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== 1879 ==
 
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==== Brief vom 24. Januar 1879 von Antonia Spängler an Franz Spängler ====
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Brief von [[Antonia Spängler]] an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] in Wien; ein Bogen; / = Seitenwechsel; // = Absatz; Leseabsätze eingefügt:<br />
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''Salzburg den 24/1 1879 // Meine inigstgeliebten Theuren! // Es ist nun schon zimmlich lange seit ich von Euch meine lieben einen Brief erhalten habe, – jedoch bin ich nicht ohne Nachricht von Euch zu haben, ich kome fast alle Wochen zu Schlegel<ref>[[Richard Franz Schlegel]]</ref>, und das ist wohl immer meine erste Frage, keine Nachricht von Wien? Gottlob das sie alle Befriedigend sind; die Kleine muß schon recht starck sein, das sie so weit gehen kan, wie mir Rosa sagte. Uberhaupt, ist die Fany ein gesundes Kind nicht verzogen, und daher gut zu haben, es ist mir auch dieses ein deutlicher Beweiß, das du dich mit der kleinen leicht thust, weil du die Rosa erst auf anfang März dir bestelt hast. Gottlob liebe Fany das du dich so wohl befindest. Wie ich hoffe wird alles recht gut vorüber gehen, nur liebe Fany – / habe ich immer diese Angst das du dich über deine Kräfte ansträngst. Ich bitte dich recht sehr thue nichts was dir schaden könnte. Die Franzl wird dir gewiß auch schon manches hollen könen, mit der Berta muß man schon oft lachen, ver langen kann sie alles natürlich nun andeuten, auch geht sie selbst, zum Topferl wen sie ein Geschäft hat, und wen die Marie abends die Betten für die Kinder herrichtet, so geht sie ins Kastl und holt die Nachttöpfe und stehlt sie wie sie gehören unter das Bett, und wen sie Musick hört da tanzt und singt sie zugleich. Die Berta hat 16 Zähne, die Olgar'' [Olga] ''5, aber sprechen thut beynahe, die Olgar'' [Olga] ''mehr. Ich freue mich schon recht sehr wen ich die Franzel wider sehe. Die, wird bis dahin, recht groß sein. Ihr Bild sehe ich immer mit freuden an.''
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''Ich bin Gottlob heuer im Winter noch zimmlich zufrieden / Ich lebe so recht gemählich fort, gebe sehr auf meine Gesundheit obacht, lasse mir nichts abgehen, lebe aber sehr mäßig, dies glaube ich, erhält mich gesund. Abends spillen wir oft, die sogenante Backel-Partie, mit Fräulein Rosalie, nach meinen essen gehe ich fast täglich zu Durregger bis ¼ nach 9 Uhr, und dan zu Bett, und schlaffe in der regel gut Gottlob, – kurz, ich bin Gottlob, recht zufrieden. Ich wäre ja undannckbar gegen Gott, und meinen lieben Kindern, welche mir ein sorgen freyes Alter verschaft haben. Der liebe Gott möge es Euch, an Euern lieben Kindern, vergelten, bethen thue ich gewiß immer fleißig für Euch. Ich weiß nicht habe ich es schon geschrieben das die Louise im May, und die Kochin August wider einen Zuwachs bekommen gott gebe nur, das es überal glücklich vorüber geht. Die Ho[c]hzeit von Mina Reinfort ist nun auch glücklich / vorüber gegangen, und sie ist nun in Wien an ihren Bestimmungsort, ihr Bräutigam hat mir recht gut gefallen, er scheint ein ernster stiller Mann zu sein, sie fühlt sich ganz glücklich in seinen Besitz.
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''Angermeyer'' [Angermayer] ''sieht ganz gut auß. Der wird nun hier bleiben bis er zur Hochzeit hinunter'' [nach Wien] ''reißt zur Hochzeit. Den Rudolf seine Frau ist nun auch seit 8 Tagen in Wien, er wird dieser Tage kommen, sie abzuhollen. Der Großmutter und Therese geht es zimmlich gut die großmutter sieht gut auß, nur das sie wenig thuen kann, weil sie wenig sieht. Sie läßt Euch herzlich grüßen und freut sich immer wen sie von Euch etwas hört. // Lebt recht wohl und seid 1000 mahl geküßt und gegrüßt von Eurer Euch herzlich liebenden // Mutter Antoine [!] Spángler // Der Franzel recht viele Bußerln. An alle Bekannte viele herzliche Grüße.'' [erste Seite oben, auf dem Kopf:] ''Otto und Louise grüßen Euch herzlich.''
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==== Brief vom 25. Februar 1879 von der Mutter Antonia Spängler, an die Familie Franz II. Xaver Gregor Spängler in Wien ====
 
==== Brief vom 25. Februar 1879 von der Mutter Antonia Spängler, an die Familie Franz II. Xaver Gregor Spängler in Wien ====
 
Brief von [[Antonia Spängler]] an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]]; ein Bogen; / = Seitenwechsel (Leseabsatz eingefügt); fragliche [?] Stellen:<br />
 
Brief von [[Antonia Spängler]] an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]]; ein Bogen; / = Seitenwechsel (Leseabsatz eingefügt); fragliche [?] Stellen:<br />