Das ist die (unvollständige) Liste der Bezirksärzte in Radstadt, wobei nicht bekannt ist, seit wann es Physiker in Radstadt gibt, zumindest aber seit der Mitte des 17. Jahrhunderts.

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Klage des Radstädter Arztes Dr. Franz Duelli 1688

Geschichte

Außerhalb der Hauptstadt gab es im Erzbistum nur zwei Doktoren der Medizin, und zwar in Radstadt und in Mühldorf. [1] Bereits aus dem Jahr 1688 ist ein Bericht des Radstädter Arztes Dr. Franz Deulli erhalten.[2] Im Zuge der Medikalisierung[3] Salzburgs wurden auch außerhalb der Stadt Salzburg Landschaftsphysiker (bezahlte, akademisch gebildete Ärzte) eingesetzt.

Die Physiker/Bezirksärzte

1804 - 1805 Mathäus Jungwirth

1805 - 1808 Wolfgang Oberlechner, der 1808 resignierte - möglicherweise in Zusammenhang mit der Auseinandersetzung mit dem Apothekenprovisor Praes. [4]

1808 - 1814 Mathäus Jungwirth

1814 wird Karl Pürstinger ernannt[5], der die Stelle jedoch nicht antritt.

1814 - 1819 Anton Brandstätter. Die Übergabe an seinen Nachfolger war wegen ausstehender Berichte und nicht übergebener Akten sehr langwierig.

1819 - 1830 Joseph August Susan

1830 - 1834 Ludwig Wokurka v. Pflichtenfeld[6]

1834 - 1839 Leopold Wagner

1840 - 1845 Joseph Wittmann



Quellen

  1. Judas Thaddäus Zauner, Corbinian Gärtner, Chronik von Salzburg, Bd. 9, Salzburg 1818, S. 91.
  2. SLA HR-Akten Generale 3 1/4, Visitationsbericht Dr. Franz Duellis, Radstadt 1688,, zit. in: Cornelia Désirée Sonntag, Das Salzburger Collegium Medicum und seine Entwicklung bis zur Errichtung des Kurfürstlichen Medizinalrats (1680-1804), 469-488, hier; 476.
  3. de.wikipedia.org
  4. Cornelia Désirée SONNTAG, Zur Bedeutung der Hausapotheken und öffentlichen Apotheken für das Gesundheitswesen in Stadt und Land Salzburg zu Beginn des 19. Jahrhunderts (1800-1837), in: MGSL, 123(1983), 211 – 281, hier: 223.
  5. 18. März 1814, Königlich-Baierisches Salzach-Kreis-Blatt.
  6. OÖLA Landesregierungsarchiv 1787-1849 / Allgemeine Reihe Schachtel 153.