Hubertus von Lüttich
Hubertus von Lüttich, auch Hucbert oder von Tongern-Maastricht (* um 655 in Toulouse in Frankreich; † 30. Mai 727 in Tervuren bei Brüssel in Belgien), war Bischof von Maastricht und Lüttich sowie Glaubensbote in den Ardennen. Sein Gedenktag ist der 30. Mai und er gilt als der Patron der Jäger.
Leben
Als Pfalzgraf lebte Hubertus am Hof des Frankenkönigs Theuderich III. in Paris. Nachdem er aber aus Paris fliehen musste, ging er nach Metz zu Pippin, der, so die Legende, ein Verwandter von Hubertus gewesen sein soll. Er heiratete die Prinzessin von Löwen. Ihr Sohn Floribert später sein Nachfolger als Bischof von Lüttich. Seine Frau starb bei der Geburt dieses ersten Sohnes, woraufhin sich Hubertus von allen Ämtern zurückzog. Ab 695 lebte er sieben Jahre lang als Einsiedler in den Ardennen und ernährte sich durch die Jagd. Bei einer Wallfahrt nach Rom ließ er sich dort zum Priester weihen. Zurückgekehrt wirkte als Glaubensbote in Brabant und den Ardennen. Daher wird er auch "Apostel der Ardennen" genannt. Seine Ernennung zum Bischof von Tongern-Maastricht erfolgte um 705. Er galt als umsichtig und milde.
Hubertus-Legende
Im 11. Jahrhundert entstand die Legende vom Jäger Hubertus. Ihm war an einem Karfreitag ein mächtiger Hirsch mit dem Kruzifix zwischen dem Geweih erschienen. Diese Begegnung war der Auslöser seiner Bekehrung bekehrte. Als Grundlage dieser Legende an Hubertus geht auf seine Zeit als Einsiedler zurück, in der dem oft unmäßigen Jagdgebaren Einhalt gebot.
Nach seinem Tod
Im 15. Jahrhundert entstanden mehrere Ritterorden mit seinem Namen.
Wofür Hubertus steht
Am Hubertus-Tag wird Brot, Salz und Wasser geweiht. Der Verzehr soll vor Tollwut, Hunde- und Schlangenbiss schützen. Ein "Hubertus-Riemchen" im Knopfloch soll vor wilden Hunden schützen. Gegen Krämpfe, Mondsucht und Viehkrankheiten halfen "Hubertus-Schlüssel", gegen Fieber "Cornet de St-Hubert", "Hubertus-Hörnchen", gegen Kopfweh der "Hubertus-Ring"; "Hubertus-Brot" oder "Hubertus-Wasser" schützt Haustiere vor Tollwut und Ratten, umgekehrt heißt die Tollwut in der französischen Sprache "Hubertus-Krankheit".
Zu einem beliebten christlichen Brauch sind vielerorts die Hubertusmessen geworden, bei denen Jäger mit Blasinstrumenten den musikalischen Teil des Gottesdienstes gestalten. In der Zeit um den Gedenktag finden traditionell auch die nach Hubertus benannten Jagden statt. Auch zahlreiche Hubertuskapellen sind entstanden.
Hubertus gehört zu den vier heiligen Marschällen, in manchen Gegenden wird er auch zu den 14 Nothelfern gezählt.
Hubertus und Salzburg
- Hubertuskapellen im Land Salzburg
- An der Außentür der Embachkapelle befindet sich ein gemaltes Votivbild, das Hubertus gewidmet ist;
- Kreuz an der Voggenbergstraße