Eisengewerke Achthal: Unterschied zwischen den Versionen
KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
ergänzt |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
[[Datei:Achthal um 1900.jpg|thumb|Eisengewerke Achthal um 1900]] | [[Datei:Achthal um 1900.jpg|thumb|Eisengewerke Achthal um 1900]] | ||
[[Datei:Achthalplan von 1769.jpg|thumb|Achthal-Plan von [[1769]]]] | [[Datei:Achthalplan von 1769.jpg|thumb|Achthal-Plan von [[1769]]]] | ||
Die wechselvolle Geschichte der '''Eisengewerke Achthal''' im [[Rupertiwinkel]] begann am [[2. Oktober]] [[1537]] durch die Gründung von [[Fürsterzbischof]] [[Matthäus Lang]], von | Die wechselvolle Geschichte der '''Eisengewerke Achthal''' im [[Rupertiwinkel]] begann am [[2. Oktober]] [[1537]] durch die Gründung von [[Fürsterzbischof]] [[Matthäus Lang]], von der das [[Bergbaumuseum Achthal]] noch Zeugnis gibt. | ||
== Geschichte == | == Geschichte == | ||
Abgebaut wurde Eisenerz im | Abgebaut wurde Eisenerz im Erzbergbau am Teisenberg. Vermutlich bestand der Abbau bereits seit der [[Römer]]zeit. | ||
Am Gründungstag der Eisengewerke, dem Erchtag, erhielten wagemutige Männer des [[ | Am Gründungstag der Eisengewerke, dem Erchtag, erhielten wagemutige Männer des [[Fürsterzbistum Salzburg|Fürsterzbistums Salzburg]] wie die Gebrüder [[Thenn]] (Münzmeister der [[Münzstätte Salzburg|Münze Salzburg]]), die Gebrüder [[Fröschlmoser]] (Berg- und Münverwalter), Dr. [[Niklas Riebeisen]] (fürstlicher Rat), Veith Schaertlein (Hofmeister), [[Christoph Perner]] (Kammerschreiber), [[Wolfgang Griesstaetter]] ([[Pröpste des Augustiner Chorherrenstifts Höglwörth|Propst]] des [[Augustiner Chorherrenstift Höglwörth|Augustiner Chorherrenstifts Höglwörth]] und andere "Mitverwandten" eine förmliche Verleihungsurkunde. | ||
[[1543]] bestand die Gewerkschaft (vergleichbar mit einer Aktiengesellschaft) aus neun [[Gewerke]]n. | [[1543]] bestand die Gewerkschaft (vergleichbar mit einer Aktiengesellschaft) aus neun [[Gewerke]]n. | ||
Das Roheisen fand sehr guten Absatz vor allem in Hammerwerken um die Stadt Salzburg und in [[Thalgau]]. Es entstand unter anderem ein Hammerwerk in der | Das Roheisen fand sehr guten Absatz vor allem in Hammerwerken um die Stadt Salzburg und in [[Thalgau]]. Es entstand unter anderem ein [[Stahlwerk Annahütte|Hammerwerk]] in der [[Pfarre Ainring]] im Gebiet zwischen Au und Feldkirchen, das später den Namen [[Hammerau]] erhielt. | ||
Die am [[18. März]] [[1650]] verfasste Gesellschaftsordnung wurde den Zeitbedürfnisse mit einer neuen vom [[19. Oktober]] [[1764] angepasst. | Die am [[18. März]] [[1650]] verfasste Gesellschaftsordnung wurde den Zeitbedürfnisse mit einer neuen vom [[19. Oktober]] [[1764] angepasst. | ||
| Zeile 16: | Zeile 16: | ||
Mit der Trennung des Rupertiwinkels von Salzburg [[1816]] kam es zu einer Grenzsperre für Eisen nach Österreich. Umgekehrt - Eisenausfuhr von Österreich nach Bayern - gab es aber keine Zölle oder Beschränkungen. Die Österreicher wiederum hatten schwedisches Eisen, das englische Schiffe als Ballast bei ihren Fahrten nach Triest, [[Küstenland]], transportierten. Trotz dieser Absatzschwierigkeiten war die Gewerkschaft auch noch im [[19. Jahrhundert]] mit den Geschäften zufrieden. | Mit der Trennung des Rupertiwinkels von Salzburg [[1816]] kam es zu einer Grenzsperre für Eisen nach Österreich. Umgekehrt - Eisenausfuhr von Österreich nach Bayern - gab es aber keine Zölle oder Beschränkungen. Die Österreicher wiederum hatten schwedisches Eisen, das englische Schiffe als Ballast bei ihren Fahrten nach Triest, [[Küstenland]], transportierten. Trotz dieser Absatzschwierigkeiten war die Gewerkschaft auch noch im [[19. Jahrhundert]] mit den Geschäften zufrieden. | ||
Bei der Vollversammlung der Eisengewerke Achthal am [[22. November]] [[1919]] wurde der Beschluss gefasst, den gewerkschaftlichen Besitz zu verkaufen und die Eisengewerke Achthal aufzulösen. Mit der Auflösung wurde Dr. [[Georg Mussoni]] betraut, der als Vertreter des im Besitze größerer Gewerkenanteile befindlichen Erhardspitalfondes der [[Stadtgemeinde Salzburg]], dem Verwaltungsausschuss der Gewerkschaft angehörte. | |||
Sie wurde an den bayerischen Bergärar verkauft, der den Betrieb noch bis zum [[12. Dezember]] [[1925]] weiterführte. | |||
Zum Zeitpunkt waren unter anderen folgende Personen aus Salzburg Gewerke: | |||
* [[Priesterseminar der Erzdiözese Salzburg|Fürsterzbischöfliches Priesterhaus]] | |||
* [[Erhardspital]] | |||
* Dr. [[Otto Spängler]] | |||
* [[St. Johanns-Spital]] | |||
* Marie von Barchetti, geb. Spängler | |||
* Henriette [[Weinkamer]], geb. Spängler | |||
* Antonie Baronin Widerhofer, geb. Spängler | |||
* Dr. Hermann Spängler | |||
* Ing. Ludwig Spängler | |||
* [[Maximilian Freiherr von Imhof]] | |||
* [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Erzstift St. Peter]] | |||
* [[Ludwig Pezolt]] | |||
== Quellen == | == Quellen == | ||