Das Portal des Hauses besteht aus mächtigen Konglomeratblöcken. Seine abgeschrägten Gewände werden oben von einem Flachbogen überwölbt, der mittig einen so genannten Eselsrücken bildet. Die beiden Türblätter sind schmucklos und haben vergitterte und verglaste Oberlichter. Das Portal hat die für die Spätgotik charakteristische Form des Kielbogens. Die beidseitig im Bogenbereich eingearbeiteten kleineren Blöcke lassen vermuten, dass das Portal nachträglich verbreitert worden ist.